Dungeons and Dragons 2: Das Drehbuch ist geschrieben, der Geldgeber fehlt
Jonathan Goldstein und John Francis Daley haben eine Fortsetzung zu „Ehre unter Dieben“ geschrieben. Hasbro steht dahinter – aber es fehlt ein Finanzierungspartner. Einen Termin gibt es weiterhin nicht.
Drei Jahre nach dem Kinostart von „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben” gibt es erstmals wieder eine belastbare Auskunft zur Fortsetzung – und sie ist zweigeteilt. Ein Drehbuch für Teil zwei ist geschrieben, Rechteinhaber Hasbro steht dahinter. Was fehlt, ist jemand, der den Film bezahlt.
Auf einen Blick
Der Stand: Jonathan Goldstein und John Francis Daley haben ein Drehbuch für eine Fortsetzung geschrieben.
Wer dafür ist: Hasbro, dem die Spielmarke gehört, unterstützt das Projekt nach Aussage der Regisseure.
Was fehlt: ein Finanzierungspartner. Ohne den passiert nichts.
Warum es so weit kam: Der erste Film bekam gute Kritiken, spielte aber nur gut 200 Millionen Dollar ein – zu wenig für ein Budget dieser Größe.
Ein Termin: existiert nicht. Weder ein Produktionsstart noch ein Kinostart steht.
Das Drehbuch liegt fertig in der Schublade
Goldstein und Daley haben sich gegenüber dem britischen Magazin Empire geäußert, anlässlich ihres neuen Films „Mayday”, der bei Apple TV läuft. „Es gibt immer Hoffnung”, sagte Goldstein dort. „Wir haben ein Drehbuch geschrieben, aus dem ein Film werden kann, und Hasbro unterstützt sehr, dass dieser Film gemacht wird.” Das Problem liege woanders: „Ich glaube, sie brauchen dafür einen Partner.”
Daley ergänzte, ihnen sei beim Schreiben klar gewesen, dass die Sache in beide Richtungen ausgehen kann – der erste Teil war kein Kassenschlager, und ein zweiter wäre ein sehr teurer Film. Der Reiz habe trotzdem überwogen: Man habe die Figuren aus dem ersten Film wiedergetroffen, diesmal ohne den ganzen ersten Akt für Erklärungen aufwenden zu müssen.
Warum die Fortsetzung seit drei Jahren stockt
„Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben” kam im März 2023 in die Kinos und hatte ein Problem, das viele gute Filme haben: Wer ihn sah, mochte ihn, und es sahen ihn zu wenige. Die Kritiken waren stark, die Publikumswertungen ebenfalls – am Ende standen gut 200 Millionen Dollar weltweit auf dem Konto. Für einen Film dieser Größenordnung reicht das nicht, um eine Reihe zu starten.
Seitdem hängt das Projekt in der Schwebe. Chris Pine hatte sich schon Ende 2023 zuversichtlich gezeigt, dass eine Fortsetzung kommt; passiert ist seither nichts Sichtbares. Die Aussage der beiden Regisseure verschiebt den Stand immerhin um einen Punkt: Es liegt jetzt nicht mehr nur eine Absichtserklärung vor, sondern ein Buch. Ob die Besetzung des ersten Teils zurückkäme, ist damit nicht gesagt – dazu haben sich weder Hasbro noch die Regisseure geäußert.
Einordnung: ein bekanntes Muster
„Es fehlt nur noch der Geldgeber” ist in Hollywood selten ein Zwischenstand und oft ein Endzustand. Ein fertiges Drehbuch verpflichtet niemanden, und ein Studio, das einen Film nicht allein finanzieren will, sucht einen Partner meist genau deshalb, weil es das Risiko selbst für zu hoch hält. Realistisch ist der Film damit weiter offen – er ist nur nicht tot.
Bemerkenswert ist, wo Goldstein und Daley zwischenzeitlich gelandet sind: Das Duo schreibt und inszeniert den neuen Star-Trek-Kinofilm für Paramount, einen düsteren Thriller, den die beiden selbst mit „Training Day” und „Crimson Tide” verglichen haben. Wer von ihnen also in nächster Zeit einen großen Genrefilm erwartet, bekommt ihn – nur spielt er nicht in den Vergessenen Reichen. Den Stand dazu haben wir hier aufgeschrieben.
Entschieden ist nichts. Ein Drehbuch für die Fortsetzung ist geschrieben, und Hasbro steht nach Aussage der Regisseure dahinter – es fehlt aber ein Finanzierungspartner. Einen Termin gibt es nicht.
Der erste Film spielte weltweit nur gut 200 Millionen Dollar ein. Für einen Film dieser Größenordnung war das zu wenig, um eine Reihe daraus zu machen – trotz guter Kritiken.
Jonathan Goldstein und John Francis Daley, die schon den ersten Teil inszeniert haben. Sie haben auch das Drehbuch für Teil zwei geschrieben. Parallel arbeiten die beiden am neuen Star-Trek-Kinofilm.