Der junge Filmemacher Davis kehrt mit seiner amerikanischen Freundin Pia in sein verschlafenes schottisches Heimatdorf zurück, um dort eine Naturdokumentation zu drehen und seine Mutter Janet zu besuchen. Im örtlichen Pub erfährt Pia von einer düsteren Geschichte: In den 1990er-Jahren entführte und tötete der Einheimische Iain Adair mehrere Menschen und brachte die Gegend um ihren Tourismus.
Fasziniert vom Stoff überzeugt Pia Davis, statt der Naturdoku lieber einen True-Crime-Film über den Fall zu drehen. Bei ihren Recherchen stoßen die beiden auf Ungereimtheiten – und schließlich auf alte Videobänder, die belegen, dass Iain Adair nicht allein handelte.
Der Twist: Die eigentlichen Drahtzieher waren Davis' verstorbener Vater Kenneth, ein früherer Polizist, und dessen Frau Janet. Um seine Spuren zu verwischen, erschoss Kenneth damals Adair und dessen Eltern und schob ihm sämtliche Taten zu. Als Pia die Wahrheit auf den Bändern entdeckt, wird sie von Janet verfolgt, stürzt und ertrinkt. Janet nimmt sich später das Leben und hinterlässt ihrem Sohn die belastenden Aufnahmen und ein Geständnis.
Aus dem Material entsteht die preisgekrönte Dokumentation "Loch Henry: Truth Will Out". Im Epilog gewinnt Davis dafür einen BAFTA – doch der Erfolg fühlt sich hohl an: Er hat Pia, den Ruf seiner Familie und seinen Seelenfrieden verloren. Die Folge seziert bissig die Faszination des True-Crime-Genres und den Preis, den das Ausschlachten echter Tragödien fordert.