Skydance führt „Matrix 5“ als Kandidaten für einen Kinostart 2029
Nach der Fusion sortiert Skydance die Warner-Projekte neu: „Matrix 5“ von Drew Goddard gilt dort als Kandidat für 2029. Grünes Licht hat der Film noch nicht – und Lilly Wachowski ist raus.
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Für den fünften „Matrix”-Film zeichnet sich erstmals ein Zeitrahmen ab. In einer Übersicht von Deadline über die Filmprojekte, die Warner Bros. in den neuen Skydance-Konzern mitbringt, gilt „Matrix 5” als Kandidat für einen Kinostart im Jahr 2029. Drew Goddard schreibt demnach weiter am Drehbuch.
Für dich als Zuschauer heißt das: Vor 2029 ist mit einer Rückkehr in die Matrix nicht zu rechnen – und auch dieses Jahr ist nur ein Plan. Grünes Licht hat der Film noch nicht, und eine der beiden Schöpferinnen der Reihe hat sich gerade verabschiedet.
Skydance sortiert die Warner-Projekte
Seit dem 6. Oktober gehören Paramount und Warner Bros. zum gemeinsamen Konzern Skydance von David Ellison. Die neuen Film-Chefs Dana Goldberg und Josh Greenstein müssen nun entscheiden, welche Projekte aus der Zeit von Michael De Luca und Pam Abdy weiterlaufen. Deadline hat den Bestand nach Reifegrad geordnet – von fertigen Filmen über laufende Drehs bis zur frühen Entwicklung.
„Matrix 5” steht dort bei den Projekten, die auf grünes Licht warten oder kurz davor stehen. Neben dem Vermerk, dass Goddard schreibt, nennt die Liste 2029 als möglichen Starttermin. Ein offizieller Termin des Studios ist das nicht; Warner Bros. hat sich zum Zeitplan bislang nicht geäußert.
Immerhin ist damit klar, dass der Film den Eigentümerwechsel überstanden hat. In derselben Gruppe stehen unter anderem Zach Creggers nächster Film „The Flood” mit Jennifer Lawrence und das „Weapons”-Prequel „Gladys”.
Lilly Wachowski ist raus
Anfang September hatte Lilly Wachowski in der Radiosendung „The Business” des Senders KCRW deutlich gemacht, dass sie für einen fünften Teil nicht zur Verfügung steht. „Warner Bros. will noch ein Ding machen. Die wollen immer noch ein Ding machen”, sagte sie. Und weiter: „Ich persönlich will in diesem Sandkasten nicht mehr spielen. Ich bin irgendwie durch.”
Das ist bemerkenswert deutlich für eine Filmemacherin, deren Karriere mit genau diesem Stoff begann. Lilly und ihre Schwester Lana Wachowski schrieben und inszenierten „Matrix” sowie 2003 „Matrix Reloaded” und „Matrix Revolutions” gemeinsam. Bei „Matrix Resurrections” saß 2021 nur noch Lana auf dem Regiestuhl.
Drew Goddard will den Segen der Schwestern
Wachowski bestätigte damals auch, dass bei Warner Bros. etwas mit Goddard läuft – und dass der Autor und Regisseur nicht ohne Weiteres loslegen will: „Aber es könnte etwas mit Drew Goddard passieren, und er will nicht weitermachen, wenn er nicht unseren Segen bekommt.”
Ganz abgeschrieben haben die Schwestern das Projekt damit nicht. „Es wird zu dieser komplizierten Situation, in der wir vielleicht ein kleines bisschen unsere Nase reinstecken und schauen, wie wir uns fühlen – und ob wir Drew unseren Segen geben wollen oder nicht”, sagte Wachowski. „Es könnte also etwas sein, das den Weg entlangkommt, aber es ist immer noch unklar.”
Ob diese Freigabe inzwischen erteilt ist, hat keine der Beteiligten gesagt. Ein Drehbeginn steht nicht fest, und auch der Zielkorridor 2029 hängt davon ab, dass Skydance dem Film grünes Licht gibt.
Was bislang über den fünften Teil bekannt ist
Deadline hatte bereits 2024 gemeldet, dass Goddard den nächsten „Matrix”-Film schreiben und inszenieren soll, mit Lana Wachowski als ausführender Produzentin. Goddard ist im Genre kein Unbekannter: Er schrieb „Der Marsianer”, inszenierte „The Cabin in the Woods” und war an der Netflix-Serie „Marvel's Daredevil” beteiligt.
Weder Besetzung noch Handlung sind bekannt, und ob Keanu Reeves oder Carrie-Anne Moss zurückkehren, hat niemand bestätigt. Solange die Freigabe durch Studio und Schwestern offen ist, ist auch alles andere offen.
Lilly Wachowski arbeitet an etwas anderem
Ihre eigene Energie steckt die Regisseurin derzeit in ein Projekt jenseits des Franchise. Sie sucht Finanzierung für „The Hunted”, einen dystopischen Politthriller, der ausschließlich mit trans Darstellerinnen und Darstellern besetzt werden soll. Auch das ist Science-Fiction – nur eben ohne grünen Zeilenregen.
Für Fans der Reihe bleibt damit ein Zwischenstand mit Perspektive: Ein fünfter Teil ist möglich, ein starker Regisseur sitzt am Drehbuch, und der neue Konzern hat ein Zieljahr im Blick. Bis mindestens 2029 bleibt „Matrix Resurrections” aber das letzte Wort der Reihe.
Darum geht's
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.













