Fantasy / Kinostart

Deutscher Kinostart steht: Laikas Stop-Motion-Epos „Wildwood“ kommt am 5. November

Laika bringt sein Stop-Motion-Epos „Wildwood“ am 5. November in die deutschen Kinos. In den USA feiern Kritiker den Fantasyfilm, der dort als seltene Ausnahme unter den Animationsfilmen ein PG-13 bekam.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·3 Min. Lesezeit
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Deutscher Kinostart steht: Laikas Stop-Motion-Epos „Wildwood“ kommt am 5. November
Laika

Laikas Stop-Motion-Epos „Wildwood” hat einen deutschen Kinostart: Der Verleih Capelight Pictures bringt den Film am 5. November 2026 in die Kinos, erste Previews laufen bereits am 31. Oktober. In den USA läuft der Fantasyfilm seit dem 23. Oktober und kommt dort mit ungewöhnlich starken Kritiken an: Bei Rotten Tomatoes steht er laut TheWrap bei 100 Prozent positiven Besprechungen.

Regie führte Travis Knight, Chef des Animationsstudios Laika und Regisseur von „Kubo – Der tapfere Samurai”. Für Laika ist es der erste Kinofilm seit „Mister Link” aus dem Jahr 2019 und nach Knights eigenen Worten der teuerste der Studiogeschichte.

Darum geht es in „Wildwood”

Die Vorlage ist die gleichnamige Jugendbuchreihe von Colin Meloy und Carson Ellis. Im Mittelpunkt steht die junge Prue aus Portland, Oregon, deren kleiner Bruder von einem Krähenschwarm entführt wird. Um ihn zurückzuholen, folgt sie den Vögeln in den Wildwood, einen verwunschenen Wald gleich vor der Stadt, in dem sprechende Tiere, Fabelwesen und ein drohender Krieg auf sie warten.

In der englischen Originalfassung sprechen unter anderem Peyton Elizabeth Lee als Prue, dazu Carey Mulligan, Mahershala Ali, Angela Bassett, Richard E. Grant, Awkwafina, Jacob Tremblay und Tom Waits. Hinter der Kamera stand der sechsfach Oscar-nominierte Kameramann Caleb Deschanel, die Musik schrieb Dario Marianelli.

Fünf Jahre Produktion, 233 Puppen

Wie aufwendig der Film ist, beschreibt The Hollywood Reporter: 233 handgefertigte Puppen, Hunderttausende austauschbare Gesichter und 132 echte Sets, darunter 728 Miniaturbäume. Die Produktion begann vor gut fünf Jahren, mehr als 1.000 Menschen arbeiteten daran. Variety beziffert das Budget auf rund 100 Millionen Dollar, Knight selbst will keine Zahl nennen.

Im Interview mit dem Hollywood Reporter erzählt Knight, das Projekt habe ihn mehr als die Hälfte seiner Karriere begleitet und er falle nach dem Abschluss „in eine kleine Depression”. Deutlich wird er beim Thema künstliche Intelligenz: Sie sei „das Gegenteil von allem, wofür ich stehe”. Parallel zu „Wildwood” hatte Knight auch die Realverfilmung „Masters of the Universe” für Amazon MGM inszeniert, die in diesem Jahr in den Kinos lief.

PG-13: eine seltene Freigabe für einen Animationsfilm

In den USA hat die Altersfreigabe für Gesprächsstoff gesorgt. Die MPA vergab ein PG-13, unter anderem wegen „blutiger Bilder” und „starker Fantasy-Gewalt”. Für westliche Animationsfilme ist das die große Ausnahme: Laut einer Analyse von TheWrap gab es seit Einführung der Stufe in den Achtzigern nur eine Handvoll, darunter „Die Simpsons - Der Film”, während Realfilme wie die Marvel-Blockbuster sie routinemäßig tragen. Knight sagte dem Hollywood Reporter, ihm habe die Einstufung nicht gefallen. Der Film richte sich an ein Familienpublikum, „aber eines mit einer gewissen Reife”.

Laika selbst sieht darin keinen Bruch. „Animation ist ein Medium, kein Genre und schon gar keine Altersgruppe”, sagte Marketingchef David Burke zu TheWrap. Man habe den Film nicht auf eine bestimmte Freigabe hin gebaut, sondern die Geschichte so vollständig erzählt wie möglich. Eine deutsche FSK-Freigabe ist bislang nicht veröffentlicht.

Am 5. November 2026 im Verleih von Capelight Pictures. Erste Previews laufen am 31. Oktober. In den USA läuft er seit dem 23. Oktober 2026.

Vom Stop-Motion-Studio Laika, das auch „Coraline” und „Kubo – Der tapfere Samurai” gemacht hat. Regie führte Laika-Chef Travis Knight, die Vorlage stammt von Colin Meloy und Carson Ellis.

Nicht unbedingt. In den USA trägt der Film ein PG-13, Eltern wird bei Kindern unter 13 Jahren also zur Vorsicht geraten, unter anderem wegen blutiger Bilder und Fantasy-Gewalt. Die deutsche FSK-Freigabe steht noch aus.

Darum geht's

scifiscene bei Google folgen

Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.

Als bevorzugte Quelle