Ahsoka Staffel 2: Filoni bestätigt die Mortis-Götter
Dave Filoni bestätigt gegenüber Empire: Die Mortis-Götter aus The Clone Wars spielen in Staffel 2 von „Ahsoka“ eine Rolle. Start ist der 20. Januar 2027 auf Disney+.
Der Cliffhanger aus dem Finale der ersten Staffel bekommt eine Antwort: Dave Filoni hat bestätigt, dass die Mortis-Götter in Staffel 2 von „Ahsoka” eine Rolle spielen. „Es ist definitiv ein Thema”, sagte der Lucasfilm-Chef dem britischen Magazin Empire.
Damit holt die Serie eine der esoterischsten Ideen des Franchise in die Realverfilmung. Die Mortis-Götter stammen aus „Star Wars: The Clone Wars” und verkörpern die Macht selbst – bislang tauchten sie in „Ahsoka” nur als riesige Statuen auf dem Wüstenplaneten Peridea auf, auf einer davon stand Baylan Skoll in der Schlussszene. Staffel 2 startet am 20. Januar 2027 auf Disney+, in Deutschland am selben Tag.
Filoni: Glauben oder nicht glauben
Filoni beschreibt den Umgang mit den Göttern weniger als Effektnummer denn als Prüfung für die Hauptfigur. „Worum es geht, ist: Wirst du daran glauben oder nicht? Und was ist die Gefahr, wenn es echt ist? Wie setzt du deine Ziele dann?”, sagte er Empire. „Was würde ein Jedi tun, und was ein normaler Mensch? Diese Fragen kommen im Lauf der Staffel auf.”
Für Ahsoka Tano ist das kein Nebenschauplatz. Sie hat die drei Wesen in „Star Wars: The Clone Wars” selbst getroffen und wurde dort von der Tochter zurück ins Leben geholt, nachdem der Sohn sie getötet hatte. Eine Figur, die das erlebt hat, kann die Frage nach der Echtheit der Mortis-Götter schlecht offenlassen – und genau darauf zielt Filonis Formulierung. Wer die animierten Folgen nicht kennt, muss sie laut Filoni trotzdem nicht nachholen: Die Serie soll für sich funktionieren.
Wer die Mortis-Götter sind
Der Vater, der Sohn und die Tochter bilden eine Trinität, die George Lucas für die dritte Staffel von „Star Wars: The Clone Wars” erfand. Über drei Folgen geraten Anakin Skywalker, Obi-Wan Kenobi und Ahsoka auf dem Planeten Mortis zwischen die drei Gestalten: Der Sohn steht für die dunkle Seite, die Tochter für die helle, der Vater hält das Gleichgewicht. Ob sie Götter sind, Metaphern oder etwas dazwischen, lässt die Handlung bewusst offen.
„Es war so überraschend, als George diese archetypischen Götterfiguren geschaffen hat”, sagt Filoni. „Was haben wir da in Clone Wars untersucht? Was war die Metapher? Vieles davon handelt von Macht – davon, was man mit ihr anstellt und wie man sie einsetzt. Für einen Jedi ist das ein ganz natürlicher Erzählpfad.” Es wäre nach der Welt zwischen den Welten aus Staffel 1, die aus „Star Wars Rebels” stammt, der zweite große Mythologie-Import der Serie.
„Der Ton verschiebt sich”
Zwischen dem Ende der ersten Staffel und dem Start der zweiten liegen mehr als drei Jahre. Wie sich „Ahsoka” in dieser Zeit verändert hat, beschrieb zuvor schon Eman Esfandi, der Ezra Bridger spielt, im Podcast The Moviegoers Society. Esfandi kündigt einen deutlich härteren Ton an: „Der Ton verschiebt sich”, sagt er. „Es ist viel intensiver. Es ist viel mehr Action. Es gibt viel mehr zu bewältigen.”
Über die Handlung wollte er nichts verraten – wohl aber, dass sein Ezra „deutlich mehr” zu sehen sein wird als in Staffel 1. Das ist mehr als Höflichkeit gegenüber der eigenen Rolle. Ezra tauchte in Staffel 1 erst in den späten Folgen auf, nachdem die Handlung nach Peridea geführt hatte, und kam über ein Wiedersehen kaum hinaus. Am Ende kehrte er ausgerechnet gemeinsam mit Thrawn in die Hauptgalaxie zurück – eine Konstellation, die Staffel 2 auflösen muss.
Sieben Monate in den Pinewood Studios
Gedreht wurde nicht mehr wie bei Staffel 1 größtenteils in Los Angeles, sondern in den Pinewood Studios bei London. Für Esfandi war es nach eigener Aussage „das größte Projekt”, an dem er je beteiligt war, und das erste, für das er sieben Monate lang im Ausland gelebt hat. Der Ortswechsel ist keine Kleinigkeit: Er verschiebt eine Serie, die bislang als kalifornische Produktion lief, in dieselben Hallen, in denen ein Großteil der britischen Star-Wars-Produktionen entsteht.
Dass überhaupt so viel Zeit vergangen ist, führt Esfandi auf die Streiks von 2023 zurück. Während der Ausstand lief, habe niemand im Ensemble gewusst, ob es überhaupt eine zweite Staffel geben werde. Wie aufwendig der Dreh war, macht er an Rosario Dawson fest: drei bis vier Stunden Maske vor jedem Drehtag, danach ein Zehn- bis Zwölf-Stunden-Tag und eine weitere Stunde, um die Maske wieder abzunehmen.
Was noch offen bleibt
Neben Mortis steht der zweite große Faden aus dem Finale: Thrawn ist zurück in der bekannten Galaxis und sammelt seine Streitkräfte gegen die Neue Republik. Dazu kommt eine Besetzungsfrage, die die Serie nicht umgehen kann – die Rolle des Baylan Skoll musste nach dem Tod von Ray Stevenson neu besetzt werden. Beides zusammen erklärt, warum „viel mehr zu bewältigen” mehr sein dürfte als eine Floskel.
Einen Trailer oder ein offizielles Bild aus Staffel 2 gibt es bislang nicht, und Lucasfilm hält sich zur Handlung bedeckt. Für das Star-Wars-Jahr 2027 ist die Serie trotzdem gesetzt: Sie eröffnet es im Januar, im Mai folgt „Star Wars: Starfighter” mit Ryan Gosling in den deutschen Kinos, und dazwischen wird der erste Film 50 Jahre alt. Eine Einordnung aller Serien des Franchise steht in unserer Übersicht der Star-Wars-Serien.
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