Lex Luthor: Alle Schauspieler von Supermans Erzfeind
Von Lyle Talbot 1950 bis Nicholas Hoult im neuen DCU: alle zwölf Schauspieler, die Lex Luthor gespielt haben – und was Hoults Rückkehr in „Man of Tomorrow“ für die Figur bedeutet.
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegenLex Luthor, Supermans Erzfeind, wurde seit 1950 von zwölf Schauspielern in Filmen und Serien gespielt. Der aktuelle Lex Luthor ist Nicholas Hoult: Er übernahm die Rolle 2025 in James Gunns „Superman” und kehrt am 8. Juli 2027 in „Man of Tomorrow” zurück – diesmal als Partner wider Willen an Supermans Seite. Hier sind alle Lex-Luthor-Darsteller in der Reihenfolge ihres ersten Auftritts:
- 1950 – Lyle Talbot (Atom Man vs. Superman)
- 1978, 1980, 1987 – Gene Hackman (Superman, Superman II, Superman IV)
- 1988–1989 – Scott James Wells (Superboy, Staffel 1)
- 1989–1992 – Sherman Howard (Superboy, Staffel 2–4)
- 1993–1997 – John Shea (Superman – Die Abenteuer von Lois und Clark)
- 2001–2011 – Michael Rosenbaum (Smallville)
- 2006 – Kevin Spacey (Superman Returns)
- 2016–2017 – Jesse Eisenberg (Batman v Superman: Dawn of Justice, Justice League)
- 2019–2021 – Jon Cryer (Supergirl und Arrowverse-Crossover)
- 2022 – Titus Welliver (Titans, Staffel 4)
- 2023–2024 – Michael Cudlitz (Superman und Lois, Staffel 3–4)
- seit 2025 – Nicholas Hoult (Superman, Man of Tomorrow)
Auf einen Blick
Wer spielt aktuell Lex Luthor? Nicholas Hoult im DC Universe von James Gunn – zuerst in „Superman”, als Nächstes in „Man of Tomorrow” (Kinostart in Deutschland am 8. Juli 2027).
Wer war der erste Lex Luthor? Lyle Talbot im Kino-Serial „Atom Man vs. Superman” von 1950.
Wer hat Lex Luthor am häufigsten gespielt? Im Kino Gene Hackman mit drei Filmen. Am längsten spielte ihn Michael Rosenbaum: sieben Staffeln Smallville als Stammbesetzung, dazu die Rückkehr im Serienfinale 2011.
Wie viele Lex-Luthor-Darsteller gibt es? Zwölf Schauspieler in Realfilm und Realserie. Dazu kommen Sprecher in Zeichentrickserien und Animationsfilmen, allen voran Clancy Brown.
Lex Luthor heute: Nicholas Hoult in „Man of Tomorrow”
Im neuen DC Universe ist Lex Luthor so zentral wie lange nicht. Am Ende von „Superman” landet der Tech-Milliardär im Gefängnis – im Nachfolger „Man of Tomorrow” muss Superman sich ausgerechnet mit ihm verbünden, um den außerirdischen Brainiac aufzuhalten, gespielt von Lars Eidinger. James Gunn nannte den Film im September 2025 ebenso sehr einen Lex- wie einen Superman-Film.
Gedreht wurde von April bis Ende August 2026, der Kinostart ist am 9. Juli 2027 in den USA und einen Tag früher in Deutschland. Nathan Fillion, der Guy Gardner spielt, sagte im September dem Hollywood Reporter, im ersten Film habe man viel darüber erfahren, wer Superman ist – in „Man of Tomorrow” werde man mehr darüber erfahren, wer Lex Luthor ist. Alle weiteren Termine des DCU stehen in unserer Übersicht DC Filme und Serien: Alle Starttermine.
Lyle Talbot
Lyle Talbot verkörperte Lex Luthor im Kino-Serial „Atom Man vs. Superman” aus dem Jahr 1950. In der 15-teiligen Fortsetzung des ersten Superman-Serials tritt Talbots Luthor als kriminelles Genie auf, das sich hinter der Maske des „Atom Man” verbirgt und Metropolis mit technischen Erfindungen erpresst. Talbot war damit der erste Schauspieler, der Supermans Erzfeind in einer Realverfilmung spielte.
