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Jetzt bei Netflix: So fallen die ersten Kritiken zu „Below“ mit Josh Hartnett aus

Die Monsterserie „Below“ läuft jetzt bei Netflix, alle sechs Folgen auf einmal. Variety feiert einen perfekt getakteten Thriller, The Hollywood Reporter sieht einen liebenswert albernen Kreaturenhorror mit starkem Auftakt.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · 13.09.2026 ·Aktualisiert 08.10.2026 ·4 Min. Lesezeit
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Jetzt bei Netflix: So fallen die ersten Kritiken zu „Below“ mit Josh Hartnett aus
Netflix

Das Warten ist vorbei: Seit dem 8. Oktober läuft „Below” bei Netflix, alle sechs Folgen auf einen Schlag. Die Miniserie über ein Fischerdorf auf Neufundland, das von einem Wesen aus der Tiefe heimgesucht wird, ist damit auch in Deutschland abrufbar. In der Hauptrolle: Josh Hartnett. Pünktlich zum Start sind die ersten Kritiken der US-Fachpresse erschienen, und sie fallen freundlicher aus, als es ein Seeungeheuer-Thriller erwarten lässt.

Den Trailer hatte Netflix kurz vor der Weltpremiere beim Toronto International Film Festival veröffentlicht, wie Deadline damals berichtete. Er beginnt mit einem Satz, der den Ton der ganzen Serie setzt: Kurz vor dem Unglück habe jemand etwas im Wasser gesehen.

Was die ersten Kritiken sagen

Variety ist begeistert und nennt „Below” einen „perfekt getakteten Thriller”, der seine Genres meisterhaft verbindet. Hinter dem Meeresmonster stecke eine Geschichte über einen Mann, der sich an eine zerfallende Vergangenheit klammert, über eine trauernde Familie und darüber, wie Gier Monster erschafft. Besonders hervorgehoben wird die vierte Folge, „The Ocean Will Have Us All”. Einziger echter Kritikpunkt: Hartnetts neufundländischer Akzent, den die Rezension als unfreiwillig komisch beschreibt.

Zurückhaltender, aber ebenfalls wohlwollend urteilt The Hollywood Reporter. Die Kritik nennt die Serie einen „liebenswert albernen” Kreaturen-Thriller, irgendwo zwischen „Der weiße Hai” und „Come From Away”. Der Prolog von 1986 gehöre zu den besten Fernsehszenen des Jahres, danach erreiche die Serie dieses Niveau aber nur noch selten. Das Wesen bleibe aus technischen Gründen meist im Dunkeln, die Effekte seien sparsam. Unterm Strich spricht der Reporter von einer angenehmen Überraschung und rät Netflix ausdrücklich davon ab, aus der Miniserie doch noch eine zweite Staffel zu machen.

Ein Wesen vor der Küste Neufundlands

Im Zentrum steht Calvin Penney, ein gutmütiger, sturer Fischer aus dem kleinen Ort Snook’s Arm an der neufundländischen Küste. Calvin trägt seit Jahrzehnten eine offene Wunde mit sich herum: Sein Vater kam 1986 beim Umzug der Familie über die Bucht unter nie geklärten Umständen ums Leben. Als ein nicht identifiziertes Meereswesen beginnt, seine Heimatstadt zu terrorisieren, wird aus dem alten Verlust plötzlich eine sehr gegenwärtige Bedrohung.

Calvin versucht, die eng verzahnte Dorfgemeinschaft zusammenzuhalten und seine Familie zu schützen, während im Ort über eine staatlich geförderte Umsiedlung abgestimmt wird. Unterstützung bekommt er von einer Meeresforscherin, mit der zusammen er dem Wesen auf die Spur kommen will. Dabei fördern die beiden Geheimnisse zutage, die die Insel lieber unter Wasser gelassen hätte. Genau diese Verschränkung aus Kreaturenhorror und Dorfgeschichte unterscheidet die Serie von einem reinen Monsterstück.

Josh Hartnett, Mackenzie Davis und ein Stranger-Things-Gesicht

Josh Hartnett spielt Calvin Penney. Neben ihm steht Mackenzie Davis als Meeresforscherin Fonda Howander — Genre-Publikum kennt sie aus „Blade Runner 2049” und „Terminator: Dark Fate”. Die Rolle von Calvins Sohn Wade übernimmt Charlie Heaton, der als Jonathan Byers in „Stranger Things” bekannt wurde und damit ein zweites Mal in eine Kleinstadt zieht, in der etwas nicht stimmt.

Komplettiert wird das Ensemble von Ruby Stokes als Mary Penney, Rohan Campbell als Jay Penney und Willow Kean als Calvins Schwester Ruth, die Hafenmeisterin des Ortes. Zur Staffelmitte stößt David Wenham als Steve dazu, außerdem ist Natasha Henstridge zu sehen. Erdacht hat die Serie Jesse McKeown, der zuvor an „The Umbrella Academy” mitgearbeitet hat. Hartnett ist zugleich ausführender Produzent.

Sechs Folgen, ein abgeschlossener Fall

„Below” ist als abgeschlossene Miniserie angelegt. Sechs Folgen, die meisten rund 40 bis 45 Minuten lang, ein Fall, ein Ende. Laut The Hollywood Reporter ist der Schluss zwar so gebaut, dass er eine Fortsetzung zuließe, Netflix führt die Serie aber weiterhin als Limited Series. Eine zweite Staffel ist nicht angekündigt.

Was der Trailer andeutete, bestätigen die Kritiken: Die Kreatur dient vor allem als Katalysator, das Wesen bleibt lange im Verborgenen, und die Serie setzt eher auf das, was man nicht sieht, als auf das, was sie zeigt. Wer einen Effekte-Reißer erwartet, wird enttäuscht. Wer eine Kleinstadtgeschichte mit Biss sucht, ist bei „Below” richtig.

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