Sechs Avengers-Charaktere, die das MCU dringend einführen sollte
Das MCU wächst unaufhörlich, doch einige ikonische Comic-Legenden glänzen noch durch Abwesenheit. Wir zeigen dir, welche klassischen Helden dringend ihren großen Auftritt auf der Leinwand brauchen.
Marvel Das Marvel Cinematic Universe füllt die Reihen der Avengers seit Jahren unermüdlich auf. Während die Infinity-Saga die absoluten Schwergewichte etablierte, holt die Multiverse-Saga auch Helden aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht. Charaktere wie Black Knight, Hercules oder Wonder Man existieren bereits in dieser Welt. Doch wer einen Blick in die klassischen Avengers-Comics wirft, erkennt schnell: Das MCU schöpft sein Potenzial noch lange nicht vollständig aus.
Mit Phase 6, „Avengers: Doomsday" und „Avengers: Secret Wars" stehen die größten Crossover seit „Endgame" bevor. Einige obskure, aber enorm wichtige Avengers warten weiterhin auf ihr Debüt. Wir werfen einen Blick auf sechs Helden, die in kommende Avengers-Blockbuster oder Serien passen.
Marvel Tigra: Wildkatze mit West-Coast-Potenzial
Greer Grant Nelson trat 1972 in „The Claws of the Cat" #1 als kostümierte Heldin „The Cat" auf. Nach einer schweren Verletzung retteten die mystischen Katzenmenschen ihr Leben durch ein Ritual, das sie in Giant-Size Creatures #1 (1974) in Tigra verwandelte. Sie erhielt übermenschliche Stärke, katzenhafte Agilität und geschärfte Sinne.
Tigra wurde in den frühen 1980ern Mitglied der Haupt-Avengers, kämpfte etwa gegen den Molecule Man, fühlte sich aber im Team fehl am Platz. Anschließend zog sie nach Kalifornien und wurde 1984 Gründungsmitglied der West Coast Avengers in West Coast Avengers #1.
Vom Avengers-Reservisten zur West-Coast-Gründerin
Auf den ersten Blick wirkt eine Live-Action-Umsetzung schwierig. Doch wer sprechende Waschbären etabliert, findet auch für Tigra einen Weg auf die große oder kleine Leinwand. Eine mögliche Adaption der West Coast Avengers würde sich für die feline Heldin geradezu anbieten.
Marvel Rick Jones: Der Gründervater der Avengers
Niemand fehlt in den MCU-Avengers so schmerzlich wie Richard „Rick" Jones. Ursprünglich kannten Leser ihn als jugendlichen Sidekick des Hulk. Er debütierte in Incredible Hulk #1 (Mai 1962) und war der Grund, warum Bruce Banner überhaupt ins verstrahlte Testgebiet rannte und sich in den Hulk verwandelte. Doch sein Einfluss reicht viel weiter. In Avengers #1 (1963) sandte Rick Jones den Funkruf, der Hulk, Iron Man, Wasp, Ant-Man und Thor zusammenführte, um Loki aufzuhalten. Das war die Geburtsstunde der Avengers.
Sidekick, Cosmic Hero, A-Bomb
Obwohl er keine angeborenen Superkräfte besitzt, trainierte Rick den Nahkampf mit Captain America und übernahm zeitweise die Rolle des Bucky. In der legendären Storyline „Avengers Forever" (1998 bis 1999) von Kurt Busiek und Carlos Pacheco nutzte er die kosmische Destiny Force, um Avengers aus verschiedenen Epochen zu vereinen. Später verschmolz er mit Captain Marvel (Mar-Vell) und wurde nach einer Gamma-Mutation zu A-Bomb.
Rick Jones erhielt zwar nie die formelle Avengers-Mitgliedschaft, wurde aber ehrenhalber aufgenommen. Marvel Studios hat hier einen enormen Schatz vergraben. Ob als überforderter Teenager oder in einer seiner späteren Identitäten wie A-Bomb oder Whisperer: Rick Jones hat seinen großen Auftritt definitiv verdient.
Marvel Doctor Druid: Okkulte Gefahr für die Avengers
Anthony Druid debütierte bereits 1961 als Dr. Anthony Droom in Amazing Adventures #1, geschaffen von Stan Lee und Jack Kirby. Erst 1976 wurde er in Weird Wonder Tales #19 in Doctor Druid umbenannt, um Verwechslungen mit Doctor Doom zu vermeiden. Vom Ancient One mental geschult, beherrscht er Hypnose, Telepathie und magische Wahrnehmung. Bemerkenswert: Sein Ursprung diente später als Vorlage für Doctor Strange.
