Auf der Suche nach dem verschwundenen Lasher lässt sich Rowan Mayfair mithilfe eines Elixiers in die Welt hinter Julien Mayfairs Victrola ziehen. Sie erhofft sich vom längst verstorbenen Patriarchen Rat, wie sie ihren körperlich gewordenen Ahnen einfangen kann. Doch statt eines mächtigen Verbündeten trifft sie zunächst auf einen verwirrten, gebrechlichen alten Mann, der teilnahmslos vor dem Kaminfeuer döst.
Als Rowan den Eindruck gewinnt, Julien sei nutzlos, bittet sie Moira, sie zurück in die reale Welt zu holen. In diesem Moment schnappt Juliens Falle zu: Wer seine Welt betritt, darf sie nur mit seiner Erlaubnis wieder verlassen. Weil Rowan diese nicht eingeholt hat, spaltet sie sich in zwei Hälften. Ihr emotionales Ich kehrt in die Welt der Lebenden zurück, während ihr rein rationaler, intellektueller Teil bei Julien gefangen bleibt. Die zurückgekehrte Rowan ahnt nichts von der Teilung und fühlt sich lediglich matt von den Ausflügen zwischen den Welten.
Kopf gegen Herz
Julien kann das Mayfair-Haus aus seiner Welt heraus in Form eines winzigen Puppenhauses beobachten. Von dort verfolgen er und die logische Hälfte Rowans, was in der realen Welt geschieht – wohl wissend, dass die Trennung Rowan über kurz oder lang töten wird, was der Handlung ein Zeitlimit gibt. Als Lark auftaucht und die emotionale Rowan mit Fragen zu ihrer ungewöhnlichen DNA konfrontiert, offenbart sie ihm ehrlich ihre wahre Natur als Hexe und ihre Verbindung zu Lasher. Lark nimmt die Enthüllung ohne Zögern an.
Parallel dazu findet Moira heraus, dass Juliens privates Jenseits einem schottischen Pub nachempfunden ist, und taucht in Cortlands verdrängte Erinnerungen ein. Zwar kann sich Cortland zunächst an keine Schottland-Reise mit seinem Vater erinnern, doch Moira fördert das Erlebnis zutage: Als Kind reiste Cortland mit Julien nach Schottland, um seinen Bruder Ian zu besuchen – den er als blutrünstigen, Menschenopfer bringenden Fanatiker in Erinnerung hat.
Von Julien erfährt die logische Rowan derweil mehr über die Familiengeschichte, insbesondere über ihre Urgroßmutter Marguerite, aus deren Tagebuch der Zettel mit dem Wort „Taltos“ stammt. Der Begriff ist mit den schottischen heidnischen Göttern verknüpft. Damit fügt sich zusammen, warum Julien so entschlossen daran arbeitete, Cortland zu korrumpieren und Lashers Wiedergeburt durch Rowan herbeizuführen: Seine Loyalität gilt dem schottischen Erbe der Familie, und Lasher sollte nach Donnelaith gebracht werden.
Am Ende der Folge zeigt sich, dass Albrecht Lasher genau dorthin verschleppt hat – nach Donnelaith in Kilbride, wo laut der logischen Rowan die Mayfair-Familiendestillerie liegt. Mit diesem Wissen können sich Rowans beide Hälften wieder vereinen, und sie kehrt vollständig in die reale Welt zurück. Nun bricht die Gruppe, einschließlich Lark, auf, um Ian zu stellen, der Albrecht die Kehle durchgeschnitten hat, um Lasher für sich zu behalten – und der als neuer Widersacher eine Zeremonie mit den alten Göttern und einem Opfer vorzubereiten scheint.