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Die zweite Staffel setzt kurz nach Lashers Wiedergeburt in menschlicher Gestalt ein. Rowan Mayfair hat ihren Sohn zur Welt gebracht, doch das Kind wächst mit unnatürlicher Geschwindigkeit heran – binnen weniger Tage vom Kleinkind über den Jugendlichen bis zum erwachsenen Mann.
Rowan hat sich mit Lasher in der verbarrikadierten Mayfair-Villa verschanzt. Seit seiner Geburt verfügt sie über seine Kräfte und versucht immer wieder, in seinen Geist einzudringen, um seine Beweggründe zu verstehen – vergeblich. Zugleich wird sie von Halluzinationen ihrer verstorbenen Tante Millie heimgesucht, die sie eindringlich vor Lasher warnt.
Um mehr über die Natur ihres Sohnes zu erfahren, wendet sich Rowan an ihren Ex-Freund, den Genetiker Sam Larkin, der Lashers Erbgut heimlich untersuchen soll. Derweil kehrt Moira Mayfair, eine Schwester der verstorbenen Tessa, in die Stadt zurück, um zu trauern. Die mächtige Hexe, die Gedanken lesen kann, will wissen, warum Lasher ihre Schwester nicht verschont hat. Auch der Talamasca-Agent Ciprien „Sip“ Grieve ist fest entschlossen, Lasher zu fassen.
Der Auftakt endet düster: Lasher kehrt von einem Ausflug ins Nachtleben zurück – nicht allein. Die junge Frau, die er in einem Club kennengelernt hat, ist bereits tot. Als er durch das Fenster entkommt, hat er sich endgültig in einen erwachsenen Mann verwandelt.
Nachdem Lasher in erwachsener Gestalt aus Rowans Keller entkommen ist, wird der wiedergeborene Geist zur wachsenden Bedrohung für die Familie Mayfair. Am Steg vor ihrem Anwesen lernt die tarot-kundige Hexe Gifford den vermeintlichen Fremden kennen und lädt ihn zu sich ein – doch kurz nach der gemeinsamen Nacht stirbt sie an einer inneren Blutung. Es ist nicht der letzte Todesfall, den Lasher in dieser Folge auslöst.
Rowan trifft am Tatort ein und erkennt an ihrer Intuition sowie an einem zurückgelassenen leeren Milchkarton, dass Lasher hier war. Mit ihrer Magie folgt sie seiner Spur in den Wald. Dort muss sie feststellen, dass ihr Sohn nun wieder den alten, erwachsenen Lasher verkörpert. Ihr Versuch, ihn mit dem Versprechen ihrer Liebe nach Hause zu locken, durchschaut er sofort; im folgenden Streit schleudert Rowan Blitze nach ihm, doch er entkommt erneut in die Nacht.
Ihr alter Freund Lark hilft Rowan, Lashers Blut zu untersuchen – mit dem Ergebnis, dass es nicht menschlich ist. Um endlich die Beweggründe ihres Sohnes zu verstehen, entschließt sich Rowan zu einem verzweifelten Schritt und befreit Cortland, ihren zu Stein verwandelten Vater, aus seinem magischen Gefängnis. In dessen Innerem wurde er von der Erscheinung seines strengen Vaters gequält und mit seinen eigenen Verfehlungen konfrontiert. Der Mann, der daraus hervorgeht, ist geläutert – kann Rowan bei Lashers Rätsel aber ebenfalls nicht weiterhelfen.
Unterdessen wirbt der Talamasca-Agent Ciprien „Sip“ Grieve, Rowans Ex-Freund, um die entfremdete Mayfair-Cousine Moira, deren Gabe des Gedankenlesens sie zur Außenseiterin der Familie macht und die Lasher für den Tod ihrer Schwester Tessa hasst. Statt sie mit einem magischen Vertrauens-Zauber zu manipulieren, öffnet Sip ihr seinen Geist, um ihr Vertrauen ehrlich zu gewinnen. Moira bleibt zunächst skeptisch.
Am selben Abend findet Moira ihre Mutter Alicia tot auf dem Sofa: Der geschwächte Lasher hatte sich in deren Haus verirrt, und die betrunkene Frau – seit ihrer Kindheit in ihn verliebt – ereilte dasselbe Schicksal wie die anderen Mayfair-Frauen. Erschüttert ruft Moira instinktiv Sip an – ein erstes Band des Vertrauens zwischen den beiden ist geknüpft.
