Star Trek / Serien

Akiva Goldsman hat das Serienfinale von „Strange New Worlds“ selbst inszeniert

Akiva Goldsman hat das Serienfinale von Strange New Worlds selbst inszeniert. Producing Director Chris Fisher verrät außerdem, warum die neue Paramount-Führung nach Drehschluss noch Szenen nachdrehen ließ.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·4 Min. Lesezeit
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Akiva Goldsman hat das Serienfinale von „Strange New Worlds“ selbst inszeniert
Skydance

Das Ende von „Star Trek: Strange New Worlds” hat der Mann gedreht, der die Serie mit erfunden hat: Co-Showrunner Akiva Goldsman hat beim Serienfinale selbst Regie geführt. Das hat Chris Fisher, Producing Director der Serie, im Interview mit ScreenRant verraten. Fisher selbst hat die vorletzte Folge inszeniert – und erzählt, dass die neue Führung von Paramount nach Drehschluss noch Änderungen verlangt hat.

Goldsman hat den Abschied selbst inszeniert

Die fünfte und letzte Staffel ist komplett abgedreht: Die Dreharbeiten endeten im Dezember 2025. Sie umfasst nur sechs Folgen und soll 2027 bei Paramount+ starten. Fisher hat laut eigener Aussage Folge 5 gedreht, das Finale übernahm Goldsman. „Mit Akiva haben wir für das Finale das schwere Geschütz geholt”, sagt Fisher gegenüber ScreenRant. Gerade für die Schauspieler bedeute es viel, wenn Goldsman am Set sei: „Wenn du eine Frage beantwortet haben willst, gehst du direkt zur Quelle.”

Fisher hat als Producing Director die Regisseure der einzelnen Folgen ausgewählt und selbst unter anderem die Premiere und das Finale der vierten Staffel gedreht. Über die fünfte Staffel verrät er wenig – nur so viel: Die Premiere sei „ein echter Rug Pull” gewesen, also eine Wendung, die den Boden unter den Füßen wegzieht. „Ich wusste zum ersten Mal ehrlich nicht, ob wir das überhaupt umsetzen können”, sagt Fisher. Am Ende habe es aber geklappt.

Dass die letzte Staffel ohne Genre-Experimente auskommt und klassischer erzählt, hatten Goldsman und Henry Alonso Myers bereits nach dem Finale der vierten Staffel angekündigt – mehr dazu in unserem Artikel Staffel 5 wird klassisches Star Trek. Die letzte Folge soll nach Goldsmans Worten Kirks ersten Tag als Captain der Enterprise zeigen.

Neue Paramount-Spitze ließ nachdrehen

Nach Drehschluss im Dezember 2025 wurden die Kulissen in Toronto im Frühjahr 2026 abgebaut. Ganz abgeschlossen war die Arbeit damit aber nicht: Christina Chong, die La’an Noonien-Singh spielt, war im Februar noch einmal nach Toronto zurückgekehrt, um neue Szenen mit ihrem Hund Runa zu drehen, der in der Serie mitspielt. Das hatte sie ScreenRant schon früher erzählt.

Fisher liefert jetzt den Grund dazu: „Eine neue Gruppe von Leuten hat die Leitung von Paramount übernommen, und ich glaube, sie hatten kreative Anmerkungen zu einigen Änderungen”, sagt er. „Also sind wir hochgefahren und haben ein paar Runa-Sachen und Ähnliches gedreht.” Gemeint ist die Führung um David Ellison, die seit der Übernahme durch Skydance im August 2025 an der Spitze von Paramount steht – nicht erst die Fusion mit Warner Bros. Discovery, die im Oktober 2026 abgeschlossen wurde. Welche Szenen genau betroffen waren und ob die Nachdrehs die vierte oder die fünfte Staffel betreffen, sagt Fisher nicht.

Wie es mit Star Trek unter der neuen Führung weitergeht, ist ohnehin offen. Mit „Strange New Worlds” und „Starfleet Academy” enden 2027 die letzten laufenden Serien, und damit die zehnjährige Ära der Paramount+-Serien unter Produzent Alex Kurtzman. Wo das Franchise gerade steht, haben wir in „Am Scheideweg”: Roddenberry Entertainment und Robert Picardo über die Zukunft von Star Trek zusammengefasst.

Acht von zehn Folgen von Regisseurinnen

Als Producing Director war Fisher dafür zuständig, für jede Folge die passende Regie zu finden. Ausgangspunkt sei stets die Frage gewesen, welches Genre die jeweilige „fremde neue Welt” sei. Gesucht habe er vor allem starke Erzählerinnen und Erzähler, nicht zwingend Leute mit Effekt-Erfahrung. In der vierten Staffel stammten so acht von zehn Folgen von Regisseurinnen, darunter Jordan Canning und Valerie Weiss. Eine Vorgabe dafür habe es nicht gegeben: „Das waren die besten Regisseurinnen und Regisseure für die Serie.”

Besonders schwärmt Fisher von Jonathan Frakes, dem Riker aus „Das nächste Jahrhundert”: Mit ihm am Set sei „einfach alles anders”. Für die vierte und fünfte Staffel sei Frakes zwar angefragt worden, sein Terminkalender sei aber durch andere Serien wie „Stuart Fails to Save the Universe” bei HBO Max voll gewesen.

Ganz nebenbei hat Fisher die Erfahrungen der Produktion auch aufgeschrieben. Sein Buch „The Producer’s Guide to Virtual Production” erklärt, wie das Team die LED-Wand der Serie während der Pandemie praktisch ohne Vorbild aufgebaut hat. Alle Termine rund um das Franchise findest du in unserem Überblick Star Trek Filme und Serien 2026 und 2027.

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