Seine Darstellung orientierte sich am Comic-Vorbild des verrückten Wissenschaftlers. Der Kritiker Karl Stern lobte Talbot dafür, den Schurken nicht zu überdreht, aber dennoch bedrohlich gespielt zu haben – mit einer gemeinen Ader, die gut zur Figur passt. Für Fans alter Serials ist diese erste Leinwand-Version bis heute ein Kultstück.
Gene Hackman
Gene Hackman spielte Lex Luthor in drei Superman-Kinofilmen: „Superman” (1978), „Superman II - Allein gegen alle” (1980) und „Superman IV - Die Welt am Abgrund” (1987). Sein Luthor ist ein charismatischer, zugleich komisch-eitler Schurke, der mit großen Plänen – vom Immobilienbetrug bis zur nuklearen Erpressung – Superman das Leben schwer macht. Mit seinen Helfern Miss Teschmacher und Otis prägte diese Version das Kinobild der Figur über ein Jahrzehnt.
Hackmans Verkörperung wurde zum Maßstab für alle Nachfolger. Sein Luthor verbindet Bedrohlichkeit mit Humor, was ihn gleichermaßen gefährlich wie unterhaltsam macht. Eine Kuriosität am Rand: In „Superman IV - Die Welt am Abgrund” spielt Jon Cryer Lex’ Neffen Lenny Luthor – 32 Jahre bevor er selbst Lex Luthor wurde.
Scott James Wells
Scott James Wells verkörperte Lex Luthor in der ersten Staffel der TV-Serie „Superboy” (1988–1989). Die Serie erzählt von Supermans Jugendjahren an der Universität, Wells spielt einen jungen Lex – zunächst mit vollem Haar und als arroganter Kommilitone von Clark Kent. Gegen Ende der Staffel verliert Lex bei einem Laborunfall seine Haare und wird zum rachsüchtigen Gegenspieler.
Nach der ersten Staffel wurde Wells durch einen älteren Darsteller ersetzt, was die Serienhandlung mit einer Gesichtsoperation erklärte. Die Produzenten wollten einen reiferen, bedrohlicheren Luthor. Wells’ kurze Darstellung steht heute im Schatten seines Nachfolgers, bleibt aber bemerkenswert als erster Lex Luthor einer Realserie.
Sherman Howard
Sherman Howard übernahm ab 1989 (Staffel 2) die Rolle des Lex Luthor in „Superboy” und spielte ihn bis zum Serienende 1992. Anders als sein Vorgänger verkörperte Howard einen älteren, glatzköpfigen Luthor, der bereits vollends zum kriminellen Genie geworden ist. Die Serie erklärt den Wechsel damit, dass Lex sein Gesicht per Operation verändert hat, um der Polizei zu entkommen.
Howards Darstellung gilt unter vielen Fans als eine der überzeugendsten Lex-Luthor-Interpretationen überhaupt. Er spielte die Figur als manischen, fast psychopathischen Gegenspieler, der in seinen Ausbrüchen stellenweise an den Joker erinnert – und gab der günstig produzierten Serie damit ihren denkwürdigsten Schurken.
John Shea
John Shea spielte Lex Luthor in der Fernsehserie „Superman – Die Abenteuer von Lois und Clark” (1993–1997). Dort ist Lex ein milliardenschwerer Unternehmer, den Metropolis als Wohltäter feiert – der insgeheim aber Verbrechen organisiert. In der ersten Staffel ist er der Hauptgegenspieler und macht sogar Lois Lane den Hof, um Superman auszustechen.
Am Ende der ersten Staffel stürzt Luthor scheinbar in den Tod, Shea kehrt aber in späteren Staffeln für Gastauftritte zurück. Sein Lex war elegant, kultiviert und eiskalt berechnend – ein Schurke, der den charmanten Gastgeber und den skrupellosen Verbrecher in einer Figur vereint. Die Rivalität um Lois gab der Serie eine Facette, die viele Superman-Geschichten bis dahin nicht hatten.
Michael Rosenbaum
Michael Rosenbaum verkörperte Lex Luthor in der Serie „Smallville” und prägte damit eine ganze Ära der Figur im Fernsehen. Die Serie erzählt Supermans Vorgeschichte, Rosenbaum spielt Lex vom jungen Erwachsenenalter an: zunächst als Freund von Clark Kent, der über sieben Staffeln seine dunkle Seite offenbart und zum Erzfeind wird.
