Remain: Shyamalan zeigt seine Geister-Romanze überraschend vorab – erste Reaktionen feiern Gyllenhaal
Überraschung bei der Beyond Fest: M. Night Shyamalan hat „Remain“ vor einer „Sixth Sense“-Vorführung als Weltpremiere gezeigt. Die ersten Reaktionen sind begeistert. In Deutschland startet der Film am 4. Februar 2027.
Eigentlich sollte an diesem Abend nur ein Klassiker laufen: Die Beyond Fest in Los Angeles hatte eine Retrospektiv-Vorführung von „The Sixth Sense” angesetzt. Vorher aber stand M. Night Shyamalan selbst auf der Bühne und zeigte überraschend seinen neuen Film „Remain” – als Weltpremiere, gut vier Monate vor dem Kinostart. Das berichtet The Hollywood Reporter.
Die ersten Reaktionen aus dem Saal fallen durchweg begeistert aus. In Deutschland startet der übernatürliche Liebesthriller mit Jake Gyllenhaal und Phoebe Dynevor am 4. Februar 2027 in den Kinos, einen Tag vor dem US-Start am 5. Februar.
Was die ersten Zuschauer über „Remain” sagen
Der Kritiker Griffin Schiller, Moderator von FilmSpeak, nennt „Remain” auf X Shyamalan „in seiner ernsthaftesten und aufrichtigsten Form” – eine „herzliche und romantische Rückkehr zu seinen frühen Werken”. Gyllenhaal sei ein „perfekter Shyamalan-Hauptdarsteller, zurückgenommen, aber voller Seele”, Dynevor „magnetisch”. Auch die Musik von James Newton Howard hebt er hervor.
Der Autor und Comedian Josh Levesque beschreibt den Film als „höllisch gruselig und herzzerreißend” zugleich. Der Kritiker AccordingToSeth geht noch weiter: „Remain” sei „anders als alles, was M. Night Shyamalan je gemacht hat” – sein bislang lustigster Film, aber auch „herzzerreißend, herzerwärmend, gruselig, romantisch und einfach wunderschön”. Der Schauspieler und Filmemacher Luke Barnett sagt dem Film an den Kinokassen einen großen Erfolg voraus.
Solche Festival-Reaktionen sind naturgemäß die eines Genre-Publikums, das Shyamalan wohlgesonnen ist, und ersetzen keine Kritiken. Sie passen aber zu dem, was der Regisseur selbst im Frühjahr vor Werbekunden von Warner Bros. Discovery gesagt hatte: „Remain” sei laut The Hollywood Reporter der Film mit den besten Testvorführungen seiner Karriere. Dass Warner ihn Monate vor dem Start einem Festivalpublikum zeigt, spricht für dasselbe Selbstvertrauen.
Der Teaser wechselt nach der Hälfte das Genre
Die ersten anderthalb Minuten des Teasers sehen aus wie eine Sommerromanze: helle Räume, weiche Musik, zwei Menschen, die sich näherkommen. Gyllenhaal spielt den Architekten Tate, der nach einer Behandlung wegen schwerer Depression und in Trauer um seine Schwester an die Küste von Cape Cod kommt. Phoebe Dynevor ist Wren, die Frau, die dort seine sorgfältig geordnete Welt durcheinanderbringt.
Dann kippt der Ton. Wren erscheint im Mondlicht als Gestalt, die verschwindet, sobald Tate das Licht einschaltet. Der Herzschlag auf der Tonspur übernimmt, und aus der Liebesgeschichte wird ein Geisterfilm – genau der Bruch, aus dem Shyamalan seit „The Sixth Sense” seine Filme baut. Was Wren ist und ob Tate das überhaupt begreift, lässt der Teaser bewusst offen.
Wann „Remain” in Deutschland startet
Der deutsche Kinostart liegt auf dem 4. Februar 2027, einem Donnerstag – dem üblichen Starttag hierzulande. In den USA läuft der Film einen Tag später an, am 5. Februar 2027. Ursprünglich war „Remain” laut The Hollywood Reporter bereits für den 23. Oktober 2026 angesetzt; Warner hat ihn bewusst näher an den Valentinstag gerückt.
Der Roman zum Film ist bereits erhältlich: „Remain – Was von uns bleibt” von Nicholas Sparks erschien am 15. Oktober 2025. Wer die Auflösung vorab wissen will, hat also einen Weg – mit der Einschränkung, dass Sparks aus dem gemeinsam entwickelten Stoff seine eigene Version gemacht hat und der Film nicht zwingend denselben Weg nimmt.
Ein Duo, das auf dem Papier nicht zusammenpasst
Shyamalan und Sparks sind eine Kombination, die vor „Remain” niemand auf dem Zettel hatte. Der eine steht für „The Sixth Sense”, „Signs - Zeichen” und „Unbreakable - Unzerbrechlich”, also für Filme, deren letzte fünf Minuten alles Vorherige umdeuten. Der andere schreibt seit „Wie ein einziger Tag” Liebesromane, die verfilmt werden, weil sie zuverlässig funktionieren. Shyamalan führt Regie und schrieb das Drehbuch, die Geschichte haben beide gemeinsam entwickelt.
Beide arbeiten allerdings mit demselben Werkzeug: einer emotionalen Bindung, die stark genug ist, dass ihr Verlust wehtut. Bei Sparks ist der Verlust das Thema, bei Shyamalan der Hebel für die Wendung. Die ersten Stimmen aus Los Angeles deuten an, dass „Remain” genau diese Mischung gelingt – und dass die Frage, ob Wren überhaupt da ist, den Film trägt.
Neben Gyllenhaal und Dynevor spielen unter anderem Julie Hagerty, Ashley Walters und Jay O. Sanders mit. Shyamalans nächster Kinofilm nach „Remain” steht bislang nicht fest.
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