Nach „Wednesday“ erst mal Fernsehpause: Jenna Ortega will Zeit für neue Projekte
Jenna Ortega plant nach „Wednesday“ eine Pause vom Fernsehen. Die dritte Staffel ist seit September abgedreht und soll 2027 bei Netflix starten – ob sie die letzte ist, bleibt offen.
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Jenna Ortega will nach „Wednesday” erst einmal keine Serie mehr drehen. „Ich glaube, nach Wednesday werde ich wahrscheinlich eine Weile kein Fernsehen machen”, sagte die Hauptdarstellerin im Podcast „Happy Sad Confused” von Josh Horowitz, wie Deadline berichtet. Sie habe als Kind viele Jahre lang von einer Serie zur nächsten gewechselt, „und ich möchte mir Zeit für neue Dinge lassen”.
Wann genau diese Pause beginnt, lässt sie offen. Deadline bezieht die Aussage auf die Zeit nach der dritten Staffel, die seit September abgedreht ist und 2027 bei Netflix starten soll. Ortega selbst spricht nur allgemein von der Zeit „nach Wednesday” – ob die dritte Staffel auch die letzte ist, hat Netflix bislang nicht mitgeteilt.
„Was mir bestimmt ist, wird mich finden”
Große Pläne für die Zeit danach hat Ortega nach eigener Aussage noch nicht. „Ich hatte tatsächlich nicht viele Gespräche über Franchises”, sagte sie. „Aber was mir bestimmt ist, wird mich finden.” Den enormen Erfolg der Serie könne sie bis heute nicht ganz einordnen: Erkannt zu werden, habe sich zeitweise angefühlt „wie ein krankes Psychospiel”.
Auch in einer neuen Titelgeschichte der Vogue, über die Variety berichtet, beschreibt Ortega Abstand als Prinzip. Sie lese keine Kritiken, schaue ihre eigenen Filme nicht an und ignoriere die Einspielzahlen, die ihr Team ihr schickt. Soziale Medien nutze sie immer seltener, weil dort inzwischen so viel „KI-Müll” zu sehen sei. Zeitgleich startet in den USA ihr Sci-Fi-Film „Klara and the Sun” von Taika Waititi, der bei der Kritik bislang schlecht ankommt; ein deutscher Kinostart steht noch nicht fest.
Staffel 3 ist seit September abgedreht
Die dritte Staffel von „Wednesday” ist im Kasten. Netflix hat den Drehschluss offiziell bekannt gegeben und dazu ein erstes Bild aus den neuen Folgen veröffentlicht: Jenna Ortega als Wednesday Addams an einer Schreibmaschine – dem Werkzeug, an dem die Figur schon seit der ersten Staffel ihre Romane schreibt.
Damit ist die Produktion nach Dreharbeiten in Paris und Dublin abgeschlossen. Einen Starttermin nennt Netflix weiterhin nicht, und der Blick auf die zweite Staffel zeigt, dass es bis zu den neuen Folgen noch dauern dürfte.
Drehschluss in Paris und Dublin – und neue Gesichter
Gedreht wurde die dritte Staffel seit Februar in Dublin und Paris. Die französische Hauptstadt ist dabei mehr als eine Kulisse: Staffel 2 endete damit, dass Wednesday gemeinsam mit Onkel Fester aufbricht, um Enid zu retten, die als Alpha-Werwölfin in ihrer Gestalt gefangen ist. Die Suche führt die beiden aus Nevermore hinaus.
Neu im Ensemble ist vor allem Eva Green als Ophelia Frump, die Schwester von Morticia und damit Wednesdays Tante. Außerdem stößt Winona Ryder dazu, die mit Ortega und Tim Burton bereits „Beetlejuice Beetlejuice” gedreht hat. Ebenfalls neu dabei sind unter anderem Lena Headey, James Lance, Chris Sarandon, Noah Taylor und Kennedy Moyer. Burton führt wieder Regie, Alfred Gough und Miles Millar bleiben Showrunner.
