„Ein Teil des Publikums ist Scully“: Dave Filoni rechnet bei „Ahsoka“-Staffel 2 mit gespaltenen Fans
Dave Filoni weiß, dass die zweite Staffel von „Ahsoka“ die Fans spalten wird – wegen ihres Hangs zum Übernatürlichen. Er findet das gut. Los geht es am 20. Januar 2027 bei Disney+.
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Dave Filoni weiß, worauf er sich einlässt. Die zweite Staffel von „Ahsoka” wird nach seinen Worten nicht alle Star-Wars-Fans gleichermaßen abholen – und genau das gefällt ihm. „Ein Teil des Publikums ist Scully, ein Teil ist Mulder. Und das liebe ich”, sagte der Lucasfilm-Chef und Schöpfer der Serie im Gespräch mit Empire. Am 20. Januar 2027 geht die Serie bei Disney+ weiter.
Filoni: „Man muss beiden dienen”
Mit dem Vergleich spielt Filoni auf das Ermittlerduo aus Akte X an: Fox Mulder glaubt an das Übernatürliche, Dana Scully bleibt skeptisch. Genau so werde das Publikum auf die neuen Folgen reagieren. „Man muss beiden dienen. Manche sagen: ‚Das ist verrückt, ernsthaft?‘ Und manche sagen: ‚Na ja … vielleicht stimmt das ja!‘” Warum glaube man so selbstverständlich an einen Machtgeist, fragt Filoni – die Fans würden das ausdiskutieren, „und ich finde, das ist die Schönheit des Fandoms”.
Der Anlass liegt auf der Hand. Schon im September hatte Filoni gegenüber Empire bestätigt, dass die Mortis-Götter aus „Star Wars: The Clone Wars” in der zweiten Staffel eine Rolle spielen – Wesen, die die Macht selbst verkörpern und bislang nur in der Animation zu sehen waren. Dazu kommen die Nachtschwestern von Dathomir, mit deren Hilfe Großadmiral Thrawn am Ende der ersten Staffel von Peridea entkommen ist.
Beim Termin auf dem roten Teppich für ABC hielten sich die Beteiligten mit Details zurück. Hayden Christensen, der erneut Anakin Skywalker spielt, kündigte lediglich „einen großen Krieg” an, der „oben in den Sternen” stattfinde – „ein ‚Star Wars‘, wenn man so will”. Filoni selbst sprach von einem großen Abenteuer, das „größer und besser” ausfalle als in der ersten Staffel.
Der Termin: 20. Januar 2027 bei Disney+
Auf diesen Termin warten Star-Wars-Fans seit über einem Jahr: Am 20. Januar 2027 kehrt „Ahsoka” mit der zweiten Staffel auf Disney+ zurück. Lucasfilm bestätigte das Datum bei der D23 in Anaheim – nachdem es Stunden zuvor bereits durchgesickert war.
Schuld daran war eine Bildagentur: Getty veröffentlichte ein Foto von Rosario Dawson, Eman Esfandi und Dave Filoni bei einer Poster-Signierstunde, auf dem das Datum gut lesbar im Hintergrund stand. Die offizielle Ankündigung am Abend war damit nur noch die Bestätigung – samt erstem Teaser, der auf das Datum hinausläuft und mit der Frage endet, ob man ein Jedi sei oder nicht.
Wer zurückkehrt
Rosario Dawson spielt erneut Ahsoka Tano, Natasha Liu Bordizzo ist wieder Sabine Wren und Lars Mikkelsen kehrt als Großadmiral Thrawn zurück. Ebenfalls dabei: Hayden Christensen als Anakin Skywalker und Eman Esfandi als Ezra Bridger. Regie führen Dave Filoni selbst, Bryce Dallas Howard, Anders Engström und Jennifer Getzinger.
Die Staffel war ursprünglich für 2026 geplant und wurde im Frühjahr auf 2027 geschoben. Der neue Termin passt jetzt in ein Jahr, das für Lucasfilm ohnehin groß wird: 2027 feiert Star Wars sein 50-jähriges Jubiläum, und im Mai startet mit „Star Wars: Starfighter” der nächste Kinofilm.
Die Kostüme verraten mehr als die Ankündigung
Im Lucasfilm-Pavillon stehen die Kostüme der Staffel – und die sind aufschlussreicher als jede Pressemitteilung. Ausgestellt sind Ahsoka, Ahsoka the White, eine junge Padawan-Ahsoka, Anakin, Sabine, Thrawn und Great Mother Klothow, entworfen von Sammy Sheldon Differ. Dazu Chopper, die Loth-Katze Murley und Konzeptkunst.
Bemerkenswert: Anakin und die junge Ahsoka tragen Schneeanzüge, die deutlich an „Star Wars: The Clone Wars” erinnern. Fans lesen das als Beleg dafür, dass die Staffel erneut mit Rückblenden in die Klonkriege arbeitet – Lucasfilm hat das allerdings nicht bestätigt. Angesichts der Rolle, die diese Szenen schon in Staffel 1 gespielt haben, wäre es keine Überraschung.
„Die Stützräder sind ab”
Eman Esfandi wurde im Podcast Thank the Maker deutlicher als das offizielle Material: Filoni habe diesmal die Stützräder abgenommen, die Staffel werde spürbar größer und reifer. Für Ezra Bridger, der am Ende der ersten Staffel nach Jahren im Exil auf die Erde – beziehungsweise nach Hause – zurückkehrte, dürfte das einiges bedeuten.
In einem zweiten Podcast-Gespräch ist er Anfang September konkreter geworden. „Der Ton verschiebt sich”, sagt er dort. „Es ist viel intensiver. Es ist viel mehr Action. Es gibt viel mehr zu bewältigen.” Über die Handlung schweigt er weiterhin, kündigt aber an, dass sein Ezra deutlich mehr zu sehen sein wird als in Staffel 1 – in der die Figur erst in den späten Folgen auftauchte, nachdem die Handlung nach Peridea geführt hatte.
Auch der Dreh selbst lief anders. Staffel 1 entstand größtenteils in Los Angeles, Staffel 2 in den Pinewood Studios bei London; Esfandi hat dafür sieben Monate im Ausland gelebt und nennt es das größte Projekt, an dem er je beteiligt war. Dass zwischen beiden Staffeln mehr als drei Jahre liegen, führt er auf die Streiks von 2023 zurück: Während des Ausstands habe niemand im Ensemble gewusst, ob es überhaupt weitergeht, und die Dauer des Streiks entspreche ungefähr der Zeit, die es danach gebraucht habe, die Produktion wieder in Gang zu bringen. Wie aufwendig gedreht wurde, macht er an Rosario Dawson fest: drei bis vier Stunden Maske vor jedem Drehtag, danach ein Zehn- bis Zwölf-Stunden-Tag und eine weitere Stunde, um die Maske wieder abzunehmen.
Was Ahsoka Staffel 2 für das Gesamtgefüge bedeutet, haben wir bereits im Zusammenhang mit „Star Wars Rebels” eingeordnet. Alle weiteren Ankündigungen des Abends findest du in unserer Übersicht zur D23 2026.
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