Trailer zu Staffel 3: Sauron schmiedet in „Die Ringe der Macht“ den Einen Ring
Prime Video zeigt den offiziellen Trailer zur dritten Staffel von „Die Ringe der Macht“: Sauron vollendet den Einen Ring, Balrog und Ringgeister ziehen in den Krieg. Die ersten vier Folgen starten am 11. November.
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Prime Video hat den offiziellen Trailer zur dritten Staffel von „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht” veröffentlicht – und er zeigt, worauf die Serie seit zwei Staffeln zusteuert: Sauron vollendet den Einen Ring. Die neuen Folgen springen mehrere Jahre über das Ende der zweiten Staffel hinaus, mitten hinein in den Krieg der Elben gegen Sauron. Start ist am 11. November, die ersten vier Folgen erscheinen auf einen Schlag.
Laut der offiziellen Beschreibung von Amazon MGM Studios will der Dunkle Herrscher den Ring schmieden, der ihm im Krieg den entscheidenden Vorteil verschafft: Alle Völker sollen sich seinem Willen beugen, und er will endlich über ganz Mittelerde herrschen. Im Trailer wird daraus ein Kriegspanorama mit Ringgeistern, einem Balrog, Drachen und neuen Kreaturen, die sich durch den Boden graben.
Was der Trailer zeigt: Galadriel gegen die Ringgeister
Der Trailer beginnt über den Lavaströmen von Mordor. Oben im Turm blickt Sauron (Charlie Vickers) ins Feuer: „Ich sehe den Weg zum Sieg so gewiss vor mir”, sagt er, und später: „Ich werde meinen Platz einnehmen – als Eroberer, als Zauberer, als König.” Galadriel (Morfydd Clark) reitet in ein Gefecht mit einem Ringgeist, der sie vom Pferd holt. Bei den Elben warnt Hochkönig Gil-galad (Benjamin Walker), der Feind sei ihnen zahlenmäßig doppelt überlegen.
Gandalf (Daniel Weyman) macht Mut – „Gemeinsam können wir das Blatt wenden” –, Prinz Durin (Owain Arthur) verspricht seinen Zwergen, dass sie nicht allein kämpfen, und Elendil (Lloyd Owen) zieht mit einem eigenen Heer heran. Für Galadriel wird es persönlich: In einem Albtraum fragt Celeborn (Jamie Campbell Bower), ob sie ihm etwas verschweige – und verwandelt sich in Sauron. Am Ende sitzt der Dunkle Herrscher auf seinem Thron, während auf dem fertigen Ring die Inschrift aufglüht. Galadriels letzter Satz: „Wir sind jetzt alle auf dem Weg ins Verderben.”
Die Showrunner J.D. Payne und Patrick McKay hatten die Richtung schon vorab im Gespräch mit Empire vorgegeben. „Wir haben in dieser Staffel einen echten Bösewicht, auf eine ganz andere Art als zuvor”, sagte Payne. McKay ergänzte, die dritte Staffel sei „dunkler, gefährlicher … Niemand ist sicher.”
Folgenplan: Vier Folgen zum Start, Finale am 25. November
Amazon verteilt die acht Folgen der Staffel auf nur drei Termine: Am 11. November erscheinen die ersten vier, am 18. November die Folgen fünf und sechs, am 25. November die beiden letzten. Damit ist die Staffel nach zwei Wochen komplett – deutlich schneller als die zweite Staffel, die 2024 mit drei Folgen startete und danach wöchentlich weiterlief.
Die Serie läuft exklusiv bei Prime Video, in Deutschland am selben Tag wie international. Neu im Ensemble sind unter anderem Eddie Marsan als Zwerg Thrain, Andrew Richardson als Anárion, ein König von Gondor, und Zubin Varla als Ringgeist Khamûl.
Elronds sterblicher Zwilling: das erste Bild von Elros
Elronds Familiengeschichte ist eine der außergewöhnlichsten in Tolkiens Werk – und „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht” hat sie bisher im Hintergrund gelassen. In Staffel 3 ändert sich das: Robert Aramayo spielt neben Elrond auch dessen sterblichen Zwillingsbruder Elros. Das US-Magazin Polygon hat dazu exklusiv das erste Bild veröffentlicht und mit Serienschöpfer J.D. Payne sowie mit Aramayo gesprochen.
Zu sehen ist eine Rückblende – der Moment, in dem Elros seinem Bruder eröffnet, dass er sich für die Sterblichkeit entschieden hat. Bemerkenswert an der Umsetzung: Die Serie zeigt die beiden als eineiige Zwillinge, gleiches Gesicht, nur dass Elros die runden Ohren der Menschen trägt. Bei Tolkien sind sie zwar ausdrücklich Zwillinge, gleich aussehen mussten sie deshalb aber nicht. Die Bilder stammen von Amazon MGM Studios und sind in Polygons Beitrag zu sehen; ganz neu ist die Figur im Bild übrigens nicht – Elros hängt seit Staffel 1 als Wandteppich in Númenor.
