Paramount+ verlängert „Avatar: Seven Havens“ um zwei Bücher und bestellt „Avatar Kuruk: Wave of Chaos“
Am Starttag gab es auf der New York Comic Con gleich doppelt gute Nachrichten: „Avatar: Seven Havens“ läuft bis Buch 4 weiter, und die neue Serie „Avatar Kuruk: Wave of Chaos“ erzählt vom Avatar drei Generationen vor Aang.
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Noch am Starttag hat Paramount+ die Zukunft von „Avatar: Seven Havens” abgesichert: Die neue Avatar-Serie wird um zwei weitere Bücher verlängert. Das gaben die Schöpfer Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko am Freitag auf dem Panel der New York Comic Con bekannt. Damit erzählt die Serie die Geschichte von Avatar Pavi und ihrer Zwillingsschwester Nisha mindestens bis Buch 4 weiter.
Auf demselben Panel kündigten die beiden eine weitere Serie an: „Avatar Kuruk: Wave of Chaos” dreht die Zeit zurück und erzählt von einem Avatar, der drei Generationen vor Aang lebte. Die ersten drei Folgen von „Avatar: Seven Havens” laufen seit dem 9. Oktober 2026 bei Paramount+, in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeitgleich mit den USA. Im Deutschen führt Paramount+ die Serie als „Avatar: Sieben Zufluchten”.
Neue Serie: „Avatar Kuruk: Wave of Chaos”
Im Mittelpunkt der neuen Animationsserie steht Kuruk, der Avatar aus dem Wasserstamm. Laut der offiziellen Inhaltsangabe bricht der rebellische Teenager mit Jahrtausenden Tradition, indem er die vier Elemente auf Reisen um die ganze Welt lernt – immer einen Schritt vor seinem wütenden Lehrer, rauflustigen Piraten und chaotischen Geistern, während er der Welt auf seine ganz eigene Art hilft. The Hollywood Reporter zufolge spielt die Serie in einer Zeit des Friedens, Kuruk ist darin 14 Jahre alt.
Beschrieben wird „Wave of Chaos” als erste Action-Komödie des Avatar-Universums. Bryan Konietzko übernimmt als Showrunner, produziert wird die Serie wie „Seven Havens” von Avatar Studios und den Nickelodeon Animation Studios. Im Saal zeigte das Team einen ersten Blick auf Kuruk und sein Haustier Nikik, Paramount+ veröffentlichte erste Bilder. Einen Starttermin gibt es noch nicht.
Bücher 2, 3 und 4 sind bestellt
Ein zweites Buch mit ebenfalls 13 Folgen hatte Paramount schon vor dem Start freigegeben, einen Termin dafür gibt es weiterhin nicht. Mit der Verlängerung um die Bücher 3 und 4 ist die Serie nun über vier Staffeln geplant – so heißt eine Staffel im Avatar-Universum traditionell. Weitere Details zu den kommenden Büchern sollen später folgen.
Das ist eine Sicherheit, die für eine Animationsserie nicht selbstverständlich ist: Viele Projekte müssen erst die Zahlen der ersten Staffel abwarten. Hier fiel die Entscheidung, bevor überhaupt die zweite Folgenrunde online ist. Einen Hinweis auf die Priorität gab schon der Kalender: Der 9. Oktober war ursprünglich für den Film „Avatar Aang: The Last Airbender” vorgesehen, der auf den 25. Juli vorgezogen wurde, nachdem er vorab im Netz aufgetaucht war.
Das sagen die ersten Kritiken
Die US-Kritiker kannten zum Start sechs der 13 Folgen von Buch 1. TheWrap nennt die Serie „wundersam” und „einfallsreich”: Die Welt sei so reich gebaut, dass sie daran erinnere, warum dieses Universum so besonders ist. Abzüge gibt es für einen kindlicheren Ton als erwartet und eine Animation, die spürbar weniger Details zeigt als „Die Legende von Korra” – Schwächen, die nach Ansicht der Rezension aber kaum ins Gewicht fallen.
