Jetzt bei HBO Max: „Crystal Lake“ startet mit drei Folgen, das Finale kommt am 29. Oktober
Die Prequel-Serie zu „Freitag der 13.“ läuft seit heute bei HBO Max: drei Folgen zum Start, zwei am 22. Oktober, das Finale am 29. Oktober. Dazu die ersten US-Kritiken und eine Anspielung auf den Dreh von 1980.
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Seit heute läuft „Crystal Lake” in Deutschland: HBO Max zeigt die Prequel-Serie zu „Freitag der 13.” ab dem 15. Oktober 2026, zum Auftakt mit drei Folgen. In den USA hat Peacock am selben Tag alle acht Episoden auf einmal veröffentlicht, hierzulande kommt die Staffel in drei Blöcken. Linda Cardellini spielt Pamela Voorhees im Jahr 1971, lange bevor der Name zum Genre-Inventar wurde – und die ersten US-Kritiken sind sich einig, dass sie die Serie trägt.
So läuft „Crystal Lake” bei HBO Max
Nach dem Programmplan von HBO Max folgen auf die Folgen 1 bis 3 am Donnerstag, dem 22. Oktober, die Folgen 4 und 5. Die letzten drei Episoden kommen am Donnerstag, dem 29. Oktober – zwei Tage vor Halloween ist die Staffel damit komplett.
Wer genau hinsieht, findet schon in der ersten Folge eine Anspielung auf die Dreharbeiten von 1980. Pam lässt dort eine Schlange frei, die sie in der Vorratskammer des Camps findet. Das sei „eine direkte Verbeugung” vor der echten Schlange, die beim Dreh des Originals getötet wurde, sagte Showrunner Brad Caleb Kane gegenüber Deadline. Anders als damals sei bei „Crystal Lake” kein Tier zu Schaden gekommen – „ein paar Hippies vielleicht, aber keine Tiere”.
Alle Folgen von „Crystal Lake” erscheinen in Deutschland bei HBO Max.
Die ersten Kritiken: Lob für Cardellini, Kritik am Tempo
Variety nennt die Serie „durchdacht, wenn auch zu lang”. Die Kritik sieht in „Crystal Lake” weniger eine Horrorserie als einen psychologischen Thriller über weibliche Wut, der trotz reichlich Blut das Tempo eines Slashers vermissen lasse. Als stärkste Episode hebt Variety die siebte hervor, eine Rückblende ins Jahr 1959. Neben Cardellini lobt die Kritik ausdrücklich William Catlett als Polizeichef, der den Ort und Pam zusammenzuhalten versucht. Das Fazit: ein „brillant detaillierter Prolog” zu einer blutigen Geschichte.
The Hollywood Reporter erklärt „Crystal Lake” zur bislang besten Produktion der Reihe, schränkt aber gleich ein, dass das nicht viel heiße. Cardellini liefere die beste Leistung, die das Franchise je gesehen habe. Nach einem vielversprechenden Start hänge die Serie jedoch über mehrere Folgen durch, bevor die von Celine Held und Logan George sowie von Quyen Tran inszenierten späten Episoden anziehen. Die Gewalt beschreibt die Kritik als äußerst drastisch, die Kills lieferten, was Fans erwarten.
Am skeptischsten fällt TheWrap aus. Cardellini hebe die „wackelige” Serie an, doch der Spagat zwischen Franchise-Pflichten und eigener Geschichte sorge für einen unsteten Ton und manchen hölzernen Dialog. Lob gibt es für Catlett, Joy Suprano und das Maskenbild von Rich Krusell und Noah Rivers. Das Urteil: Die Serie stehe zu oft im Schatten ihres Franchise, um aus eigener Kraft zu bestehen.
Was Kane auf der New York Comic Con verspricht
Beim Panel am Donnerstagabend in New York, an dem neben Kane auch Cardellini, William Catlett, Devin Kessler, Cameron Scoggins, Gwendolyn Sundstrom und Callum Vinson teilnahmen, nahm der Showrunner Zweiflern den Wind aus den Segeln. Ein paar Folgen widme die Serie zwar Pams Psychologie, sagte er laut The Hollywood Reporter, aber er wisse, wofür Fans kommen: „wirklich kreative Kills, und zwar eine ganze Menge davon”. Die Serie sei „in vielerlei Hinsicht sogar brutaler als einige der Filme”.
Inhaltlich will Kane die Lücke füllen, die das Original offenlässt: Im ersten Film lerne man Pamela Voorhees nur rund zehn Minuten kennen, bevor sie geköpft wird. „Sie wurde nicht als Psychopathin geboren”, so Kane – die Serie zeige den Weg von der liebevollen, beschützenden Mutter zur Mörderin. Dabei greife man auch auf die Romanfassung des zweiten Films zurück, die tief in Jasons Vorgeschichte einsteige, ergänze das aber um eigene Erfindungen.
