I Am Legend 2: Warum aus dem geplanten Prequel nichts wurde
Geplant war ein Prequel – dann brachte Akiva Goldsman eine andere Idee ein. Will Smith erzählt, wie I Am Legend 2 wurde, was es heute ist: ein Film mit Regie, Besetzung und ohne Drehtermin.
Als Warner Bros. 2022 eine Fortsetzung zu „I Am Legend” ankündigte, stand ein anderer Film im Raum: ein Prequel, angesiedelt vor dem Ausbruch der Seuche. Daraus wurde nichts – und Will Smith hat inzwischen selbst erzählt, wer ihn davon abgebracht hat.
Vier Jahre nach der Ankündigung hat der Film einen Regisseur, zwei Hauptdarsteller und einen Ansatz, der das Ende des ersten Teils aushängt. Was er nicht hat: einen Drehbeginn, einen Starttermin und ein fertiges Drehbuch. Ein Überblick, wo I Am Legend 2 im September 2026 steht.
Was aus dem Prequel-Plan wurde
Im Podcast Drink Champs hat Smith den Verlauf im April 2025 selbst geschildert. Geplant gewesen sei ein Prequel. Drehbuchautor Akiva Goldsman habe dann eine andere Idee eingebracht: Man könne doch eine neue Fassung aus dem alternativen Ende heraus bauen – jener Variante, in der Smiths Figur Robert Neville überlebt.
Aus demselben Gespräch stammt auch der bislang konkreteste Hinweis auf die Rolle von Michael B. Jordan. Dessen Figur leite eine neue Siedlung an, gelegen in Connecticut. Und Smith stellt ausdrücklich klar, was sie nicht ist: nicht sein Sohn. Beide Angaben beschreiben einen Entwicklungsstand, kein fertiges Buch – Smith sprach über Pläne, nicht über ein abgedrehtes Projekt.
Das Ende, das der Kinofilm nicht hatte
Der Ansatz funktioniert nur, weil „I Am Legend” zwei Enden hat. Im Kino sprengt sich Neville selbst in die Luft, um ein Heilmittel zu retten. Auf der Heimvideo-Fassung liegt eine andere Auflösung: Neville begreift, dass die infizierten Nachtsucher keine Bestien sind, sondern eine veränderte Spezies mit eigenem Sozialverhalten. Er lässt die gefangene Kreatur frei, entschuldigt sich für seine Versuche an ihr und zieht mit Anna und Ethan weiter, um andere Überlebende zu finden.
Diese Fassung liegt näher an Richard Mathesons Roman von 1954, in dem Neville am Ende erkennt, dass er selbst das Monster der neuen Gesellschaft ist. Goldsman hat rückblickend genau das als Begründung genannt: Das alternative Ende werde der Vorlage besser gerecht und erlaube die tiefere Geschichte. Für das Publikum bringt die Entscheidung allerdings eine Hürde mit – die Mehrheit kennt nur das Kinoende, in dem Neville stirbt.
Regie, Besetzung und der Stand der Produktion
Regie führt Steven Caple Jr., der zuvor „Creed II” inszeniert hat und Michael B. Jordan von dort kennt. Laut Deadline kam er 2024 ins Gespräch, inzwischen ist er gesetzt. Neben Smith als Neville spielt Jordan die zweite Hauptrolle und produziert mit. Weitere Rollen sind nicht bekannt.
Beim Drehbuch liegt der Engpass. Goldsman, der schon den ersten Teil geschrieben hat, beschreibt die Arbeit daran ungewöhnlich offen als zäh: Er sei auf eine Reihe von Hindernissen gestoßen, die er nicht gewinnen lassen wolle. Man mache weiter, man versuche es, man tue alles, um den Film zustande zu bringen. Das ist die Sprache eines Projekts, das läuft – aber nicht die eines Projekts, das kurz vor dem Dreh steht.
Eine Zusage hat Goldsman schon gemacht
Eine Festlegung gibt es trotzdem, und sie betrifft den meistdiskutierten Moment des ersten Films. Gegenüber dem britischen Radio Times hat Goldsman ausgeschlossen, dass erneut ein Hund stirbt: Er fürchte, die Gegenreaktion auf einen zweiten Hundetod nicht zu überleben.
Er hat dem eine Beobachtung hinzugefügt, die einiges über Publikumsreaktionen verrät. Zwischen der ersten und der zweiten Einstellung des Films sterbe fast die gesamte Menschheit – das sei in Ordnung gewesen. Bei einem einzigen toten Hund habe er dagegen nie mehr Zuschauer erlebt, die eine Testvorführung verließen. Der Schäferhund Sam war Nevilles einziger Begleiter, und seine Sterbeszene gilt bis heute als der schwerste Moment des Films.
Was offen bleibt
Einen Kinostart nennt Warner Bros. nicht, und solange kein Drehbeginn feststeht, lässt sich auch kein deutscher Termin ableiten. Offen ist ebenso, wie viel Zeit zwischen beiden Filmen liegt: Frühere Berichte sprachen von Jahrzehnten, Smiths Schilderung einer bestehenden Siedlung legt einen kürzeren Abstand nahe.
Alles Weitere zum Projekt – Besetzung, Stoffgeschichte und die Einordnung in die drei Matheson-Verfilmungen – sammeln wir auf der Seite zum Film. Bis Warner etwas bestätigt, bleibt es bei dem, was die Beteiligten selbst erzählen.
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