
„Onslaught” ist ein Action-Horrorfilm von Adam Wingard nach einem Drehbuch von Simon Barrett, den die beiden als dritten Teil einer losen Trilogie mit „You’re Next” (2011) und „The Guest” (2014) verstehen. „Onslaught” startete am 3. September 2026 über Plaion Pictures in den deutschen Kinos, blieb in den USA weit unter seinem Budget und ist dort seit dem 6. Oktober 2026 digital zu leihen und zu kaufen.
Handlung
Celeste ist eine ehemalige Scharfschützin der US-Armee und verwaltet einen abgelegenen Trailerpark für Veteranen in New Mexico, in dem sie zurückgezogen lebt. Eine posttraumatische Belastungsstörung aus ihrer Dienstzeit hat sie von ihrer siebenjährigen Tochter Daisy getrennt, die beim Vater aufwächst. Als ein beruflicher Notfall den Ex-Mann zwingt, das Kind unangekündigt bei ihr abzusetzen, ist Celeste auf ein Wochenende als Mutter denkbar schlecht vorbereitet.
Zur selben Zeit schließt der Wissenschaftler Dr. Hans Kammler in einer geheimen Anlage ganz in der Nähe seine Experimente an drei Supersoldaten ab, die er für einen privaten Militärdienstleister entwickelt. Die drei brechen aus und ziehen eine Spur der Verwüstung durch die Gegend – darauf programmiert, jeden zu töten, der ihnen in den Weg kommt. Ein Countdown von zwölf Stunden läuft auf das Massaker zu, und der Weg der Killer führt schließlich zu dem Trailerpark, in dem Celeste und Daisy die Nacht verbringen.
Wingard erzählt das als Genre-Mischung, die zwischen harter Action, Splatter und Komik hin- und herspringt, untermalt von einem an die achtziger Jahre angelehnten Soundtrack; die Musik stammt von Matthew Pusti. Eine Titelsequenz führt zu Beginn rückwärts durch mehrere amerikanische Kriege bis zur Operation Paperclip, mit der die USA nach dem Zweiten Weltkrieg deutsche Wissenschaftler ins Land holten – der Schlüssel zu Kammlers Herkunft.
Besetzung
Adria Arjona spielt die Hauptrolle der Celeste. Dan Stevens ist als Dr. Hans Kammler zu sehen – nach Wingards Worten ein Nachfahre des realen gleichnamigen NS-Funktionärs, der bei Kriegsende verschwand –, Rebecca Hall als seine Frau Hanna. Drew Starkey spielt Cyrus, den Anführer eines Aufräumkommandos, UFC-Kämpfer Alex Pereira einen der drei Supersoldaten, den Butcher. Reginald VelJohnson ist Celestes Nachbar Josiah, Eric Wareheim der örtliche Sheriff Kovacks und Michael Biehn der Regierungsmann Baylor, der Kammlers Arbeit im Blick behält. Daisy wird von Blake Kennedy gespielt, Celestes Ex-Mann Griffin von Jacob Scipio.
Arjona hat die Figur mitentwickelt, wie sie The Hollywood Reporter erzählte: Celestes Angewohnheit, sich in Stressmomenten den Ring in den Unterarm zu drücken, entstand im Gespräch mit ihrem Partner Jason Momoa – ebenso die Idee, dass es der alte Verlobungsring ohne Stein ist, weil Celeste den Diamanten längst versetzt hat. Zum ersten Treffen mit Wingard fuhr Arjona in ihrem eigenen Ford F-150 von 1979 vor, genau dem Wagentyp, den sich Wingard für Celeste vorgestellt hatte. Im Film ist am Ende nicht ihr eigener Pickup zu sehen: Die knallorange Lackierung hätte die Kameraarbeit erschwert.
Einordnung in die Reihe
„Onslaught” ist keine Fortsetzung im üblichen Sinn, spielt aber in derselben Welt wie „The Guest” (2014). Der Film ist rund um die Kleinstadt Moriarty in New Mexico angesiedelt, wo schon „The Guest” spielte, und die geheime Anlage, in der Kammler arbeitet, hängt laut Wingard mit dem Stützpunkt zusammen, aus dem Dan Stevens’ Figur David Collins zu Beginn von „The Guest” (2014) geflohen war. Stevens ist damit in beiden Filmen zu sehen, in zwei verschiedenen Rollen. Gemeinsame Figuren gibt es keine, doch Wingard sieht die drei Filme nach eigener Aussage als Trilogie, thematisch und zum Teil auch wörtlich. Mehr dazu in unserem Artikel zur KPG-Verbindung zwischen den Filmen.