The Hollywood Reporter spricht von einer „vielversprechenden” Ergänzung, die Neulinge wie Fans mit offenen Armen empfange. Die Geschichte komme etwas langsam in Gang, und manche Enthüllung sei für Erwachsene leicht zu durchschauen, die Figuren aber gewönnen sofort Sympathien. Variety hebt vor allem den Bruch mit der bekannten Welt hervor: Statt der vier Nationen gibt es eine verwüstete Ödnis, die Farbpalette ist wärmer, und Jeremy Zuckerman, der Komponist aller Avatar-Serien, setzt diesmal auf einen elektronischeren Klang.
Einig sind sich die drei Rezensionen darin, dass die Serie noch wachsen muss: Das Team um die Heldin finde sich in den ersten sechs Folgen erst zusammen. Über eine größere Wendung um Pavi und ihre Schwester dürfen die Kritiker wegen einer Sperrfrist noch nichts verraten – sie soll die Rolle des Avatars grundlegend verkomplizieren.
Worum es geht
Die Serie spielt rund 225 Jahre nach Korra, in einer Welt, die eine Katastrophe zerrissen hat – angeblich verursacht von Korra selbst. Die Überlebenden haben sich in sieben befestigte Städte zurückgezogen, die titelgebenden Zufluchten. Im Zentrum steht Pavi, eine junge Erdbändigerin, die entdeckt, dass sie der neue Avatar ist. Nur gilt dieser Titel in dieser Ära nicht mehr als Hoffnung, sondern als Bedrohung: Pavi wird gejagt, von Menschen wie von Geistern.
Gemeinsam mit ihrer lange verschollenen Zwillingsschwester Nisha soll sie der eigenen Herkunft auf den Grund gehen. An ihrer Seite stehen der Luftbändiger Jae und dessen Hauptmann Karthik, der im Avatar die Chance sieht, die aussterbende Kunst des Bändigens zu retten – mit jeder Generation werden weniger Bändiger geboren. Gesprochen wird Pavi im Original von Saheli Khan, Nisha von Aishu Devan.
Wie Paramount+ die Folgen ausspielt
Buch 1 umfasst 13 Folgen von je rund 22 Minuten. Paramount+ veröffentlicht sie in Blöcken: Die Folgen 1 bis 3 sind seit dem 9. Oktober abrufbar, am 16. Oktober folgen die Folgen 4 bis 6, am 23. Oktober die Folgen 7 bis 9, und am 30. Oktober schließen die Folgen 10 bis 13 das Buch ab.
Das ist ein Mittelweg zwischen den beiden üblichen Modellen: kein kompletter Binge-Drop, aber auch kein Wochenrhythmus mit Einzelfolgen. Für dich heißt das, dass die erste Staffel Ende Oktober komplett vorliegt.
Wo die Serie im Franchise steht
„Avatar: Seven Havens” ist der dritte animierte Anlauf der Reihe und der erste, der zeitlich über „Die Legende von Korra” hinausgeht. „Wave of Chaos” springt dagegen in die Vergangenheit, noch vor Kyoshi und Roku. Parallel läuft bei Netflix die Realserie zu „Avatar – Der Herr der Elemente”, deren dritte und letzte Staffel abgedreht ist.
Auf dem Panel betonte Konietzko, wie viel Altes im Neuen steckt: „Manche Ideen sind wirklich alte Ideen aus den Avatar-Tagen, die ihren Weg hierher gefunden haben.” Gegenüber Variety hatte er zuvor darauf hingewiesen, dass die Serie ihre südasiatischen Vorbilder diesmal bewusst stärker ausspielt: Begriff und Konzept des Avatars stammen aus indischer Tradition und dem Sanskrit, und Pavi sei ausdrücklich als südasiatisch geprägte Figur angelegt.
Darum geht's
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.













