Heimkinostart am 18. November: Nolans „Die Odyssee“ kommt auf 4K, Blu-ray und digital
Christopher Nolans „Die Odyssee“ erscheint am 18. November auf 4K, Blu-ray und digital. Dazu verrät der Effekte-Chef, wie der Zyklop als Marionette an Seilen entstand und Samantha Morton ihre Verwandlung selbst formte.
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Christopher Nolans „Die Odyssee” kommt ins Heimkino. Universal Pictures hat den Termin für Deutschland bestätigt: Ab dem 18. November 2026 erscheint der Film auf 4K Ultra HD und Blu-ray, zeitgleich startet er als Kauf- und Leihtitel auf digitalen Plattformen. Damit liegen rund vier Monate zwischen dem deutschen Kinostart am 16. Juli und der Veröffentlichung für zu Hause.
Heimkino ab 18. November, Streaming-Abo erst 2027
Wer den Film im Streaming-Abo sehen möchte, muss sich länger gedulden. Eine Flatrate-Premiere wird erst für das Frühjahr 2027 erwartet, voraussichtlich bei WOW. Grundlage ist die Lizenzpartnerschaft zwischen NBCUniversal und Sky, über die Universal-Filme nach ihrer Kauf- und Leihphase dorthin wandern. Ein genauer Termin dafür steht noch aus.
An der Kinokasse hat „Die Odyssee” das Jahr geprägt wie kaum ein anderer Film. Laut The Hollywood Reporter hat das Epos weltweit mehr als 1,75 Milliarden Dollar eingespielt; 2026 liegt damit nur „Spider-Man: Brand New Day” vor ihm. Nolan erzählt Homers Sage von der Heimkehr des Odysseus nach dem Trojanischen Krieg, mit Matt Damon in der Titelrolle, Anne Hathaway als Penelope und Tom Holland als Telemachos. Dazu kommen unter anderem Zendaya, Lupita Nyong’o, Robert Pattinson, Charlize Theron und Jon Bernthal.
Ein Zyklop an Seilen: Wie Nolan seine Monster baute
Wie die Kreaturen des Films entstanden sind, hat Visual-Effects-Supervisor Andrew Jackson gerade ausführlich erklärt. In einem Gespräch, das auf der View Conference in Turin gezeigt wurde und über das Variety berichtet, beschreibt der Oscar-Preisträger das Grundprinzip: Wo immer möglich sollte etwas Echtes vor der Kamera stehen. Für die Szene in der Höhle des Zyklopen hieß das: Die Darsteller sitzen in einer echten Höhle in Griechenland um ein Feuer, und dort „musste etwas sein”, dem sie gegenüberstehen.
Geplant war eine aufwendige, voll bewegliche Puppe in Originalgröße. Weil Nolan und Szenenbildnerin Ruth De Jong die Höhle früh fanden, musste die Figur aber binnen zwei Monaten fertig sein. Jackson vereinfachte sie deshalb zu einer riesigen Marionette: Nur die starren Körperteile wurden gebaut und an Seilen aufgehängt. Gerade die leichte, lose Konstruktion habe der Figur eine überzeugende Bewegung gegeben. Für das eine Auge filmte er ein echtes Auge des Darstellers Bill Irwin, drehte es und setzte es auf dessen Stirn. Nolan habe darauf nur gesagt: „So machen wir das. Vergesst die Prothesen.”
Auch bei den übrigen Monstern mischte das Team Handarbeit und Computer. Für Skylla baute es einen echten Kopf mit beweglichem Maul, der über Stuntleute gestülpt wurde, bevor sie auf einem Boot im Mittelmeer an Seilen vom Deck gerissen wurden; die Hälse kamen später digital dazu. Samantha Morton formte für Kirkes Verwandlungen weiche Silikongesichter über magnetisch gehaltenen Schädelteilen mit den eigenen Händen. Die riesigen Laistrygonen entstanden größtenteils direkt in der Kamera, über Perspektive und unterschiedlich große Darsteller.
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