Rowan schmiedet – mit widerwilliger Hilfe von Cortland – einen Plan, um Lasher zu stellen: Der für ihn unwiderstehliche Duft der Mayfair-Frauen soll ihn ins Haus locken, wo Rowan ihn in einen Bann zwingen will, so wie er es in der ersten Staffel mit ihr getan hatte. Cortland soll die Einladungen an die Familie übernehmen.
Zu Beginn wäscht sich der orientierungslose Lasher an einem Parkbrunnen und trifft auf Felix – einen Vampir aus AMCs Schwesterserie „Interview mit einem Vampir“, der ihn dazu drängt, seine dunkle Natur anzunehmen.
Cortland untergräbt Rowans Plan, indem er den Eingeladenen erzählt, sie würden Lasher treffen – obwohl dessen Aufenthaltsort unbekannt ist. Damit zwingt er Rowan in eine Zwickmühle: Sie muss die Familie bei Laune halten und zugleich jede aufkommende Krise lösen. Ihre einzige mögliche Verbündete ist Moira, die von der Talamasca zur Teilnahme überredet wurde und dank ihrer Gedankenlese-Fähigkeit fast von Rowans guten Absichten überzeugt wird.
Verschwiegen hat Cortland, dass bestimmte Mayfairs seinetwegen fernbleiben – darunter Dolly Jeans Schwester Evelyn, die eine Bar betreibt, in die Lasher zuvor gestolpert war. Dort versucht Lasher, seine dunkle Seite auszuleben, wird gegenüber Evelyn aufdringlich und schließlich gewalttätig; im Handgemenge mit ihr und ihrem Sohn David zieht er den Kürzeren und macht sich beschämt auf den Heimweg.
Damit muss Rowan den Anwesenden eröffnen, dass Lasher der Mörder ihrer Verwandten ist. Als Jojo und Daphne fluchtartig gehen wollen, hält die durch Lashers Nähe plötzlich übermächtige Rowan sie versehentlich in einem Bann fest – für ihr Ansehen in der Familie ein Desaster.
Auf Moiras Drängen tritt Rowan schließlich nach draußen, um Lasher zu stellen. Doch Sip und die Talamasca greifen mit einem gasförmigen Betäubungsmittel aus einem Gerät ein. Rowan geht dazwischen, bricht bewusstlos zusammen – und die Talamasca schleppt den verletzten Lasher fort.
Die Folge beginnt mit einem Traum Rowans über ihre Vergangenheit mit Lark: Die beiden trennten sich vor Jahren, weil Lark sich ohne ihr Wissen für eine Stelle in New York beworben hatte. In der Gegenwart bittet Moira sie, die Lage um Jojo und Daphne zu lösen, doch ohne Lasher sind Rowans Kräfte zu schwach, um die beiden aus ihrer Trance zu befreien.
Rowan hofft, dass Ciprien „Sip“ Lasher nah genug ans Haus bringen kann, um das Problem zu lösen. Doch Sip muss feststellen, dass Albrecht die Talamasca verraten und Lasher an einen unbekannten Ort gebracht hat. Wütend über den erneuten Betrug beginnt Sip zu ermitteln und findet in Albrechts Büro einen halb verbrannten Zettel – bevor die neue Agentin Polina ihn festsetzt und verhört, überzeugt davon, dass er mit Albrecht unter einer Decke steckte.
Rowan trifft sich unterdessen mit Lark. Sie erklärt ihr merkwürdiges Verhalten mit Sorgen über jüngste Todesfälle in ihrer Familie, ohne ins Detail zu gehen. Als das Mayfair-Haus zu zerfallen beginnt, verabschiedet sie sich hastig. Heimlich nimmt Lark ihre Tasse an sich und verschafft sich Zugang zu einem nahen Labor.
Zurück zu Hause liest Moira Cortlands Gedanken und erfährt, dass er wegen seines Vaters Julien mit Albrecht zusammenarbeitete – über Lashers wahre Motive weiß er jedoch nichts, und er scheint Angst vor Julien zu haben. Sie bemerken, dass Juliens antike Victrola verschwunden ist: Dolly Jean hat sie mitgenommen. Vor seinem Tod band Julien seine Seele an die Victrola, um in Form von Besuchen im Jenseits bei seinen Geliebten Dolly Jean und deren Schwester Evelyn zu bleiben.
Bei Dolly Jean angekommen, warnen die Schwestern Rowan, dass Julien selbst im Tod ein mächtiger und gnadenloser Zauberer sei. Moira gerät versehentlich in die Trance der Victrola, ringt nach Luft und muss ins Krankenhaus gebracht werden, da Rowan ohne Kräfte nicht heilen kann. Nach ihrer Genesung bietet Moira an, Rowans „Rettungsseil“ zu sein.
