„Ich fühle mich so gesehen“: Ruaridh Mollica über seinen bisexuellen Tommy in „VisionQuest“
Ruaridh Mollica spielt in VisionQuest Tommy Maximoff – als bisexueller Schauspieler eine bisexuelle Figur. Im Variety-Interview erzählt er, warum Tommy Schottisch spricht und dass Joe Locke als Billy zurückkehrt.
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Spoiler-Hinweis: Der Text nennt Details aus den ersten beiden Folgen von „VisionQuest”.
Ruaridh Mollica spielt in „VisionQuest” Thomas Shepherd alias Tommy Maximoff – und damit als bisexueller Schauspieler eine bisexuelle Figur im MCU. „Ich finde, Marvel hat das großartig gemacht, indem sie für diese Rolle einen bisexuellen Schauspieler besetzt haben, und es ist eine solche Ehre, das im MCU darzustellen”, sagt der 26-Jährige im Interview mit Variety. „Ich fühle mich so gesehen.”
Tommy flirtet mit einer Frau – und bleibt bisexuell
In der Serie wird Tommy nicht dabei gezeigt, wie er sich für Männer interessiert. Darüber sei auch gesprochen worden, erzählt Mollica. Tommy flirte mit Lisa Molinari, „aber ich glaube, gerade dadurch fühle ich mich als Bisexueller noch mehr gesehen. Denn genau darum geht es: Es geht nicht unbedingt darum, mit wem man zusammen ist, sondern darum, wer man innerlich ist und mit wem man flirten will.” Gemeinsam mit Joe Locke freut er sich über „queere Zwillingsbrüder im MCU”.
Seinen Tommy legt Mollica als Gauner an. In der ersten Folge tritt er als jugendlicher Taschendieb und Trickbetrüger auf den Straßen Londons auf. Als Vorbild nennt Mollica Matt Damons Rolle in „Good Will Hunting”: „Er ist eine Waise. Er hat niemanden. Er musste sich selbst zu dem machen, der er ist, und darin liegt eine Einsamkeit und eine Sehnsucht nach Familie.”
Bettanys Idee: Tommy spricht Schottisch
Beim Screentest in New York mit Paul Bettany und Showrunner Terry Matalas war noch offen, ob Mollica einen amerikanischen oder einen englischen Akzent sprechen sollte. Dann habe Bettany gefragt: „Terry, was halten wir von seinem eigenen Akzent?” Mollica, in Italien geboren und in Edinburgh aufgewachsen, war verblüfft: „Wirklich? Ein Marvel-Superheld kann Schotte sein?”
Der erste schottische Superheld auf der Leinwand ist er trotzdem nicht – das war, wie er selbst nachgeschlagen hat, Richard Madden als Ikaris in „Eternals”. Seinen Akzent behält Mollica auch im nächsten Projekt: Für die Paramount+-Serie „Laird” steht er derzeit an der Seite von Kenneth Branagh vor der Kamera und spielt dessen Sohn. „Von Paul Bettany als Vater zu Ken Branagh als Vater”, sagt er. „Wie ist das möglich?”
Joe Locke kehrt als Billy zurück
Schon zuvor hatte Mollica im Interview mit Entertainment Tonight bestätigt, dass Joe Locke in späteren Folgen der Serie als Billy Maximoff zurückkehrt. Das berichtet ScreenRant. Marvel selbst hat den Auftritt bislang nicht angekündigt, und wann genau Billy auftaucht, verrät Mollica nicht.
Über die gemeinsamen Dreharbeiten sprach Mollica ausführlich. Mit Locke zu drehen sei „großartig” gewesen. Die beiden hätten ihre MCU-Szenen noch vor einem gemeinsamen Theaterstück im Londoner West End gedreht: „Wir haben uns vorher auf einen Kaffee getroffen, um uns kennenzulernen, und waren einfach so aufgeregt. Wir wurden sofort richtig gute Freunde.” Während der Spielzeit hätten sie ein großes Geheimnis mit sich herumgetragen, das nach und nach durchgesickert sei – Fans hätten am Bühnenausgang heimlich MCU-Fanart dabeigehabt.
Wer Billy Maximoff im MCU ist
Billy und Tommy sind die Zwillingssöhne, die Wanda Maximoff in „WandaVision” mit ihrer Magie in Westview erschaffen hatte. Als Wanda den Bann über die Kleinstadt aufhob, schienen beide Jungen mit ihm zu verschwinden. Erst „Agatha All Along” löste 2024 auf, was aus Billy geworden war: Seine Seele lebt im Körper des Teenagers William Kaplan weiter, gespielt von Joe Locke. In den Comics wird aus ihm der Zauberer Wiccan.
Am Ende von „Agatha All Along” machte Billy sich auf die Suche nach seinem Bruder. Den hat in „VisionQuest” nun Vision gefunden: In den ersten beiden Folgen treffen Paul Bettanys neu gebauter Vision und Thomas Shepherd aufeinander, ein junger Mann, der der wiedergeborene Tommy sein könnte. Die Serie erzählt, wie das möglich ist, obwohl Tommy eigentlich ein Produkt von Wandas Magie war.
Eine Familie ohne Wanda
Mit Lockes Rückkehr stünden erstmals Vision und beide Söhne gemeinsam vor der Kamera. Die Mutter fehlt dabei: Elizabeth Olsens Wanda gilt seit „Doctor Strange in the Multiverse of Madness” als tot, und „VisionQuest” hält daran fest. In der Auftaktfolge sagt Vision, Wanda sei unter dem Gewicht eines Berges begraben worden – ein klarer Verweis auf den Einsturz des Bergs Wundagore am Ende des Films.
Wer Billy wiedersehen will, muss also dranbleiben. „VisionQuest” läuft bei Disney+ mit acht Folgen: Die Folgen 3 und 4 erscheinen am 21. Oktober, die Folgen 5 und 6 am 28. Oktober, Folge 7 am 4. November und das Finale am 11. November.
Was noch offen ist
Offen ist, wie groß Billys Rolle ausfällt. Mollica spricht nur von späteren Folgen und von gemeinsamen Szenen, nicht von einem Handlungsbogen. Ob die Brüder in der Serie als Wiccan und Speed auftreten, also mit ihren Comic-Decknamen und Kräften, lässt er ebenfalls offen.
In den Comics gehören beide zu den Gründungsmitgliedern der Young Avengers. Ein solches Team hat Marvel für das MCU bislang nicht angekündigt – auch wenn mit Kate Bishop, Cassie Lang, America Chavez und den Maximoff-Zwillingen inzwischen fast alle Mitglieder eingeführt sind.
Laut Ruaridh Mollica ja: Er bestätigte im Interview mit Entertainment Tonight, dass Joe Locke in späteren Folgen als Billy Maximoff zurückkehrt. Marvel hat den Auftritt noch nicht offiziell angekündigt.
Ruaridh Mollica. Er spielt Thomas Shepherd, der in der Serie der wiedergeborene Tommy Maximoff sein könnte.
Ja. Ruaridh Mollica, selbst bisexuell, spielt Tommy als bisexuelle Figur. In der Serie flirtet Tommy mit Lisa Molinari; für Mollica ändert das nichts daran, wer die Figur ist.
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