Rosenbaum gehörte von 2001 bis 2008 zur Stammbesetzung und kehrte für das Serienfinale 2011 zurück. 2002 erhielt er für die Rolle den Saturn Award als bester Nebendarsteller im Fernsehen, und TV Guide nahm seinen Lex 2013 in die Liste der 60 fiesesten Schurken aller Zeiten auf. Für viele Fans ist er bis heute der Maßstab: ein Lex, der zugleich verletzlich und furchteinflößend ist.
Kevin Spacey
Kevin Spacey übernahm die Rolle im Film „Superman Returns” (2006). Der Film knüpft lose an die Christopher-Reeve-Filme an, Spacey tritt damit direkt in Hackmans Fußstapfen – spielt den Schurken aber düsterer und ohne dessen augenzwinkernden Humor.
Sein Luthor kommt nach Jahren aus dem Gefängnis frei, plündert Supermans Festung der Einsamkeit und will mit kryptonischen Kristallen einen neuen Kontinent erschaffen – auf Kosten von Millionen Menschenleben. Auch wenn „Superman Returns” insgesamt gemischt aufgenommen wurde, gehörte Spaceys kalte, rachsüchtige Interpretation zu den meistgelobten Elementen des Films.
Jesse Eisenberg
Jesse Eisenberg verkörperte Lex Luthor im DC Extended Universe: zuerst in „Batman v Superman: Dawn of Justice” (2016), dann in einem kurzen Auftritt in „Justice League” (2017). Sein Lex ist ein junger Tech-Milliardär, neurotisch und hyperintelligent, der sich öffentlich als Wohltäter gibt und Superman und Batman heimlich gegeneinander ausspielt.
Mit nervöser Energie und schnellen Dialogen erinnerte Eisenbergs Luthor eher an einen besessenen Start-up-Gründer als an einen klassischen Industriellen. Die Interpretation war äußerst umstritten: Viele Kritiker und Fans fanden sie unpassend, und Eisenberg räumte später selbst ein, dass die Ablehnung seiner Karriere geschadet habe.
Andere lobten den Mut zu einer neuen Lesart und sahen darin einen Kommentar auf moderne Tech-Mogule. Unterm Strich bleibt Eisenbergs Lex die kontroverseste Version der Figur – und eine, die die Debatte darüber, wer Lex Luthor eigentlich ist, spürbar belebt hat.
Jon Cryer
Jon Cryer spielte Lex Luthor in der Arrowverse-Serie „Supergirl”, beginnend 2019 mit der vierten Staffel. Im November 2018 wurde seine Besetzung bekannt, sein erster Auftritt folgte in der Episode „Lex Luthors Rückkehr” („O Brother, Where Art Thou?”): Lex bricht aus dem Gefängnis aus und wird zum Hauptgegner von Supergirl. Cryer spielt ihn als brillanten Manipulator, der sowohl seine Halbschwester Lena als auch die Helden gegeneinander ausspielt.
Bis zum Serienende 2021 blieb er die zentrale Schurkenfigur dieses TV-Universums und trat auch im großen Arrowverse-Crossover auf. Dass ausgerechnet der Sitcom-Star aus „Two and a Half Men” einen so bedrohlichen Lex abliefern würde, überraschte viele – für einige Fans gehört seine Version zu den besten im Fernsehen. Mit Superman-Kino hatte Cryer übrigens schon früher zu tun: In „Superman IV - Die Welt am Abgrund” (1987) spielte er Lex’ Neffen Lenny.
Titus Welliver
Titus Welliver übernahm 2022 eine Gastrolle als Lex Luthor in der vierten Staffel der Serie „Titans”, in der Auftaktfolge mit dem schlichten Titel „Lex Luthor”. Sein Lex ist ein mächtiger, aber todkranker Geschäftsmann, der hinter dem Klon Conner Kent alias Superboy steckt – und in der Folge auf seinen genetischen „Sohn” trifft.
Wellivers Auftritt blieb auf diese eine Episode beschränkt: Lex stirbt bereits im Staffelauftakt. Trotz der knappen Spielzeit hinterließ Welliver mit seiner ruhigen, gefährlichen Präsenz Eindruck, und viele Zuschauer bedauerten, dass die Serie nicht mehr aus dieser Version machte.
