Nachruf

Tom Skerritt ist tot: Der Captain Dallas aus „Alien“ starb mit 93 Jahren

Tom Skerritt ist tot. Der Schauspieler, der in „Alien“ Captain Dallas spielte und in „Top Gun“ den Ausbilder Viper, starb am Mittwoch im Alter von 93 Jahren eines natürlichen Todes. Das hat seine Familie bekannt gegeben.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·4 Min. Lesezeit
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Tom Skerritt ist tot: Der Captain Dallas aus „Alien“ starb mit 93 Jahren
Skydance

Tom Skerritt ist tot. Der US-Schauspieler, der als Captain Dallas in Ridley Scotts „Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt” das Kommando über die Nostromo führte, starb am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, eines natürlichen Todes. Er wurde 93 Jahre alt. Das hat seine Familie mitgeteilt, wie The Hollywood Reporter berichtet.

„Wir sind untröstlich über seinen Verlust”, heißt es in der Erklärung der Familie. „Die Welt kannte Tom durch seine bemerkenswerte Karriere als Schauspieler, wir kannten ihn wegen seines Humors, seiner Neugier, seiner Weisheit, seiner Großzügigkeit und der Liebe, die er in unser Leben gebracht hat.”

Auf einen Blick

Wer war Tom Skerritt? Ein US-Schauspieler, geboren am 25. August 1933 in Detroit, mit einer Karriere über sechs Jahrzehnte.

Wann ist er gestorben? Am 21. Oktober 2026 im Alter von 93 Jahren, eines natürlichen Todes.

Bekannteste Rollen? Captain Dallas in „Alien” (1979), Commander Mike „Viper” Metcalf in „Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel” (1986), Duke Forrest in „M*A*S*H” (1970) und Sheriff Jimmy Brock in „Picket Fences”.

Auszeichnungen? Ein Emmy 1993 als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie für „Picket Fences”.

Captain Dallas: Die Rolle, die er zuerst ablehnte

Für Science-Fiction-Fans bleibt Skerritt vor allem der Kapitän der Nostromo. In „Alien” stand er 1979 an erster Stelle der Besetzungsliste, noch vor Sigourney Weaver, deren Ripley erst im Lauf des Films zur Hauptfigur wird. Dallas ist der Mann, der in die Lüftungsschächte steigt, um das Wesen in die Luftschleuse zu treiben – eine der berühmtesten Szenen des Films.

Dabei hätte er die Rolle beinahe nicht gespielt. Zunächst sagte Skerritt ab, weil er fürchtete, die Effekte würden das schmale Budget auffressen, und weil noch kein Regisseur feststand. Umgestimmt hat ihn erst Ridley Scott. In der Dokumentation Alien Evolution von 2001 erinnerte er sich, wie er sich Scotts Debüt Die Duellisten vorführen ließ: „Es war ein Meisterwerk. Ein Gemälde von Anfang bis Ende. Also musste ich ‚Alien‘ machen.”

Von „M*A*S*H” bis „Top Gun”

Seinen Durchbruch hatte Skerritt 1970 in Robert Altmans Kriegssatire M*A*S*H als Chirurg Duke Forrest, der zu Beginn des Films zusammen mit Hawkeye Pierce (Donald Sutherland) einen Jeep stiehlt, um ins Lazarett zu kommen. Danach drehte er erneut mit Altman (Diebe wie wir, 1974), spielte in Hal Ashbys Harold und Maude einen Motorradpolizisten und in Cheech und Chongs Viel Rauch um nichts den Vietnam-Veteranen Strawberry.

Einem Millionenpublikum wurde er 1986 als Commander Mike „Viper” Metcalf bekannt, der Ausbilder von Tom Cruises Maverick in „Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel”. Dazu kamen Rollen in David Cronenbergs Stephen-King-Verfilmung Dead Zone – Der Attentäter (1983), in Poltergeist III (1988), in Magnolien aus Stahl (1989) und als Pfarrer und Familienvater in Robert Redfords Aus der Mitte entspringt ein Fluss (1992). In Robert Zemeckis’ Science-Fiction-Drama Contact (1997) stand er an der Seite von Jodie Foster vor der Kamera.

Emmy für „Picket Fences”

Seinen größten Erfolg im Fernsehen feierte er mit einer Hauptrolle: Von 1992 bis 1996 spielte er in David E. Kelleys CBS-Serie Picket Fences – Tatort Gartenzaun den Sheriff Jimmy Brock der Kleinstadt Rome in Wisconsin. Dafür gewann er 1993 den Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie, ein Jahr später war er erneut nominiert.

Dazu kamen Gastrollen und wiederkehrende Auftritte, etwa in der sechsten Staffel von Cheers als Evan Drake, der Chef von Kirstie Alleys Rebecca Howe, sowie in The West Wing, Brothers and Sisters und The Good Wife. 2012 hatte er einen Gastauftritt als er selbst in Seth MacFarlanes Komödie Ted.

Vom Air-Force-Soldaten zum Schauspieler

Geboren wurde Thomas Roy Skerritt am 25. August 1933 in Detroit. Nach der Highschool ging er zur Air Force, studierte danach Englisch an der Wayne State University und wechselte an die UCLA. Eigentlich wollte er Autor oder Regisseur werden, die Schauspielerei sollte nur ein Weg dorthin sein. Sein Filmdebüt gab er 1962 im Koreakriegsdrama War Hunt.

Skerritt war dreimal verheiratet. Er hinterlässt seine Frau Julie Tokashiki, mit der er seit 1998 verheiratet war, und seine Kinder Andy, Erin, Matt, Colin und Helen.

Laut seiner Familie eines natürlichen Todes. Er starb am 21. Oktober 2026 im Alter von 93 Jahren.

Captain Dallas, den Kommandanten des Raumfrachters Nostromo. In der Besetzungsliste von 1979 stand er noch vor Sigourney Weaver.

Commander Mike „Viper” Metcalf, den Leiter der Top-Gun-Fliegerschule und Ausbilder von Tom Cruises Maverick.

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