Horror / 28 Years Later

Vorerst auf Eis: Danny Boyle stellt „28 Years Later: Part III“ zurück

Kein Geld, kein Autor mit Zeit: Danny Boyle hat den Abschluss der Zombie-Trilogie beim London Film Festival als derzeit zurückgestellt bezeichnet. Ein Drehbuch von Alex Garland liegt zwar vor, doch Garland dreht gerade „Elden Ring“.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · 30.09.2026 ·Aktualisiert 09.10.2026 ·4 Min. Lesezeit
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Vorerst auf Eis: Danny Boyle stellt „28 Years Later: Part III“ zurück
Sony Pictures

Gut eine Woche nach seiner Zusage bremst Danny Boyle die Erwartungen wieder: Der Abschluss der neuen Zombie-Trilogie liegt vorerst auf Eis. „Im Moment steht er hinten an”, sagte Boyle am Freitag beim London Film Festival über „28 Years Later: Part III”. Ein Drehbuch von Alex Garland gibt es zwar – doch das Geld für den Film fehlt noch, und Garland ist anderweitig gebunden.

Auf einen Blick

Kommt 28 Years Later 3? Geplant ja, aber das Projekt ist laut Danny Boyle derzeit zurückgestellt.

Warum? Die Finanzierung steht noch nicht, und Drehbuchautor Alex Garland arbeitet an einem eigenen Großprojekt.

Gibt es ein Drehbuch? Ja, geschrieben von Alex Garland.

Ist Cillian Murphy dabei? Laut Boyle ja, mit „einer Menge Cillian Murphy”.

Wann startet der Film? Offen, ein Termin ist nicht in Sicht.

„Im Moment steht er hinten an”

Boyle äußerte sich bei einem Publikumsgespräch auf dem London Film Festival, wo er seinen neuen Film „Ink” als eine der Galas vorstellt. Auf die Frage nach dem Stand des dritten Teils antwortete er laut Deadline knapp: „It’s on the back burner at the moment” – im Moment steht er hinten an. Er hoffe weiterhin, dass der Film entsteht, sofern sich die Finanzierung sichern lässt.

Als zweiten Grund nannte Boyle den Terminkalender seines langjährigen Partners: „Alex war mit seinem eigenen Film beschäftigt, und das ist ein großes Projekt.” Garland arbeitet derzeit für A24 an der Kinoadaption des Videospiels „Elden Ring”. Solange er dort gebunden ist, dürfte sich am Abschluss der Trilogie wenig bewegen.

Boyles nächste Priorität ist ein anderer Film

Wie wenig selbstverständlich Geld für seine Projekte derzeit ist, schilderte Boyle am Beispiel von „Ink”. Für das Drama über den Aufstieg der Boulevardzeitung The Sun in den 1970er-Jahren sei es „sehr schwierig” gewesen, die Mittel zusammenzubekommen. Am Ende sprang StudioCanal ein, in den USA hat Netflix den Film gekauft.

Als Nächstes will Boyle einen Film drehen, der in der Antarktis spielt – ebenfalls nur, wenn er das Budget dafür aufbringt. „Das ist die nächste Priorität”, sagte er. Für Fans der Reihe heißt das: Selbst wenn die Finanzierung für „28 Years Later: Part III” bald steht, rückt der Film in Boyles eigener Planung vorerst nach hinten.

„Es gibt ein Drehbuch – ein sehr gutes”

Ende September hatte das noch zuversichtlicher geklungen. Beim Zurich Film Festival sagte Boyle laut Variety: „Der dritte Teil, oder wie auch immer er am Ende heißen wird, wird gemacht, weil die Leute ständig danach fragen. Wann genau, weiß ich nicht, aber es gibt ein Drehbuch – ein sehr gutes Drehbuch von Alex Garland.”

Damit steht fest, dass Garland die Geschichte für den Abschluss bereits zu Papier gebracht hat. Einen Starttermin, einen Drehbeginn oder ein Studio-Datum gibt es dagegen nicht. Auch ob Boyle selbst wieder Regie führt, hat er bislang nicht ausdrücklich gesagt.

Cillian Murphy rückt in den Mittelpunkt

Die für viele Fans wichtigste Aussage aus Zürich betrifft den Hauptdarsteller des Originals. Cillian Murphy spielte 2002 in „28 Days Later” den Fahrradkurier Jim, der nach dem Ausbruch des Rage-Virus in einem verlassenen London erwacht. In „28 Years Later: The Bone Temple” war er am Ende nur kurz zu sehen. Im dritten Teil soll das anders werden: „Er wird eine Menge Cillian Murphy enthalten”, sagte Boyle – und scherzte, ob Murphy sich noch einmal ausziehe, wisse er nicht, schließlich habe er „jetzt den Oscar”.

Murphy gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller für „Oppenheimer” und ist seitdem deutlich gefragter als zu Zeiten des ersten Films. Auch das macht die Planung eines Abschlusses nicht einfacher.

Warum die Zukunft der Reihe wackelt

Die Trilogie war von Beginn an als zusammenhängende Geschichte angelegt. Auf „28 Years Later” unter Boyles Regie folgte im Januar 2026 „28 Years Later: The Bone Temple”, inszeniert von Nia DaCosta. Das Sequel erhielt gute Kritiken, blieb an den Kinokassen aber hinter den Erwartungen: In den USA startete es mit rund 13 Millionen Dollar am ersten Wochenende und landete damit nur auf Platz zwei.

Genau dieses Ergebnis hatte Zweifel genährt, ob der Abschluss tatsächlich umgesetzt wird. Boyles neue Aussage bestätigt sie nicht als Absage, wohl aber als Hängepartie: Der Film ist geschrieben, aber weder finanziert noch terminiert.

Geplant ist er weiterhin, ein Drehbuch von Alex Garland liegt vor. Danny Boyle hat das Projekt im Oktober 2026 aber als derzeit zurückgestellt bezeichnet, weil die Finanzierung noch nicht steht.

Laut Danny Boyle fehlt noch die Finanzierung, und Drehbuchautor Alex Garland ist mit seiner Adaption von „Elden Ring” für A24 beschäftigt.

Ja. Danny Boyle hat beim Zurich Film Festival gesagt, der Film werde „eine Menge Cillian Murphy” enthalten.

Ein Termin ist nicht bekannt. Danny Boyle hofft, dass der Film entsteht, sobald die Finanzierung gesichert ist.

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