Michael Cudlitz
Michael Cudlitz spielte Lex Luthor in „Superman und Lois” – mit Gastauftritten in Staffel 3 (2023) und als Hauptgegenspieler in der vierten und letzten Staffel, die am 2. Dezember 2024 endete. Sein Luthor wurde durch Lois Lanes Recherchen ins Gefängnis gebracht und sinnt nach seiner Freilassung auf Rache an Superman und Lois.
Cudlitz’ Lex tritt zunächst mit langem Bart und wildem Haar nach den Jahren in Haft auf, bevor er zum klassischen, glatzköpfigen Look im Anzug zurückkehrt. In der letzten Staffel zieht er die Fäden hinter Supermans schwerster Niederlage und nutzt dafür sogar Doomsday. Cudlitz gab der Figur eine physisch bedrohliche Präsenz, die den Ton der Serie deutlich düsterer machte.
Nicholas Hoult
Nicholas Hoult spielt Lex Luthor im DC Universe von James Gunn. Hoult hatte ursprünglich für die Rolle des Superman vorgesprochen, die an David Corenswet ging; Ende 2023 wurde er dann als Luthor bestätigt. Seine Version ist ein wütender, von Neid auf Superman getriebener Tech-Milliardär.
„Superman” kam am 10. Juli 2025 in die deutschen Kinos, neben Hoult spielen David Corenswet als Clark Kent und Rachel Brosnahan als Lois Lane. Der Film spielte weltweit rund 618 Millionen US-Dollar ein. Am Ende wird Lex verhaftet – in „Man of Tomorrow” (2027) kehrt Hoult als Supermans unfreiwilliger Verbündeter zurück. Mehr zu allen Darstellern des Mannes aus Stahl findest du bei den Superman-Schauspielern.
Die Stimme von Lex Luthor: Sprecher in Animation
Mindestens so prägend wie viele Realfilm-Versionen ist eine Stimme: Clancy Brown sprach Lex Luthor ab 1996 in „Superman: The Animated Series” und danach in „Justice League” sowie in Animationsfilmen wie „Superman/Batman: Public Enemies”. Für eine ganze Generation ist sein tiefer, kontrollierter Luthor die Standardversion der Figur.
Daneben haben unter anderem Mark Rolston („Young Justice”), Anthony LaPaglia („All-Star Superman”), James Marsters („Superman: Doomsday”) und Rainn Wilson in den DC-Animationsfilmen Lex Luthor gesprochen. In „My Adventures with Superman” leiht Max Mittelman einer deutlich jüngeren Version der Figur die Stimme. Alles zur Figur selbst – Herkunft, Fähigkeiten und Comic-Geschichte – steht auf unserer Seite zu Lex Luthor, mehr zum Helden bei Superman.
Lex Luthor wurde von zwölf Schauspielern gespielt: Lyle Talbot, Gene Hackman, Scott James Wells, Sherman Howard, John Shea, Michael Rosenbaum, Kevin Spacey, Jesse Eisenberg, Jon Cryer, Titus Welliver, Michael Cudlitz und Nicholas Hoult.
Nicholas Hoult spielt Lex Luthor in „Superman” von James Gunn. Er kehrt in der Fortsetzung „Man of Tomorrow” zurück, die am 8. Juli 2027 in die deutschen Kinos kommt.
In „Smallville” spielte Michael Rosenbaum Lex Luthor, von 2001 bis 2008 als Stammbesetzung und 2011 noch einmal im Serienfinale.
In „Batman v Superman: Dawn of Justice” (2016) und kurz in „Justice League” (2017) spielte Jesse Eisenberg Lex Luthor.
Der erste Lex-Luthor-Darsteller war Lyle Talbot im Kino-Serial „Atom Man vs. Superman” von 1950. Im Spielfilm spielte Gene Hackman die Rolle 1978 als Erster.
Nicht allein: In „Man of Tomorrow” muss sich Superman mit Lex Luthor gegen Brainiac verbünden, der als Hauptgegner angekündigt ist. Lex bleibt dabei ein unfreiwilliger Partner mit eigenen Zielen.
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