Ursprünglich planten Wingard und Barrett eine direkte Fortsetzung von „The Guest” (2014), in der Lance Reddicks Figur Major Carver zurückkehren sollte. Nach Reddicks Tod im März 2023 verwarfen sie den Plan; aus dem Stoff wurde „Onslaught”. Drew Starkeys Cyrus übernimmt nach Wingards Worten die Funktion, die Carver damals hatte.
Für Wingard ist der Film zugleich die Rückkehr zum kleinen Format. Nach „Godzilla x Kong: The New Empire” trennte er sich vom MonsterVerse, weil sich der Zeitplan für „Godzilla x Kong: Supernova” nicht mit „Onslaught” vereinbaren ließ; hier hatte er erstmals offiziell das letzte Wort über den Schnitt. Als Vorbereitung ließ er Arjona „Aliens - Die Rückkehr” und „Terminator” sehen – mit Michael Biehn steht ein Darsteller vor der Kamera, der in beiden Klassikern eine zentrale Rolle spielte.
Wie es weiterging
Die Kritiken fielen gemischt aus. Bei Rotten Tomatoes kommt „Onslaught” auf 59 Prozent positive Besprechungen bei 138 Kritiken (Stand: 13. Oktober 2026); gelobt werden die handgemachten Gore-Effekte und die stilsichere Action, bemängelt wird eine Geschichte, die nicht hält, was der Titel verspricht. Variety nannte den Film unterhaltsam, aber zerfahren – und zugleich die ästhetisch ausgereifteste Arbeit von Wingard und Barrett.
An den Kinokassen blieb „Onslaught” weit hinter seinem Budget von 15 Millionen Dollar zurück, das Deadline beziffert. Am ersten US-Wochenende spielte der Film laut The Numbers rund 1,9 Millionen Dollar ein, am zweiten kamen nach Angaben von Deadline nur noch 278.000 Dollar hinzu. Anfang Oktober stand „Onslaught” in Nordamerika bei rund 3,3 Millionen Dollar, weltweit bei knapp 3,5 Millionen Dollar.
In den USA ist „Onslaught” seit Dienstag, dem 6. Oktober 2026, digital zum Leihen und Kaufen erhältlich. Eine Fortsetzung ist nicht angekündigt. Wingard hält sich die Welt des Films aber ausdrücklich offen: Die im Film nur beiläufig erwähnte Priapus-Gruppe soll laut The Hollywood Reporter etwas vorbereiten, das später eine Rolle spielt, und auch mit Michael Biehn hat er nach eigener Aussage weitere Pläne.
Eine ehemalige Army-Scharfschützin muss ihre siebenjährige Tochter vor drei Supersoldaten schützen, die aus einer geheimen Militäranlage in New Mexico ausgebrochen sind und das Umland verwüsten. Der Film spielt überwiegend in einer Nacht in einem abgelegenen Trailerpark für Veteranen.
Adria Arjona spielt die Hauptrolle der Celeste. In weiteren Rollen sind Dan Stevens, Rebecca Hall, Drew Starkey, Alex Pereira, Reginald VelJohnson, Eric Wareheim und Michael Biehn zu sehen. Regie führte Adam Wingard, das Drehbuch schrieb Simon Barrett.
Der Film kam am Donnerstag, dem 3. September 2026, über Plaion Pictures in die deutschen Kinos, einen Tag vor dem US-Start. Die FSK hat ihn ab 16 Jahren freigegeben, er dauert 92 Minuten. In den USA ist er seit dem 6. Oktober 2026 digital erhältlich.
Nein. „Onslaught” erzählt eine eigenständige Geschichte mit neuen Figuren. Der Film spielt aber in derselben Welt wie „The Guest” (2014), und Adam Wingard versteht ihn als Abschluss einer losen Trilogie – wer die beiden früheren Filme kennt, entdeckt Querverbindungen.
Bislang ist keine angekündigt. Regisseur Adam Wingard hat aber angedeutet, dass er die Welt des Films und der früheren Werke „The Guest” (2014) und „You’re Next” (2011) weiter erkunden will.
Trailer
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Besetzung & Stab
- Regie
- Adam Wingard






