James Bond / Bond 26

Finale Screentests für Bond 26: Jack Lowden und Callum Turner sollen um 007 vorsprechen

Die letzten Screentests für den neuen James Bond stehen an: Laut Deadline beginnen sie schon am Freitag. Jack Lowden, Callum Turner und Josh O'Connor sollen dabei sein – Jacob Elordi nicht.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·Aktualisiert ·8 Min. Lesezeit
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Finale Screentests für Bond 26: Jack Lowden und Callum Turner sollen um 007 vorsprechen
MGM

Die Suche nach dem neuen James Bond geht in die letzte Runde. Amazon MGM Studios lässt die finalen Kandidaten für Bond 26 vor die Kamera: Die entscheidenden Screentests sollen schon an diesem Freitag beginnen und sich über die kommende Woche ziehen, wie Deadline exklusiv berichtet. Im Rennen sollen Jack Lowden und Callum Turner sein, nach Deadline-Informationen außerdem Josh O'Connor. Bestätigt hat das Studio keinen Namen.

Damit nähert sich die Besetzung, über die seit Monaten spekuliert wird, ihrem Ende. Wer die Rolle übernimmt, soll nach dem Zeitplan des Studios noch in diesem Jahr feststehen, damit die Dreharbeiten zu Denis Villeneuves Reboot 2027 beginnen können.

Screentests in London: Stunts, Kamera, Dialog

Laut Deadline gingen an mindestens vier Schauspieler Angebote für einen Screentest; drei von ihnen sollen Lowden, Turner und O'Connor sein, der vierte Name ist nicht bekannt. Die Tests waren ursprünglich für Anfang Oktober geplant, wurden aber wegen Terminkonflikten der Finalisten ans Monatsende geschoben, damit alle im selben Zeitraum vorsprechen können. Gedreht wird in London. Nach Informationen von The Hollywood Reporter bestehen die Tests aus drei Teilen: Stunts, Präsenz vor der Kamera und Dialogszenen.

Mindestens ebenso aufschlussreich ist, wer nicht dabei ist. Jack O'Connell („Sinners”) war als Kandidat gehandelt worden, testet nach Informationen von The Hollywood Reporter aber nicht. Auch Jacob Elordi, zuletzt einer der meistgenannten Favoriten, steht demnach nicht auf der Liste. Amazon MGM verweist auf Nachfrage weiter auf sein Statement vom Frühjahr: Man werde Neuigkeiten teilen, sobald der richtige Zeitpunkt gekommen sei.

Einen Termin für die Verkündung gibt es nicht. In der Branche wird mit einer Entscheidung bis Jahresende gerechnet. Gary Oldmans Behauptung vom September, die Wahl sei längst getroffen, wirkt vor diesem Hintergrund überholt. Vor zwanzig Jahren setzte sich in derselben Phase Daniel Craig unter anderem gegen Henry Cavill durch.

Steven Knight: Die erste Drehbuchfassung steht

Bevor die Vorsprechen beginnen konnten, musste eine Bedingung erfüllt sein: Das Drehbuch liegt in erster Fassung vor. Steven Knight hat das im britischen Sender Greatest Hits Radio bestätigt, wo ihn Moderatorin Zoe Ball fragte, ob der Entwurf durch sei. Knights Antwort fiel so knapp wie eindeutig aus: „Ich nicke stumm.”

Mehr Details wollte der „Peaky Blinders”-Schöpfer nicht preisgeben, von der Aufgabe schwärmte er dafür umso offener: „Ich liebe es, daran zu arbeiten. Es ist eine Ehre, gefragt worden zu sein. Und ich glaube, es wird so gut. Ich glaube wirklich, es wird großartig.” Der Auftrag sei für ihn „mehr als eine Bucket List”.

Das ist mehr als eine Randnotiz, weil das Studio die Reihenfolge selbst so festgelegt hatte: erst das Buch, dann die entscheidenden Vorsprechen. Mit dem fertigen Entwurf war der Weg für die Screentests frei, die jetzt anstehen.

