Der Auftraggeber in Folge 7 von „VisionQuest“ trägt James Spaders Gesicht und entwickelte die KI hinter J.A.R.V.I.S.
Spoiler: Folge 7 von „VisionQuest“ zeigt den Auftraggeber mit James Spaders Gesicht. Er entwickelte mit Jo Carrington die KI, die zu J.A.R.V.I.S. wurde. Dazu kehrt Jim Hammond zurück. Das Finale folgt am 11. November.
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Achtung, Spoiler zu Folge 7 von „VisionQuest”: Die vorletzte Folge der Marvel-Serie lüftet das größte Geheimnis der Staffel zumindest zur Hälfte. Der unbekannte Auftraggeber, der seit Folge 1 Kopfgeldjäger auf Vision ansetzt, zeigt am Ende sein Gesicht – und es ist das von James Spader, dem Darsteller von Ultron. Dazu holt die Folge mit Jim Hammond die erste synthetische Figur des MCU zurück und eine Waffe aus „Avengers: Infinity War“.
Folge 7 trägt den Titel „Immolation“ und steht seit Mittwoch, dem 4. November, bei Disney+ bereit. Anders als in den Wochen zuvor gibt es diesmal nur eine Folge statt zwei. Inszeniert hat sie Showrunner Terry Matalas selbst, das Drehbuch stammt von Matthew Okumura, wie The Direct berichtet.
Der Auftraggeber trägt James Spaders Gesicht
Wer hinter der Jagd auf Vision steckt, war seit dem Serienstart die zentrale Frage. Matalas hatte Billy Maximoff und Doctor Doom als Auftraggeber bereits ausgeschlossen, in Folge 6 war auch Raza nur angeheuerte Verstärkung. Am Ende von Folge 7 tritt der Mann nun selbst auf: Laut ScreenRant spielt ihn James Spader. Einen Namen nennt die Folge noch nicht, die Auflösung hebt sich Marvel für das Finale auf.
Die naheliegende Lesart: Der Auftraggeber ist der Mensch, nach dessen Vorbild Ultron sein menschliches Aussehen gestaltet hat. Die Serie hat dieses Muster mehrfach etabliert. J.A.R.V.I.S. geht auf den Butler Edwin Jarvis zurück, F.R.I.D.A.Y. auf Howard Starks Assistentin, E.D.I.T.H. auf die Testpilotin Edith Marks. Bestätigt ist die Deutung nicht, sie ergibt sich aber aus der Logik, die „VisionQuest” seit Wochen aufbaut.
Jo Carrington und die Wurzel von J.A.R.V.I.S.
Was die Folge über den Mann verrät, reicht weit in die Vorgeschichte des MCU zurück. In Jocastas wiederhergestellten Erinnerungen zeigt sich der Auftraggeber an der Seite von Jo Carrington, der Neurowissenschaftlerin, deren Bewusstsein in Jocasta steckt. Laut The Direct waren die beiden ein Paar und entwickelten gemeinsam eine grundlegende Technologie für künstliche Intelligenz. Diese Forschung ging später an Stark Industries – und floss so in J.A.R.V.I.S. ein, Tony Starks ersten KI-Assistenten.
Ein Satz aus dieser Rückblende dürfte vielen bekannt vorkommen: „Peace in our time“, Ultrons berühmte Losung aus „Avengers: Age of Ultron“, stammt in „VisionQuest” ursprünglich von diesem Mann. Dass Ultron in Visions Innenwelt weiter aktiv ist und auf den Auftritt reagiert, spricht dafür, dass der Auftraggeber nicht die KI selbst ist, sondern das menschliche Vorbild. Die Folge zeigt ihn außerdem im selben Anwesen, das in der Rückblende von 1939 Phineas T. Horton gehört. Ob er mit Horton verwandt ist, lässt „VisionQuest” offen, ebenso seine Pläne mit Vision und Jocasta, die er nun beide in seiner Gewalt hat.
