Die vorletzte Folge der Staffel gehört ganz Lilia Calderu. Auf dem Hexenpfad stoßen Agatha und Billy auf ein geheimnisvolles Schloss. Kaum betreten, verwandelt eine unerklärliche Macht die beiden – Agatha in die Gestalt der Wicked Witch of the West, Billy in die von Maleficent. Vor ihnen liegt ein Satz Tarotkarten, den sie in die richtige Reihenfolge bringen müssen. Ein Fehler, und die scharfen Schwerter, die drohend von der Decke hängen, stürzen herab.
In verschachtelten Rückblenden erzählt die Episode Lilias Leben: Schon als Kind im Italien vergangener Jahrhunderte besaß sie die Gabe der Wahrsagerei. Doch das Geschenk brachte ihr vor allem Leid – weder konnte sie ihr Dorf vor einer Seuche noch ihre Mentorin vor dem Tod bewahren. Die Folge macht deutlich, dass Lilia ihr Leben nicht in linearer Reihenfolge erlebt, sondern unkontrolliert durch die Zeit springt. Das erklärt zugleich die scheinbar zusammenhanglosen Kartennamen, die sie in früheren Episoden ausgesprochen hat.
Nach einem Sturz in den Schlamm erkennt Lilia, was Agatha längst weiß: Rio ist die Personifikation des Todes. Rio kündigt ihr an, dass ihre Zeit bald ablaufen wird. Lilia weckt Jen, gemeinsam entkommen sie den Salem Seven durch die Tunnel und finden schließlich zu Agatha und Billy zurück – nun verkleidet als Glinda beziehungsweise als vergreiste Böse Königin.
Die Prüfung gehört Lilia. Mit ruhiger Hand ordnet sie die Karten in die richtige Reihenfolge und rettet damit die ganze Gruppe. Als die Salem Seven näherkommen, drängt sie die anderen zur Flucht, bleibt aber selbst zurück.
In einem letzten, heldenhaften Akt dreht Lilia eine der Karten um. Der gesamte Raum kippt, die herabstürzenden Schwerter durchbohren die Salem Seven – und Lilia selbst. Weil sie in gewisser Weise außerhalb der Zeit existiert, ist ihr Tod jedoch kein endgültiges Ende: Eine abschließende Rückblende zeigt die junge Lilia, wie sie voller Vorfreude ihre allererste Stunde in der Wahrsagerei erlebt.