Gary Oldman rudert zurück: „Ich weiß es nicht”

Oldman hatte seine vielzitierte Aussage bereits im September selbst eingeordnet. Bei einer Visionaries-Session des Filmfestivals in Toronto stellte er gegenüber Moderator Josh Horowitz klar, dass er den neuen 007 gar nicht kennt: „Es stehen sechs Leute auf einer engeren Liste. Ich habe ein Gerücht gehört, dass sie James Bond ausgewählt haben, aber sie haben es noch nicht verkündet, was ihr gutes Recht ist. Ich weiß also nicht, wer die Rolle bekommen hat – aber ich hoffe, es ist Jack.”

Damit war die Lesart vom Tisch, Oldman habe die Besetzung von Jack Lowden ausgeplaudert. Dass Lowden nun tatsächlich zu den Finalisten gehören soll, gibt Oldmans Daumendrücken immerhin eine Grundlage. Auf die Frage, ob er selbst einen Bond-Bösewicht spielen würde, antwortete Oldman trocken: „Finger weg von Drogen und Bond-Schurken.”

Seine Verschwiegenheit hat er sich nach eigenen Worten hart erarbeitet. Einst habe er vorab die Freigabe von „The Dark Knight Rises” ausgeplaudert und sich dafür eine Rüge eingefangen. Selbst wenn er den Namen wüsste, sagte er, würde er ihn nicht verraten – er habe schließlich ein rotes Telefon zu den „Bond-Leuten”.

Gary Oldman: „Sie haben ihre Wahl getroffen”

Anfang September hatte Gary Oldman die Debatte neu entfacht. In einem Interview mit dem kanadischen Fernsehformat „The Morning Show” sagte der Schauspieler, die Entscheidung sei längst gefallen. Es werde gemunkelt, sein Kollege aus der Apple-Serie „Slow Horses”, Jack Lowden, stehe auf der engeren Liste: „Wir werden es ziemlich bald erfahren, oder? Denn sie haben ihn ausgewählt. Sie haben ihre Wahl getroffen, sie haben sie nur noch nicht verkündet. Ich drücke Jack die Daumen.”

Oldman ist an der Produktion nicht beteiligt, seine Aussage war also kein offizieller Stand, sondern die Einschätzung eines gut vernetzten Kollegen. Amazon MGM Studios hat sich dazu nicht geäußert.

Steven Knight verweigert das Dementi

Interessanter als die Behauptung selbst war, wie ein tatsächlich Beteiligter darauf reagierte. Drehbuchautor Steven Knight wurde im Programm „Today” von BBC Radio 4 gefragt, ob die Besetzung feststehe. „Ich kann über dieses Thema nicht sprechen. So gern ich es auch täte”, antwortete Knight lachend – und fügte an, er empfinde die Arbeit an Ian Flemings Spion für Amazon MGM Studios als seine „Pflicht für König und Vaterland”.

Auf die Nachfrage, ob er beim Schreiben denn wisse, wer den Agenten spielt, wurde er deutlicher: „Es macht das Leben ein bisschen leichter, wenn man weiß, wer diese Person ist. Aber man muss die Figur schreiben, nicht den Schauspieler.” Als die Moderatorin ein drittes Mal nachhakte, ob man es ihm vor Beginn der Arbeit gesagt habe oder erst mittendrin, lachte Knight nur: „Ich verweise auf meine vorherige Antwort.”

Nebenbei verriet Knight, woran er sich beim Schreiben orientiert: „Bond ist sein eigenes Universum, sein eigenes Franchise. Es gibt bestimmte Regeln. Natürlich muss man die Reihe weiterentwickeln, aber ich mag, wo sie steht. Ich mag, dass sie britisch ist. Ich mag, dass sie nicht DC oder Marvel ist.” Wer auf einen 007 im Superhelden-Maßstab gehofft hatte, bekam hier eine erste Absage.

Nina Gold sucht den neuen 007

Den ersten harten Schritt hatte das Studio im Mai gemacht: Nina Gold ist als Casting-Direktorin an Bord. Amazon MGM bestätigte den Stand am 14. Mai 2026 über den offiziellen 007-Kanal mit einem knappen Satz – die Suche nach dem nächsten James Bond laufe, Details werde man während des Castings nicht kommentieren. Zuerst berichtet hatte Variety.

