Magneto: Erik Lehnsherr, seine Kräfte und Ian McKellen im MCU
Herr über den Magnetismus, Holocaust-Überlebender, Gegenspieler und zeitweiser Verbündeter der X-Men: Wer Erik Lehnsherr ist, was er wirklich kann – und warum Ian McKellen 26 Jahre nach seinem Debüt in „Avengers: Doomsday“ zurückkehrt.
Kein anderer Marvel-Gegenspieler wird so oft verteidigt wie dieser: Magneto ist der Mutant, der Metall beherrscht, den Holocaust überlebt hat und daraus die Gewissheit zieht, dass seine Art niemals wieder wehrlos sein darf. Genau diese Vorgeschichte macht ihn seit 1963 zur vielleicht komplexesten Figur des X-Men-Kosmos – und zu einem Gegner, dessen Ziele man versteht, auch wenn man seine Mittel ablehnt.
Am 16. Dezember 2026 kehrt Ian McKellen in „Avengers: Doomsday” als Magneto zurück – 26 Jahre nach seinem ersten Auftritt. Hier erfährst du, wer Erik Lehnsherr wirklich ist, wie weit seine Kräfte reichen, warum der Helm so wichtig ist und in welchen Filmen und Serien die Figur bisher zu sehen war.
Auf einen Blick
Wer ist Magneto? Mutant mit Kontrolle über Magnetismus, Anführer der Bruderschaft der Mutanten und langjähriger Gegenspieler der X-Men.
Bürgerlicher Name: Max Eisenhardt; jahrzehntelang unter dem Decknamen Erik Lehnsherr bekannt, in frühen Comics auch schlicht Magnus.
Erster Auftritt: The X-Men #1 (September 1963), erdacht von Stan Lee und Jack Kirby.
Kräfte: Erzeugt und lenkt Magnetfelder, bewegt Metall in nahezu beliebiger Größe, baut Schutzschilde auf, fliegt – und beherrscht Teile des elektromagnetischen Spektrums.
Kino-Debüt: Ian McKellen in X-Men (2000); den jungen Erik spielt seit 2011 Michael Fassbender.
Nächster Auftritt: Avengers: Doomsday – deutscher Kinostart am 16. Dezember 2026.
Wer ist Erik Lehnsherr?
Die Figur wurde 1963 als reiner Gegenspieler eingeführt: ein Mächtiger, der Mutanten über Menschen stellt und dem Traum von Charles Xavier eine Kampfansage entgegensetzt. Erst spätere Jahrgänge gaben ihm eine Biografie, die alles veränderte. Chris Claremont machte ihn in den Achtzigern zum Holocaust-Überlebenden; der Comic „X-Men: Magneto Testament” von 2008 legte schließlich den bürgerlichen Namen Max Eisenhardt fest und erzählte seine Kindheit als jüdischer Junge im nationalsozialistischen Deutschland.
Aus dieser Erfahrung speist sich seine gesamte Politik. Magneto glaubt nicht, dass Menschen und Mutanten friedlich koexistieren können – er hat gesehen, wozu eine Mehrheit fähig ist, wenn sie eine Minderheit zum Feind erklärt. Deshalb schwankt er über Jahrzehnte zwischen Terrorist, Staatsmann und Lehrer: Er führt die Bruderschaft der Mutanten, herrscht über die Inselnation Genosha, übernimmt zwischenzeitlich sogar Xaviers Schule und kämpft in neueren Reihen Seite an Seite mit den X-Men. Ein klassischer Schurke ist er schon lange nicht mehr.
Kräfte und Fähigkeiten
Magnetos Mutation erlaubt ihm, magnetische Felder zu erzeugen und zu steuern. In der Praxis heißt das: Er bewegt Metall in praktisch jeder Größenordnung – von einzelnen Kugeln bis zu Brücken, Stadien und ganzen Schiffen. Er verformt Stahl, reißt Eisen aus dem Blut eines Gegners, baut aus Magnetfeldern Schutzschilde, die selbst schwerem Beschuss standhalten, und nutzt dieselben Felder, um sich fliegend fortzubewegen.
Die Comics gehen darüber noch hinaus: Als Meister des Magnetismus beherrscht Magneto Teile des elektromagnetischen Spektrums, kann also auch elektrische Anlagen lahmlegen oder Energiestrahlen ablenken. Seine größte Schwachstelle ist deshalb keine physische, sondern eine mentale – und genau dafür trägt er seinen Helm: Das Material schirmt ihn gegen Telepathen wie Charles Xavier ab. Wer Magneto besiegen will, muss ihn entweder von Metall trennen oder ihm den Helm vom Kopf holen.
Magneto im MCU: Ian McKellen in „Avengers: Doomsday”
Mit „Avengers: Doomsday” holt Marvel die alte Fox-Besetzung zurück: Ian McKellen spielt Magneto erneut, an seiner Seite stehen Patrick Stewart als Professor X, James Marsden als Cyclops, Rebecca Romijn als Mystique, Alan Cumming als Nightcrawler, Kelsey Grammer als Beast und Channing Tatum als Gambit. Regie führen Anthony und Joe Russo, das Drehbuch stammt von Michael Waldron und Stephen McFeely. Der deutsche Kinostart ist der 16. Dezember 2026.
Zwei Details sind bereits durchgesickert. McKellen selbst hat in Interviews mehrfach angedeutet, dass sein Magneto im Film den US-Bundesstaat New Jersey verwüstet – ungewöhnlich offenherzig für eine Marvel-Produktion. Und das offizielle Charakter-Artwork zeigt ihn erstmals seit dem Kinostart im Jahr 2000 mit einer X-Men-Gürtelschnalle. Für eine Figur, die 26 Jahre lang demonstrativ nicht zum Team gehörte, ist das kein bloßes Kostümdetail, sondern eine Ansage.
