„Enkai“ der kenianischen Regisseurin Ng’endo Mukii bildet den Abschluss der Anthologie. Das junge Mädchen Enkai lebt in einem kürbisförmigen Zuhause im All und wünscht sich vor allem Zeit mit ihrer alleinerziehenden Mutter Shiro – einer kosmischen Gottheit, die pausenlos daran arbeitet, die Erde vor der menschengemachten Zerstörung zu bewahren.
Endlich gelingt es Enkai, einem selbstgebauten Spielzeug Leben einzuhauchen. Entgegen der Warnung ihrer Mutter wagt sie sich zur Erde und landet in den Slums der Megastadt Kirinyaga, wo ein euro-kenianischer Konzern einen heiligen Berg ausbeutet. Shiro rettet ihre Tochter, leidet dabei aber unter inneren Schmerzen.
Als Shiros Kräfte schwinden, muss Enkai die Geheimnisse der Schöpfung ergründen und ihre eigenen göttlichen Kräfte einsetzen. Sie rettet ihre Mutter in letzter Sekunde und bringt sie in eine neu erschaffene Welt namens Thayari – die Menschheit jedoch, so die bittere Erkenntnis, kann sich nur noch selbst retten.