Kino / Horror

Ben Wheatley ersetzt Rob Savage als Regisseur von „Molepeople“ – LaKeith Stanfield steigt aus

Umbau bei „Molepeople“: Ben Wheatley übernimmt die Regie des Horrorfilms von Rob Savage, LaKeith Stanfield ist nicht mehr dabei. Ben Mendelsohn bleibt an Bord, der US-Start am 27. August 2027 steht vorerst weiter.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·Aktualisiert ·3 Min. Lesezeit
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Ben Wheatley ersetzt Rob Savage als Regisseur von „Molepeople“ – LaKeith Stanfield steigt aus

Kurz nach der Ankündigung wird „Molepeople” umgebaut: Ben Wheatley übernimmt die Regie des Horrorfilms, Rob Savage gibt sie wegen Terminkonflikten ab. Auch Hauptdarsteller LaKeith Stanfield ist nicht mehr dabei, wie Variety berichtet. Blumhouse Atomic Monster und Paramount Primal finanzieren und produzieren den Film gemeinsam, Paramount verleiht ihn weltweit. Am US-Kinostart am 27. August 2027 ändert sich vorerst nichts, ein deutscher Termin steht noch nicht fest.

Die Geschichte bleibt dieselbe: Ein Mann steigt in die verlassenen Tunnel unter New York hinab und entdeckt dort eine verdrehte Gesellschaft, die im Verborgenen unter den Straßen lebt. Das Drehbuch stammt von Nathan Elston, der schon an Savages „Other Mommy” mitgeschrieben hat.

Warum Rob Savage und LaKeith Stanfield gehen

Savage bleibt dem Projekt als ausführender Produzent erhalten. Warum Stanfield aussteigt, ist nicht bekannt; nach Informationen von Deadline gehen alle Beteiligten im Guten auseinander. An Bord bleibt dagegen Ben Mendelsohn, den Genrefans als Orson Krennic aus „Rogue One: A Star Wars Story” und als Skrull Talos aus dem MCU kennen. Er war Anfang Oktober gemeinsam mit Stanfield besetzt worden.

Offen ist, ob der Zeitplan hält. Gedreht werden sollte in Großbritannien schon ab Ende November; ob es dabei bleibt, ist laut Deadline unklar. Wer Stanfields Rolle übernimmt, steht ebenfalls noch nicht fest. Savage selbst kommt gerade von einem Erfolg: Sein Horrorfilm „Other Mommy” mit Jessica Chastain hat trotz verhaltener Kritiken bis heute weltweit rund 96 Millionen Dollar eingespielt.

Wer Ben Wheatley ist

Der Brite gilt als eine der eigenwilligsten Stimmen des Genrekinos. Bekannt wurde er mit dem Horrorthriller „Kill List” von 2011, der für sechs British Independent Film Awards nominiert war, darunter für Regie und Drehbuch. Es folgten unter anderem „Sightseers”, „A Field in England”, die J.-G.-Ballard-Verfilmung „High-Rise” mit Tom Hiddleston und der von Martin Scorsese mitproduzierte Actionfilm „Free Fire”.

Auch große Studioproduktionen hat Wheatley schon gestemmt: Für Netflix drehte er die Daphne-du-Maurier-Verfilmung „Rebecca”, für Warner Bros. den Hai-Actionfilm „Meg 2: Die Tiefe” mit Jason Statham. Zuletzt lief sein Actionthriller „Normal” mit Bob Odenkirk nach der Premiere beim Festival in Toronto im April 2026 in den Kinos. Mit dem Folk-Horror „In the Earth” hat er sich zudem schon einmal im Horror unter freiem Himmel versucht – „Molepeople” führt ihn nun unter die Erde.

Vorgestellt auf der New York Comic Con

Angekündigt worden war „Molepeople” erst Anfang Oktober bei der BlumFest von Blumhouse auf der New York Comic Con. Savage beschrieb den Film dort als unterirdischen Horror, der dem Publikum gründlich Angst einjagen soll – in der Tradition von „Blutgericht in Texas” und „The Hills Have Eyes”. Stanfield sprach auf der Bühne noch von seiner Rückkehr zu Blumhouse nach „Get Out”.

Produziert wird der Film von Jason Blum sowie J.D. Lifshitz und Raphael Margules, dazu kommt James Harris. „Molepeople” war ursprünglich als unabhängige Produktion geplant und wanderte zu Paramount, als Lifshitz und Margules dort ihr Genre-Label Primal gründeten. Da Paramount den Film weltweit verleiht, dürfte er auch in Deutschland bei Paramount erscheinen – angekündigt ist das bislang nicht.

Was Blumhouse auf der Messe sonst vorgestellt hat, darunter die Verfilmung von „Something Is Killing the Children” und den Horror-Kalender für 2027, steht in unserem Überblick NYCC 2026: Alle Ankündigungen.

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