Magneto und Professor X: die Freundschaft, die alles trägt
Ohne Charles Xavier funktioniert Magneto nicht. Die beiden lernen sich in den Comics als junge Männer kennen, arbeiten befreundet zusammen und zerbrechen an einer einzigen Frage: Kann die Menschheit lernen, mit Mutanten zu leben? Xavier sagt ja, Erik sagt nein – und aus dieser Differenz entsteht der längste ideologische Konflikt des Marvel-Universums, immer wieder unterbrochen von Momenten, in denen die beiden Seite an Seite kämpfen.
Die Filme haben diese Beziehung zur Achse des Franchise gemacht. In der Trilogie ab 2000 spielen Ian McKellen und Patrick Stewart zwei alte Männer, die einander gründlich kennen; in der Prequel-Reihe ab 2011 zeigen Michael Fassbender und James McAvoy, wie diese Freundschaft überhaupt entstand und warum sie scheitern musste. Dass ausgerechnet McKellen und Stewart nun gemeinsam ins MCU zurückkehren, schließt einen Kreis, der im Jahr 2000 begonnen hat.
Alle Auftritte von Magneto in Film und Serie
| Jahr | Film | Magneto-Darsteller |
|---|---|---|
| 2000 | X-Men | Ian McKellen |
| 2003 | X-Men 2 | Ian McKellen |
| 2006 | X-Men: Der letzte Widerstand | Ian McKellen |
| 2011 | X-Men: Erste Entscheidung | Michael Fassbender |
| 2013 | Wolverine: Weg des Kriegers~2013 | Ian McKellen (Post-Credits-Szene) |
| 2014 | X-Men: Zukunft ist Vergangenheit | Ian McKellen und Michael Fassbender |
| 2016 | X-Men: Apocalypse | Michael Fassbender |
| 2019 | X-Men: Dark Phoenix | Michael Fassbender |
| 2026 | Avengers: Doomsday | Ian McKellen |
Dazu kommen die Zeichentrickserien: In [X-Men – The Animated Series] (1992–1997) gehört Magneto zum festen Gegnerpersonal, in der Fortsetzung „X-Men '97” rückt er sogar an die Spitze der Schule und übernimmt Xaviers Erbe. Beide Serien haben die Figur für ein Millionenpublikum geprägt, das nie einen Comic gelesen hat.
Verwandte Charaktere und Übersichten
Wie sich das Mutanten-Franchise über 14 Kinofilme entwickelt hat, zeigt die Übersicht zur X-Men-Reihenfolge. Eine Figur mit ähnlich radikalem Bogen zwischen Gegnerin und Verbündeter ist Emma Frost, die Magneto in den Comics lange begleitet. Der bekannteste Gegenpol im Team ist Wolverine, der ausgerechnet durch sein Adamantium-Skelett angreifbar bleibt. Ebenfalls im Dezember mit dabei ist Gambit – und den Gegner, gegen den sie alle antreten, porträtieren wir auf der Seite zu Doctor Doom.
Magneto ist ein Mutant, der Magnetfelder erzeugen und steuern kann. Er debütierte 1963 in The X-Men #1 von Stan Lee und Jack Kirby, heißt bürgerlich Max Eisenhardt und ist unter dem Decknamen Erik Lehnsherr bekannt. Als Holocaust-Überlebender kämpft er dafür, dass Mutanten nie wieder verfolgt werden – notfalls mit Gewalt.
Er erzeugt und lenkt Magnetfelder: Damit bewegt und verformt er Metall in nahezu jeder Größe, baut Schutzschilde auf, fliegt und kann Teile des elektromagnetischen Spektrums beeinflussen. In den Comics reicht das bis zum Lahmlegen ganzer Stromnetze. Sein Helm schützt ihn zusätzlich vor telepathischen Angriffen.
Ian McKellen verkörpert die Figur seit X-Men (2000) und kehrt in Avengers: Doomsday zurück – deutscher Kinostart ist der 16. Dezember 2026. Den jungen Erik Lehnsherr spielte Michael Fassbender in der Prequel-Reihe ab X-Men: Erste Entscheidung (2011).
Der Helm schirmt ihn gegen Telepathie ab. Weil sein größter Gegenspieler Charles Xavier der mächtigste Telepath der Welt ist, wäre Magneto ohne diesen Schutz jederzeit angreifbar. Deshalb zielen die X-Men in Comics und Filmen regelmäßig zuerst auf den Helm.
Nicht durchgehend. Er beginnt 1963 als klassischer Gegenspieler, wird später Herrscher der Mutanteninsel Genosha, leitet zeitweise Xaviers Schule und kämpft in mehreren Comic-Ären an der Seite der X-Men. Marvel führt ihn heute meist als Antihelden: Seine Ziele sind nachvollziehbar, seine Methoden nicht.
Jahrzehntelang ja – Wanda und Pietro Maximoff galten in den Comics als seine Kinder. Marvel hat diese Abstammung 2014 und 2015 zurückgenommen: Seitdem sind die beiden nicht mehr biologisch mit ihm verwandt. Im MCU wurde eine solche Verbindung nie hergestellt.
In X-Men (2000), X-Men 2 (2003), X-Men: Der letzte Widerstand (2006), X-Men: Erste Entscheidung (2011), Wolverine: Weg des Kriegers (2013, Post-Credits-Szene), X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014), X-Men: Apocalypse (2016) und X-Men: Dark Phoenix (2019). Der nächste Auftritt folgt in Avengers: Doomsday am 16. Dezember 2026.