Jim Hammond: Paul Bettany spielt den Schöpfer und seine Schöpfung
Die Folge beginnt mit einer Rückblende ins Jahr 1939. Der Wissenschaftler Phineas T. Horton baut die erste denkende und fühlende Maschine – als Ersatz für seinen Sohn James, der drei Jahre zuvor gestorben ist. Für das Projekt verpfändet er sein Anwesen, seine Frau verlässt ihn mit der gemeinsamen Tochter. Die Maschine nennt er J.I.M., in den Comics ist sie als Jim Hammond bekannt, die ursprüngliche Human Torch. Im MCU war sie bislang nur ein Ausstellungsstück: Auf der Stark Expo 1943 in „Captain America: The First Avenger“ steht sie als „Synthetic Man“ in einer Vitrine.
Paul Bettany spielt in Folge 7 gleich drei Rollen: Vision, einen gealterten Phineas Horton und J.I.M. Damit ist klar, woher Visions menschliches Gesicht stammt. Horton stirbt in der Rückblende gemeinsam mit seiner Schöpfung im Feuer, als J.I.M. die Kontrolle verliert. In Visions Geist ist es dann ausgerechnet J.I.M., der Vision die entscheidende Einsicht gibt: Der gesuchte Quellcode liege längst in ihm selbst. Am Ende akzeptiert der weiße Vision, dass er und der ursprüngliche Vision derselbe sind, und nimmt wieder seine Originalfarben an.
Corvus Glaives Klinge als Energiequelle
Den Weg in die Tiefe seines Codes braucht Vision, um Lisa Molinari von Jocastas Nanobots zu befreien. Dafür fehlt ihm Energie, und die liefert ausgerechnet eine Waffe aus seiner Vergangenheit: die Glefe von Corvus Glaive, mit der das Mitglied von Thanos’ Black Order Vision in „Avengers: Infinity War“ schwer verletzt hatte. Laut The Direct hatte Paladin sie den Wakandern gestohlen.
Der Preis für die Hilfe ist hoch. Vision muss sich im Gegenzug dem Auftraggeber ausliefern, und Paladin bringt ihn tatsächlich hin. Kurz darauf trifft laut ScreenRant eine Rakete der Sicherheitsleute des Auftraggebers Paladins Transporter. Ob der Kopfgeldjäger überlebt hat, lässt die Folge offen – ebenso das Schicksal von F.R.I.D.A.Y., die Ultron in Jocastas Geist von einem Balkon stößt, obwohl er sie dort zuvor heimlich versteckt hatte.
Matalas: Die Idee entstand im Writers’ Room
Dass Jim Hammond seit „The First Avenger“ als Easter Egg auf diese Rolle gewartet hat, war kein Plan von langer Hand. Im Interview mit ScreenRant sagt Terry Matalas, die Verbindung sei erst im Writers’ Room entstanden: In den Comics werde Vision aus Teilen von Jim Hammond gebaut, und das Team habe sich gefragt, ob nicht ein Teil seines Quellcodes von Hammond stammen könnte. Daraus sei eine Familiengeschichte über Generationen geworden, vom „Großvater der KI“ und seinen Fehlern als Vater bis zu Ultron und Vision.
Eine zweite Staffel ist laut Matalas nicht geplant. Mit den Figuren würde er aber gern weiterarbeiten: Vision, Ultron und die Familie Maximoff seien „Teil meiner DNA“ geworden. Wie Marvel nach Phase 6 mit seinen Serien weitermacht, ist offen.
So geht es weiter
Das Finale erscheint am 11. November bei Disney+. Dort dürfte der Name des Auftraggebers fallen, ebenso die Antwort, ob Paladin und F.R.I.D.A.Y. überlebt haben. Was zuvor geschah, steht in unserer Zusammenfassung der Folgen 5 und 6, wie Ultron die Zerstörung in „Avengers: Age of Ultron“ überlebt hat, erklärt Terry Matalas hier.
Bildquelle: Marvel Studios / Disney+
Darum geht's
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.













