Louis erholt sich nur langsam von Lestats brutaler Prügelattacke – zersplitterte Wirbel, eine durchbohrte Lunge und monatelange Blindheit auf einem Auge. Claudia pflegt ihn geduldig und ersinnt eine vampirische Rehabilitation. Sechs Jahre lang ignorieren beide Lestats teure Entschuldigungsgeschenke oder verbrennen sie sogar.
Erst ein von Lestat komponiertes Liebeslied bringt Louis dazu, ihn aufzusuchen – ausgerechnet, weil Lestats Geliebte Antoinette es singt. Louis stellt Lestat zur Rede und nimmt ihn nach einem heftigen Streit wieder auf. Louis und Claudia knüpfen die Rückkehr an Bedingungen: keine Lügen mehr, Lestat soll Antoinette töten, und Claudia gibt sich künftig als Louis’ Schwester aus, nicht als seine Tochter.
Lestat erzählt von seinem eigenen Erschaffer Magnus, der ihn wochenlang quälte und sich dann selbst tötete. Als Beweis für Antoinettes Tod bringt er eine Zeitungsmeldung und einen abgetrennten Finger – doch die misstrauische Claudia folgt ihm und entdeckt, dass Antoinette in einem Hotel in Ponchatoula weiterlebt.
Claudia drängt Louis, Lestat endgültig zu verlassen, und träumt von einem neuen Leben in New York. Louis bleibt zurück, überzeugt, er würde sie nur aufhalten. Als Claudia sich heimlich in einen Zug schmuggelt, spürt Lestat sie auf, tötet den Schaffner und zwingt sie unter Todesdrohung zur Rückkehr.
Zurück im goldenen Käfig erkennt Claudia den einzigen Ausweg: Lestat zu töten. Erstmals schlägt sie ihn im Schach und beweist damit, dass sie ihn überlisten kann. Louis begreift, dass nur Lestats Tod die beiden befreit. In der Gegenwart erinnert sich Daniel unterdessen an seine erste Begegnung mit Louis im Jahr 1973 – und erkennt schockiert, dass der scheinbar menschliche Rashid seither nicht gealtert ist.