Die Rückblende ist eine Erinnerung, kurz bevor Elrond nach Númenor segelt
Die Szene steht nicht für sich. Sie ist als Erinnerung angelegt, der Elrond nachhängt, während er über seine bevorstehende Reise nachdenkt: In Númenor soll er Hilfe im Krieg gegen Sauron holen. Zeitlich liegt das an einem Punkt, an dem Sauron bereits Menschen zu Nazgûl macht, den Einen Ring aber noch nicht geschmiedet hat.
Für Payne und seinen Mit-Showrunner Patrick McKay wurde Elros in dem Moment unumgänglich, in dem sie Elrond nach Númenor schickten. „Elros trifft eine Entscheidung, die sich so sehr von Elronds unterscheidet”, sagt Payne. Elrond trage seit jeher die Trauer, „die Person, die ihm von allen am nächsten stand”, verloren zu haben – die Reise lasse ihn nun buchstäblich in den Schuhen seines Bruders laufen, fast tausend Jahre nach dessen Tod.
Warum Elros ein Mensch wurde
Elrond und Elros sind die Söhne von Earendil und Elwing und damit beide Halbelben. Die Valar stellten den Brüdern eine Wahl, die sonst niemand in Tolkiens Legendarium hatte: zu den Elben zu zählen und deren Unsterblichkeit zu teilen – oder zu den Menschen und deren Sterblichkeit anzunehmen. Elrond wählte die Elben, Elros die Menschen. Aus dessen Geschlecht stammt die Linie, die später Elendil (Lloyd Owen) und dessen Söhne Isildur (Maxim Baldry) und Anarion hervorbringt – und ganz am Ende Aragorn.
Aramayo hat sich die Figur von ihrem Volk her erschlossen: Elros sei den Menschen, die er anführte, sehr nah gewesen, und als sich die Gelegenheit ergab, sie nach Númenor zu führen, habe er sich schlicht für den Geeignetsten gehalten – also teilte er ihr Schicksal. Für Elrond war das ungleich schwerer: Seine Eltern waren zu diesem Zeitpunkt bereits fort, und nun entschied sich auch der Bruder für ein Ende, das ihn ihm zwangsläufig nehmen würde. „Verlust ist ein so großer Teil seiner Reise”, sagt Aramayo. „Es wirkt in ihm ungelöst, diese Entscheidung.”
Was Elrond in Númenor vorfindet
In Staffel 3 trifft Elrond auf ein Königreich, das seinen ersten König in Statuen und Wandteppichen mit sich führt – und das in Elronds Gesicht dessen Bild wiedererkennt. Für einen Elben, der es gewohnt ist, neben Legenden wie Galadriel und Gil-galad zu stehen statt selbst als eine behandelt zu werden, ist das eine merkwürdige Erfahrung. „Ich glaube nicht, dass er damit rechnet, dort hineinzugehen und so verehrt zu werden”, sagt Aramayo.
Schwerer wiegt, was Númenor vergessen hat. Das Königreich ist tief gespalten, die Feindseligkeit gegen Elben hat zugenommen – und gleich bei seiner Ankunft stößt Elrond auf ein Bildnis von Elros, dem man die Elbenohren entfernt hat. „Er hatte erwartet, dass mehr Erinnerungen an seinen Bruder da sind”, sagt Aramayo. „Er dachte, sie wären als Volk stärker mit ihrer Vergangenheit verbunden.” Damit ist Númenor für Elrond nicht bloß ein Bündnispartner, den er braucht: „Númenor ist sein Bruder, so wie Bruchtal Elrond ist. Zu sehen, wo es gerade steht, ist für ihn sehr, sehr schwer.”
Bruchtal taucht erstmals auf – Start am 11. November
Passend dazu bekommt Staffel 3 das Gegenstück zu Númenor zu sehen: Bruchtal erscheint in dieser Staffel zum ersten Mal – jene Zuflucht, die Elrond schafft und beschützt, während sich die Welt um ihn verändert. Aramayo sieht darin Elronds eigentliche Stärke: „Es ist auf seltsame Weise seine Kraft. Bei ihm geht es ums Bewahren und Beschützen.” Dass ihm der Tod so nah ist, erkläre auch, warum er sich mit Wesen versteht, die seine Unsterblichkeit nicht teilen – etwa mit Zwergenkönig Durin.
Die dritte Staffel läuft ab dem 11. November 2026 bei Prime Video, in Deutschland am selben Tag wie international. Der offizielle Teaser zeigt Mittelerde bereits im Kriegszustand: Erzählt wird der offene Aufstieg Saurons, dem die Elben allein wenig entgegenzusetzen haben. Der Griff nach Númenor ist damit keine Nebenhandlung, sondern die Voraussetzung dafür, dass dieser Krieg überhaupt zu gewinnen ist.
Parallel bahnt sich eine Veröffentlichung an, auf die Sammler lange gewartet haben: Staffel 1 und 2 sollen als DVD-, Blu-ray- und 4K-Box sowie als limitiertes Steelbook erscheinen. Die Angaben stammen bislang aus einer vorzeitig sichtbaren Händlerlistung, ein Erscheinungsdatum steht dort nicht – naheliegend wäre das Umfeld des Staffelstarts im November. Offiziell bestätigt hat Amazon die Heimkino-Auswertung bisher nicht.
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