Gold ist keine beliebige Wahl. Sie hat „Game of Thrones” und die Netflix-Serie The Crown besetzt, dazu fünf Filme des Star-Wars-Franchise, und war zuletzt für „Hamnet” für den erstmals vergebenen Casting-Oscar nominiert. Sie arbeitet direkt mit Regisseur Denis Villeneuve und den Produzenten Amy Pascal und David Heyman zusammen.

Von der ersten Runde im August zu den Screentests

Wie Deadline im Sommer berichtete, hatte Villeneuve Schauspieler persönlich angerufen, um ihnen mitzuteilen, dass sie in die entscheidende Casting-Runde gekommen sind. Diese erste Runde lief im August, danach verkleinerten Studio, Produzenten und Regisseur die Liste und verhandelten im September die Angebote für die Screentests. Oldman sprach zwischenzeitlich von sechs Namen auf der engeren Liste – übrig geblieben sind nach den aktuellen Berichten drei bis fünf.

Der Zeitplan dahinter ist das eigentlich Interessante. Das Studio will seinen Darsteller bis Ende 2026 haben, damit die Produktion 2027 anlaufen kann. Ein Kinostart vor 2028 ist damit praktisch ausgeschlossen. Vor den Vorsprechen sollten Villeneuve und Drehbuchautor Steven Knight das Buch fertig haben – die Reihenfolge war dem Studio wichtiger als Tempo.

Wer schnappt sich die Lizenz zum Töten?

Bestätigt ist weiterhin kein einziger Name. Im Sommer hatte Deadline Harris Dickinson, Callum Turner und Jacob Elordi als Schauspieler genannt, die dem gesuchten Profil entsprechen. Turner hat es nach den aktuellen Berichten in die Endrunde geschafft, Elordi dagegen nicht; Dickinson taucht in den neuen Meldungen nicht auf. Ältere Gerüchte um Louis Partridge spielen keine Rolle mehr.

Villeneuve selbst hatte früh durchblicken lassen, dass er einen nicht allzu bekannten britischen Darsteller bevorzugt – das passt zu Lowden, Turner und O'Connor, die alle drei Briten sind und noch keine große Franchise-Hauptrolle getragen haben. Wer bislang die Lizenz zum Töten hatte, von Sean Connery bis Daniel Craig, findest du in unserer Übersicht aller James-Bond-Filme.

Ein kreatives Dreamteam für den neuen 007

Auf der CinemaCon bestätigte das Studio, dass die Suche nach dem perfekten Darsteller ohne Zeitdruck abläuft. Courtenay Valenti, Head of Film bei Amazon MGM Studios, unterstreicht das tiefgreifende Verantwortungsgefühl gegenüber der gefeierten Filmreihe.

Wir nähern uns der Entscheidung mit einem tiefen Respekt vor der Figur und dem Franchise. Die Möglichkeit, das nächste Kapitel zu formen, ist eine große Verantwortung, die wir ernst nehmen.

Um das Erbe fortzusetzen, vereint das Studio ein Top-Team: Regisseur Denis Villeneuve übernimmt die Inszenierung, unterstützt von den Produzenten Amy Pascal und David Heyman sowie der Ausführenden Produzentin Tanya Lapointe. Das Drehbuch schreibt Steven Knight, der seit dem Sommer 2025 an Bord ist.

Gerüchteküche: KI, 1960er oder Origin-Story?

Während die offizielle Handlung streng unter Verschluss liegt, schießen die Gerüchte in alle Richtungen: Bekommt es der neue Spion mit künstlicher Intelligenz zu tun? Katapultiert uns der Film zurück in ein waschechtes 1960er-Jahre-Setting? Oder erlebst du eine brandneue Origin-Story des Kultagenten?

Belegt ist davon nichts. Fest steht bislang nur, dass der Film Craigs Zeitlinie nicht fortsetzt, sondern die Figur von vorn erzählt – und dass die nächste echte Nachricht die Besetzung sein wird. Nach den Screentests dieser Tage könnte sie schon in den nächsten Wochen kommen.

Darum geht's

scifiscene bei Google folgen

Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.

Als bevorzugte Quelle