Verrat als Avengers-Anführer
In den 1980er Jahren stieg Druid sogar zum Anführer der Avengers auf. Doch seine Beförderung basierte nicht auf eigenen Heldentaten. Die kosmische Schurkin Terminatrix (auch bekannt als Ravonna) kontrollierte ihn und stürzte das Team beinahe ins Verderben. Captain America musste daraufhin eine neue Avengers-Truppe formieren.
Marvel könnte diesen Verräter-Plot grandios adaptieren, etwa als Aufhänger für ein dunkles Avengers-Kapitel. Der Meister des Okkulten wäre die perfekte Brücke zu den magischen Ecken des MCU.
Marvel Quasar: Kosmischer Beschützer der Avengers
Wendell Vaughn debütierte 1978 in Captain America #217 zunächst als Marvel Boy. 1979 erhielt er in The Incredible Hulk #234 seinen Namen Quasar. Erst 1989 startete seine eigene Serie unter Autor Mark Gruenwald. Die Quantenbänder, ursprünglich Artefakte der Eternals von Uranus, machten den S.H.I.E.L.D.-Agenten zu einem der mächtigsten Avengers. Das kosmische Wesen Eon ernannte ihn schließlich zum Beschützer des Universums, als Nachfolger des verstorbenen Mar-Vell.
Quantenbänder im MCU
In „Guardians of the Galaxy Vol. 3" tauchte Phyla-Vell als zweite Inkarnation von Quasar in der Post-Credit-Szene auf. Die Quantenbänder existieren bereits im MCU und spielten in „Ms. Marvel” sowie „The Marvels" eine zentrale Rolle. Wenn Marvel diesen Handlungsstrang fortsetzt, muss Wendell Vaughn einfach auftauchen. Er ist der Brückenkopf zwischen den kosmischen Konflikten und der Erde und damit ein potenzieller Avengers-Schwergewicht für die Multiverse-Saga.
Marvel Rage: Der jugendliche Avengers-Rekrut
Elvin Daryl Haliday stürmte im November 1990 in Avengers #326 in die Comicszene, geschaffen von Larry Hama und Paul Ryan. Der Clou: Elvin war ein 13-jähriger Junge aus Brooklyn, der nach Kontakt mit toxischem Abfall einen extremen Wachstumsschub durchlief und wie ein muskulöser Mann Mitte 30 aussah. Durch sein erwachsenes Äußeres täuschte er die Avengers und erschlich sich zunächst eine Reservisten-Mitgliedschaft.
Sozialkritik im Avengers-Mantel
Seine Geschichten thematisierten oft soziale Gerechtigkeit. Rage konfrontierte Captain America direkt mit der fehlenden Diversität im Avengers-Team. Später wechselte er zu den New Warriors. Auch wenn er heute eher sporadisch auftaucht, besitzt er gewaltiges Potenzial für bodenständigere Avengers-Formate. Ein hitzköpfiger Street-Level-Vigilant würde frischen Wind in eine Young-Avengers-Adaption bringen.
Marvel Two-Gun Kid: Hawkeyes Cowboy aus der Vergangenheit
Die Popularität alter Westernfilme schwappte einst auch in die Comics über. Matt Hawk, von Beruf Anwalt aus Boston, wurde in Two-Gun Kid #60 (November 1962) von Stan Lee und Jack Kirby eingeführt. Trainiert vom Revolverhelden Ben Dancer wurde er zu einem der prominentesten Helden des Wilden Westens.
Vom Wilden Westen zu den Avengers
In Avengers #141 bis 144 begegnete er erstmals dem zeitreisenden Avengers-Team, das gegen Kang den Eroberer kämpfte. Er folgte den Avengers ins 20. Jahrhundert, wurde Reservist und enger Freund von Hawkeye, bevor er in Avengers #175 in seine eigene Zeit zurückkehrte.
Da Zeitreisen die Zukunft des MCU massiv prägen, rückt ein Debüt in greifbare Nähe. Ein aus der Zeit gefallener Cowboy-Avenger bietet fantastischen Stoff für großes Kino. Vielleicht schon in „Avengers: Doomsday".
- Titel
- Avengers: Doomsday
- Start
- 17.12.2026
- Regisseur/in
- Joe RussoAnthony Russo
- Drehbuch
- Michael WaldronStephen McFeely
- Franchise / Filmreihe(n)