Paramount entwickelt Realfilm zu „Cyberpunk 2077“ mit Transformers-Produzent Lorenzo di Bonaventura
Night City kommt ins Kino: Paramount entwickelt einen Live-Action-Film im Universum von „Cyberpunk 2077“. Produziert wird er von Lorenzo di Bonaventura und CD Projekt Red, Regie und Besetzung fehlen noch.
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Night City kommt ins Kino. Paramount Pictures entwickelt einen Realfilm, der im Universum von „Cyberpunk 2077” spielt, wie Deadline berichtet. Produziert wird er von Lorenzo di Bonaventura, der bei Paramount seit fast zwei Jahrzehnten die „Transformers”-Reihe verantwortet, gemeinsam mit CD Projekt Red. Das polnische Studio hat das Rollenspiel entwickelt und hält die Rechte an der Marke.
Viel mehr steht noch nicht fest. Weder ein Regisseur noch ein Drehbuchautor ist an Bord, eine Besetzung gibt es nicht, und einen Starttermin hat Paramount ebenfalls nicht genannt. Das Projekt befindet sich in einem frühen Entwicklungsstadium.
Kein Nacherzählen des Spiels
Auffällig ist die Formulierung: Es handle sich um einen Film, der im Cyberpunk-2077-Universum angesiedelt ist. Das lässt offen, ob der Film die Geschichte des Spiels erzählt oder eine eigene. Im Spiel steuert man den Söldner V durch Night City, eine Megastadt in einem dystopischen Kalifornien, in der Konzerne wie Arasaka faktisch herrschen und Körpermodifikationen zum Alltag gehören.
V trägt einen Biochip im Kopf, auf dem das digitale Bewusstsein des Rockstars und Terroristen Johnny Silverhand gespeichert ist – und das beginnt, V zu überschreiben. Gespielt wird Silverhand im Spiel von Keanu Reeves. Ob Reeves auch im Film auftaucht, ist offen; eine Beteiligung hat bislang niemand angekündigt. Ebenso offen ist, ob Idris Elba eine Rolle spielt, der in der Erweiterung „Phantom Liberty” den Agenten Solomon Reed verkörpert.
Ein Spiel mit 40 Millionen Käufern
Die Vorlage ist eine der erfolgreichsten Rollenspielmarken der vergangenen Jahre. „Cyberpunk 2077” hat sich seit dem Erscheinen im Dezember 2020 mehr als 40 Millionen Mal verkauft, die Erweiterung „Phantom Liberty” weitere 15 Millionen Mal. Dabei war der Start holprig: Zum Release kämpfte das Spiel mit zahlreichen technischen Problemen, erst Jahre der Nachbesserung machten es zum Erfolg.
Erzählt wurde Night City außerhalb des Spiels bislang einmal: in der Anime-Serie „Cyberpunk: Edgerunners”, die 2022 bei Netflix startete. Das japanische Animationsstudio Trigger setzte sie unter der Regie von Hiroyuki Imaishi um, der auch hinter „Kill la Kill” steht. Der Realfilm wäre nach der Serie die zweite Adaption der Marke – und die erste mit echten Schauspielern.
Paramounts Videospiel-Offensive
Für Paramount ist „Cyberpunk 2077” nur ein Baustein. Das Studio hat bereits die „Sonic the Hedgehog”-Reihe im Kino etabliert und koproduziert mit Legendary die Neuverfilmung von „Street Fighter”, die am 16. Oktober in den US-Kinos startet. Dazu kommt ein Film zu „Call of Duty”, den Peter Berg inszeniert und gemeinsam mit Taylor Sheridan schreibt, Start 2028.
Dass Hollywood Spieleverfilmungen inzwischen als verlässliche Bank sieht, hat Gründe: Serien wie „The Last of Us” und „Fallout” waren große Erfolge, „Der Super Mario Bros. Film” spielte mehr als 1,3 Milliarden Dollar ein. Ob „Cyberpunk 2077” in diese Reihe passt, hängt jetzt vor allem davon ab, wen Paramount für Regie und Drehbuch gewinnt.
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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