„Die Kunst der Illusion" bildet das Mid-Season-Finale von Volume 1 und ist als raffiniertes Puzzle erzählt: Während Geralt und Yennefer eine gemeinsame Nacht verbringen, wird der Ball auf der Insel Thanedd in Rückblenden immer wieder aus neuen Blickwinkeln gezeigt. So enthüllt sich Schicht um Schicht, was auf dem Fest voller Geheimnisse und geflüsterter Andeutungen wirklich geschah.
Noch gehen Geralt und Yennefer davon aus, dass Stregobor Rience seine Befehle erteilt. Weil Triss und Istredd das „Buch der Monolithen" in Stregobors Tresor aufspüren – ein Buch, mit dem man durch Raum und Zeit reisen kann und das in Verbindung mit Ciris Macht verheerend wäre –, müssen die beiden schnell handeln. Geralt zettelt zur Ablenkung einen Streit mit Istredd an, während Yennefer in Stregobors Gemächer einbricht und dessen Tresor öffnet.
Ein Schuldiger – aber nicht der Drahtzieher
Im Tresor findet Yennefer eine Liste aller halbelfischen Schülerinnen sowie Gegenstände der verschwundenen Mädchen; mit ihrer Magie sieht sie, wie Stregobor jedes von ihnen angriff. Eine Alarmvorrichtung ruft Stregobor jedoch herbei, und bald stehen auch Tissaia, Vilgefortz und Artorius im Raum. Stregobor gibt seinen Rassismus zu – er wollte die Schule von Elfen „säubern" –, bestreitet aber die Experimente und die Jagd auf Ciri und zeigt sich vom Buch der Monolithen ehrlich überrascht. Er wird dennoch verhaftet, um nach dem Konklave vor Gericht gestellt zu werden.
Erst in ihrer durchwachten Nacht fügen Geralt und Yennefer die restlichen Teile zusammen. Geralt hat bemerkt, dass die Telepathin Lydia einen Ohrring aus demselben seltenen Stein trägt wie Tissaias Armband – ein Stein, der nur im westlichen Redania vorkommt, dort, wo Geralt die grausamen Experimente fand. Da Teryn von einem vertrauten Gesicht aus Aretuza und einer Frau mit „seltsamer Stimme" berichtet hatte und Vilgefortz sowohl Tissaia als auch Lydia beschenkt hat, wird klar: Nicht Stregobor, sondern Vilgefortz ist der gesuchte Drahtzieher. Auch sein Lieblingsgemälde verrät ihn – es zeigt jene Küste, an die Yennefers manipuliertes Portal sie verschleppt hatte.
Zum Abschluss trennen sich ihre Wege: Yennefer sucht per Ortungszauber nach Tissaia, die sie in Gefahr wähnt, während Geralt Vilgefortz nachsetzt. Doch auf den Gängen hallt bereits Kampfeslärm – der Putsch von Thanedd hat begonnen. Als Geralt die Lage zu begreifen versucht, tritt Dijkstra aus dem Schatten, setzt ihm eine Klinge an den Hals und hält ihm vor, er hätte eine Seite wählen sollen. Damit endet Volume 1 auf einem Cliffhanger.