Eine Sache fehlt bewusst: die Hockeymaske. Sie passt zeitlich nicht in die Handlung. Dafür verspricht Kane Einstellung für Einstellung nachgebaute Szenen aus den Filmen, die „Dinge neu einordnen, die man zu kennen glaubt”. Cardellini wiederum beschrieb die Rolle als etwas, das ihr noch nie angeboten wurde: so viel Wut spielen zu dürfen, gebe es eigentlich nur in diesem Genre. Auch Figuren aus den Filmen kehren zurück, darunter Dorf (Cameron Scoggins) und der „verrückte Ralph” Neeley (Nick Cordileone).
Was der Trailer zeigt
Den ersten vollen Trailer hatte Peacock Mitte September veröffentlicht – ausgerechnet an einem Sonntag, dem 13. Er macht deutlich, dass die Serie nicht bei Jason anfängt, sondern bei seiner Mutter.
Pam arbeitet als Küchenhilfe im Ferienlager Camp Crystal Lake, wo ihr kranker Sohn Jason als Elfjähriger ertrinkt. Der Trailer setzt knapp ein Jahr danach an: Pam kommt über den Verlust nicht hinweg und beginnt zu glauben, dass Jason noch im Wald ist. „Ich will nicht heilen”, sagt sie zu einem örtlichen Polizisten, gespielt von William Catlett. „Ich will meinen Sohn finden.” In einer Einstellung wacht sie neben einem sehr großen Messer auf.
Den Ton setzt ein Kinderchor, der die Zeilen singt, während das Bild rot umkippt und eine verhüllte Leiche auf einer Trage aus dem Bild gefahren wird. Der offiziellen Inhaltsangabe zufolge geraten die Dinge ins Rollen, als zwei Fremde vor Pams Tür stehen und in ihrer Vergangenheit graben — und der ganze Ort sich zu fragen beginnt, wer Pam Voorhees eigentlich ist.
Gedreht am Originalschauplatz, vertont vom Originalkomponisten
Showrunner Brad Caleb Kane, der zuvor „Es: Welcome to Derry” mitverantwortet hat, hat Empire einen ausführlichen Vorabbericht gegeben. Gedreht wurde in Blairstown, New Jersey — genau dort, wo 1980 der erste Film entstand und wo sich seit 45 Jahren kaum etwas verändert hat. Einzelne Szenen des Originals seien bewusst nachgestellt, aber so, dass sie die eigene Lesart der Szene leicht verschieben.
Für die Titelsequenz hat Kane Harry Manfredini zurückgeholt, der schon den ersten Film vertont hat; die Schrift stammt vom Original, der Schriftzug zersplittert im 3D-Stil das Bild. Die Handlung setzt acht Jahre vor dem Film von 1980 an. Auf digitale Effekte hat die Produktion so weit wie möglich verzichtet — eine Szene der ersten Folge, bei der ein Stuntman mit einem Blutbeutel auf dem Kopf unterwegs war, habe erst im dritten Anlauf funktioniert.
Cardellini hat sich bewusst gegen eine Kopie von Betsy Palmer entschieden, der Pamela des Originals. Mit der ikonischen Frisur habe man anfangs experimentiert, sagt Kane, am Ende habe sich das aber nach Verkleidung angefühlt. Gegenüber Variety hatte Cardellini bereits angekündigt, dass es blutig wird: Manche Effekte seien so handfest umgesetzt worden, dass sie sich rückblickend etwas weniger Realismus gewünscht hätte.
Besetzung und Regie
Neben Cardellini und Catlett gehören Devin Kessler, Cameron Scoggins und Gwendolyn Sundstrom zur festen Besetzung. In wiederkehrenden Rollen sind Callum Vinson als junger Jason, Nick Cordileone, Joy Suprano, Danielle Kotch und Phoenix Parnevik zu sehen. Produziert wird die Serie von A24; unter den ausführenden Produzenten steht auch Victor Miller, der das Drehbuch zum ersten Film geschrieben hat.
Die Regie teilt sich auf drei Parteien auf: Michael Lennox hat die ersten drei Folgen inszeniert, Celine Held und Logan George die Folgen vier bis sechs, Quyen Tran die vorletzte und die letzte. Die Serie war ursprünglich von Bryan Fuller und Jim Danger Gray entwickelt worden; Fuller steht bei der ersten Folge weiterhin als Ideengeber in den Credits, Kane übernahm 2024 nach dessen Ausstieg. Alle weiteren Ankündigungen der Messe stehen in unserem Überblick NYCC 2026: Alle Ankündigungen.
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