Parallel erhält Lark das Ergebnis seines heimlichen Tests und erkennt eine auffällige Verbindung zwischen Rowan und der abgegebenen Probe. Am Ende der Folge steigt Rowan schließlich in die Victrola hinab, um Julien gegenüberzutreten – und Julien lässt sie ein.
Auf der Suche nach dem verschwundenen Lasher lässt sich Rowan Mayfair mithilfe eines Elixiers in die Welt hinter Julien Mayfairs Victrola ziehen. Sie erhofft sich vom längst verstorbenen Patriarchen Rat, wie sie ihren körperlich gewordenen Ahnen einfangen kann. Doch statt eines mächtigen Verbündeten trifft sie zunächst auf einen verwirrten, gebrechlichen alten Mann, der teilnahmslos vor dem Kaminfeuer döst.
Als Rowan den Eindruck gewinnt, Julien sei nutzlos, bittet sie Moira, sie zurück in die reale Welt zu holen. In diesem Moment schnappt Juliens Falle zu: Wer seine Welt betritt, darf sie nur mit seiner Erlaubnis wieder verlassen. Weil Rowan diese nicht eingeholt hat, spaltet sie sich in zwei Hälften. Ihr emotionales Ich kehrt in die Welt der Lebenden zurück, während ihr rein rationaler, intellektueller Teil bei Julien gefangen bleibt. Die zurückgekehrte Rowan ahnt nichts von der Teilung und fühlt sich lediglich matt von den Ausflügen zwischen den Welten.
Julien kann das Mayfair-Haus aus seiner Welt heraus in Form eines winzigen Puppenhauses beobachten. Von dort verfolgen er und die logische Hälfte Rowans, was in der realen Welt geschieht – wohl wissend, dass die Trennung Rowan über kurz oder lang töten wird, was der Handlung ein Zeitlimit gibt. Als Lark auftaucht und die emotionale Rowan mit Fragen zu ihrer ungewöhnlichen DNA konfrontiert, offenbart sie ihm ehrlich ihre wahre Natur als Hexe und ihre Verbindung zu Lasher. Lark nimmt die Enthüllung ohne Zögern an.
Parallel dazu findet Moira heraus, dass Juliens privates Jenseits einem schottischen Pub nachempfunden ist, und taucht in Cortlands verdrängte Erinnerungen ein. Zwar kann sich Cortland zunächst an keine Schottland-Reise mit seinem Vater erinnern, doch Moira fördert das Erlebnis zutage: Als Kind reiste Cortland mit Julien nach Schottland, um seinen Bruder Ian zu besuchen – den er als blutrünstigen, Menschenopfer bringenden Fanatiker in Erinnerung hat.
Von Julien erfährt die logische Rowan derweil mehr über die Familiengeschichte, insbesondere über ihre Urgroßmutter Marguerite, aus deren Tagebuch der Zettel mit dem Wort „Taltos“ stammt. Der Begriff ist mit den schottischen heidnischen Göttern verknüpft. Damit fügt sich zusammen, warum Julien so entschlossen daran arbeitete, Cortland zu korrumpieren und Lashers Wiedergeburt durch Rowan herbeizuführen: Seine Loyalität gilt dem schottischen Erbe der Familie, und Lasher sollte nach Donnelaith gebracht werden.
Am Ende der Folge zeigt sich, dass Albrecht Lasher genau dorthin verschleppt hat – nach Donnelaith in Kilbride, wo laut der logischen Rowan die Mayfair-Familiendestillerie liegt. Mit diesem Wissen können sich Rowans beide Hälften wieder vereinen, und sie kehrt vollständig in die reale Welt zurück. Nun bricht die Gruppe, einschließlich Lark, auf, um Ian zu stellen, der Albrecht die Kehle durchgeschnitten hat, um Lasher für sich zu behalten – und der als neuer Widersacher eine Zeremonie mit den alten Göttern und einem Opfer vorzubereiten scheint.
Rowan, Cortland, Moira und Sam („Lark“) folgen den Hinweisen bis in das schottische Städtchen Kilbride, wo die Einheimischen Michaelmas feiern – ein katholisches Fest zu Ehren des Erzengels Michael, das die Mayfairs seit jeher finanzieren. Lark hat für die Nacht ein Hotelzimmer gebucht.
Die Gruppe wird in das düstere Anwesen von Ian Mayfair gebracht, dem Bruder Cortlands. Ians Kreis will Lasher mit einer Frau vermählen, die seit fünfhundert Jahren auf diesen Moment wartet. Abel führt Lasher zu seiner Braut Emaleth – ebenfalls eine Taltos; ihre Verbindung soll für Jahrhunderte Glück und Wohlstand bringen.