Zurück sind Catherine Zeta-Jones als Morticia, Luis Guzmán als Gomez, Isaac Ordonez als Pugsley, Emma Myers als Enid, Fred Armisen als Onkel Fester, dazu Hunter Doohan, Joy Sunday, Billie Piper und Joanna Lumley.
Was die Set-Fotos aus Paris zeigten
Schon während des Drehs kursierten Aufnahmen aus Paris, die Ortega und Emma Myers nebeneinander durch eine Straße gehen zeigen, Enid in menschlicher Gestalt und sichtlich gelöst. Die Bildagentur Splash News hat die Fotos selbst veröffentlicht und beide Darstellerinnen ausdrücklich beim Dreh zur dritten Staffel verortet – es ist also keine Drehpause, sondern eine gespielte Szene in Kostüm.
Damit steht fest, dass die Rückverwandlung im Lauf der Staffel gelingt. Was Set-Fotos dagegen nie verraten, ist der Preis: wer sie möglich macht, was Wednesday dafür aufgibt und an welcher Stelle der Staffel die Szene überhaupt spielt. Möglich ist auch, dass die Pariser Bilder aus einer frühen Folge stammen und das eigentliche Drama davor liegt.
Enid als Werwolf dauerhaft festzuschreiben wäre für die Serie ohnehin ein Risiko gewesen. Die Figur lebt von ihrer Redseligkeit und davon, dass sie das genaue Gegenteil ihrer Zimmergenossin ist – ein Kontrast, der ohne Gesicht und Stimme kaum funktioniert.
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Roadtrip statt Internat
Die Prämisse der dritten Staffel weicht deutlich von den ersten beiden ab. Statt in Nevermore zu ermitteln, macht sich Wednesday gemeinsam mit Onkel Fester auf die Suche nach Enid, um sie nach Hause zu holen. Dass die Suche bis nach Paris reicht, weitet diesen Rahmen spürbar.
Für eine Serie, die ihre ersten beiden Staffeln fast vollständig auf dem Gelände der Nevermore Academy verbracht hat, ist das ein Bruch mit dem eigenen Format. Aus der Internatsserie mit Kriminalfall wird eine Reiseerzählung – und aus der Ermittlerin, die Rätsel löst, eine Freundin, die ein Versprechen einlöst.
Jenna Ortega hat zudem angekündigt, dass die dritte Staffel das Abschlussjahr der Hauptfiguren aufgreift. Beides zusammen ergibt eine Staffel, die zwei Dinge gleichzeitig erzählen müsste: eine Rettungsaktion quer über den Atlantik und den letzten Jahrgang in Nevermore.
Wann Staffel 3 startet
Netflix führt die dritte Staffel im Programm für 2027, einen genauen Termin gibt es auch mit dem Drehschluss nicht. Weitere Angaben wollte Netflix laut The Hollywood Reporter nicht machen. Da der Anbieter seine Eigenproduktionen weltweit zeitgleich veröffentlicht, gilt das künftige Startdatum auch für Deutschland.
Einen Anhaltspunkt liefert die zweite Staffel: Zwischen ihrem Drehschluss und dem Start lagen rund acht Monate, weil die Serie viel Effektarbeit in der Postproduktion braucht. The Hollywood Reporter hält deshalb eine Rückkehr im Herbst 2027 für gut denkbar – eine Einschätzung, keine Ankündigung. Klar kürzer als die drei Jahre zwischen Staffel 1 und 2 dürfte die Wartezeit in jedem Fall ausfallen.
Emma Myers hatte sich schon vor dem Finale der zweiten Staffel öffentlich zwei Dinge gewünscht: nicht dauerhaft als Werwolf festzustecken und dass die Figuren einander nicht länger an die Gurgel gehen. Der erste Wunsch scheint sich zu erfüllen. Ob auch der zweite aufgeht, zeigen die Folgen, die derzeit in der Postproduktion stecken.
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Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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