„Das Leben der Sterne“ ist eine emotional vielschichtige Folge über Heilung und Wachstum in ganz unterschiedlichen Formen. Alles dreht sich um die Nachwirkungen der katastrophalen Trainingsmission zwei Episoden zuvor.
Im Hauptstrang taucht Lieutenant Sylvia Tilly aus Star Trek: Discovery als Gast auf und hilft den Kadetten, ihr gemeinsames Trauma zu verarbeiten – ausgerechnet mithilfe des Theaterstücks „Unsere kleine Stadt“ (Our Town) von Thornton Wilder aus dem Jahr 1938. Während sie das Stück erarbeiten, beginnen die Kadetten, ihre Trauer auf überraschend organische Weise zu ordnen. Caleb und Tarima führen dabei endlich ihr lange aufgeschobenes Gespräch, das schmerzhaft ehrlich endet: Tarima ist noch nicht bereit, ihr früheres Ich mit dem in Einklang zu bringen, das sie gerade wird.
Im Nebenstrang eskalieren die Fehlfunktionen von SAM, die seit dem Beschuss durch die Furies auftreten, so weit, dass sie zu ihrem Heimatplaneten Kasq zurückkehren muss. Dort erklären die Makers dem Doktor und Nahla, SAM sei nicht mehr zu reparieren – sie habe nie eine Kindheit durchlebt und damit nie das emotionale Fundament aufgebaut, auf dem organische Persönlichkeiten ruhen.
Der Verlust seiner holografischen Tochter Belle vor 800 Jahren an Bord der Voyager hat den Doktor lange davor zurückschrecken lassen, eine Bindung zu SAM einzugehen – aus Angst, denselben Schmerz erneut zu erleben. Als sich zeigt, dass SAMs Störung tödlich ist, entscheidet er sich dennoch, ihr Vater zu werden und eine neue Version von SAM großzuziehen, die mit ihrem Trauma umgehen kann. Die Schlussminuten sind eine Montage der neu gestarteten SAM, die vom Säugling an aufwächst – verwoben mit der improvisierten Aufführung von „Unsere kleine Stadt“.