Am Ende der Folge wird Rowans Vertrauen missbraucht: Hamish sperrt sie in den Tunneln ein. Moira ist verschwunden, und auch Cortland bleibt unauffindbar.
Rowan hat sich aus den unterirdischen Tunneln befreit, in die sie zuvor gesperrt worden war. Als man ihr endlich das ersehnte Fläschchen mit Lashers Blut anbietet – der Grund, warum sie überhaupt den Ozean überquert hat –, lehnt sie überraschend ab und gibt es Bonnie zurück. Bevor sie sich mit Lasher wiedervereint, besteht sie darauf, Moira zu sehen.
Ian Mayfair zieht derweil im Hintergrund die Fäden, um die bevorstehende Hochzeit ungestört über die Bühne zu bringen. Er lockt seinen Bruder Cortland zu ihrem untoten Vater Julien – und sperrt Cortland so in dessen Reich, damit Julien von seinem Körper in der Welt der Lebenden Besitz ergreifen kann.
In einem heimlichen Ritual entnehmen drei Hexen dem schlafenden Lark Blut. Dadurch wird Lark an Ian und den Mayfair-Clan gebunden: Wer der Familie schadet, verletzt zugleich ihn – eine Absicherung, die im Finale noch eine Rolle spielen wird.
Zugleich enthüllt die Folge Lashers Vorgeschichte: Er wurde vor Jahrhunderten als Sohn einer verehrten schottischen Königin und eines Lords geboren – ein Taltos, das erste seit einem Jahrhundert, den man für einen Engel hielt.
In New Orleans übernimmt Ciprien die Leitung der dortigen Talamasca-Niederlassung und lässt sich – wenn auch widerwillig – darauf ein, einen längst verstorbenen Leichnam nach Hinweisen über die Taltos zu lesen. Der Körper entpuppt sich als der von Lasher.
Das Staffelfinale setzt kurz nach der Hochzeit von Lasher und seiner Gefährtin Emaleth ein. Das Paar will die Natur in ihrer ursprünglichen Pracht wiederherstellen, während Emaleth acht Kinder zur Welt bringt, die wie ihr Vater in rasantem Tempo heranwachsen. Rowan bleibt misstrauisch gegenüber den Absichten von Ian und den schottischen Mayfairs.
Julien, der inzwischen den sterblichen Körper von Cortland übernommen hat, verabreicht Rowan ein Betäubungsmittel und lässt sie in einen Kerker sperren. Dort trifft sie auf ihren früheren Geliebten Ciprien Grieve und dessen Talamasca-Kollegin Polina, die bereits einen Fluchtplan haben. Auch die gedankenlesende Moira kann sich befreien.
Unterdessen lockt Ians Sohn Lasher zu einer Zeremonie in den Wald, angeblich um die Frauen und Kinder der Familie zu stärken. Während der Gebete schneidet Ian dem Taltos die Kehle durch, und Julien fängt Lashers Blut in einem Kelch auf. Dieses Blut besitzt gewaltige Macht – ein Tropfen lässt selbst auf kargem Boden Leben entstehen. Julien segnet damit die acht Neugeborenen und plant anschließend ein Festmahl, bei dem die Kinder geopfert und ihr Blut unter der Familie verteilt werden soll.
Rowan findet den sterbenden Lasher und heilt ihn mit ihren neu erwachten Kräften. Gemeinsam mit Lasher und Moira stellt sie sich Julien entgegen, um die Kinder zu retten. Julien wechselt überraschend die Seiten: Er löst den Schutzzauber, der Ians Familie an Lark band, kämpft gegen Ians Clan und bringt die Kinder in Sicherheit – wobei seine wahre Identität ans Licht kommt.
Im Kampf wird Lasher von einem Dolch getroffen, den Ians Frau Amintha wirft. Rowan tötet Amintha, kann Lasher diesmal jedoch nicht mehr retten. Julien drängt sie, das Blut ihres Sohnes zu trinken, um ihn wiederzuerwecken, doch Rowan lehnt ab und täuscht ihn, während die Talamasca die Kinder in Sicherheit teleportieren.
Am Ende kehrt Rowan zu Lashers Leichnam zurück, um den herum Blüten wachsen, und trinkt schließlich doch aus dem Kelch mit seinem Blut – und nimmt so die Macht des Taltos in sich auf. Von Lark, der diese Welt nicht ertragen kann, trennt sie sich und löscht seine Erinnerungen an sie. Julien jedoch ist ihr heimlich in die Heimat gefolgt und beobachtet, wie mächtig seine Enkelin geworden ist.