Hellboy: Die Reihenfolge der Filme
Sechs Filme, drei Hellboy-Darsteller, drei Studios: Wir zeigen dir, in welcher Reihenfolge du die Hellboy-Filme am besten schaust, welche wirklich zusammengehören – und warum der letzte Teil in Deutschland nie im Kino lief.
Die Hellboy-Filmreihe umfasst sechs Verfilmungen aus 22 Jahren, und weil sie dreimal neu gestartet wurde, ist die Reihenfolge weniger selbsterklärend als bei anderen Comic-Reihen. Die kurze Antwort: Schau die Filme nach Erscheinungsdatum. Die beiden Filme von Guillermo del Toro mit Ron Perlman bauen direkt aufeinander auf, die beiden Reboots danach stehen jeweils für sich und setzen keinen der Vorgänger voraus.
Hellboy stammt übrigens weder von Marvel noch von DC: Mike Mignola schuf die Figur 1993 für Dark Horse Comics – ein eigenes Verlagsuniversum mit der Behörde für paranormale Forschung und Verteidigung (BPRD) als Zentrum. Genau diese Eigenständigkeit ist auch der Grund, warum die Reihe nie zu einem durchlaufenden Franchise geworden ist: Sie hat in ihrer Geschichte dreimal das Studio gewechselt.
Auf einen Blick
Wie viele Hellboy-Filme gibt es? Sechs: vier Realfilme fürs Kino und zwei Animationsfilme.
In welcher Reihenfolge schaut man sie? Nach Erscheinungsdatum – 2004, 2006, 2007, 2008, 2019, 2024. Wer nur die Realfilme sehen will, startet mit „Hellboy” (2004).
Wer spielt Hellboy? Ron Perlman in den beiden del-Toro-Filmen, David Harbour im Reboot von 2019, Jack Kesy im zweiten Reboot von 2024.
Gehört Hellboy zu Marvel? Nein. Die Figur gehört Mike Mignola und erscheint bei Dark Horse Comics.
Geht die Reihe weiter? Ein neuer Film ist derzeit nicht angekündigt. Im Comic läuft Hellboy dagegen weiter – Mignola setzt die Reihe im Herbst 2026 fort.
Hellboy Filmreihe: Chronologische Reihenfolge und Boxoffice
Die Hellboy Filmreihe befindet sich derzeit auf Platz 137 der erfolgreichsten Filmreihen.
- Reihenfolge Filme
- Einnahmen
- Grafik
| Jahr | Film | |
|---|---|---|
| 2004 | Hellboy | Streamen |
| 2008 | Hellboy Animated - Schwert der Stürme | Streamen |
| 2008 | Hellboy Animated - Blut & Eisen | Streamen |
| 2008 | Hellboy - Die goldene Armee | Streamen |
| 2019 | Hellboy - Call of Darkness | Streamen |
| 2025 | Hellboy: The Crooked Man | Streamen |
| Jahr | Film | Einspielergebnisse Weltweit |
| 2008 | Hellboy - Die goldene Armee | 178.56 Millionen US Dollar |
| 2004 | Hellboy | 99.38 Millionen US Dollar |
| 2019 | Hellboy - Call of Darkness | 55.07 Millionen US Dollar |
| 2025 | Hellboy: The Crooked Man | 2.09 Millionen US Dollar |
| 2008 | Hellboy Animated - Schwert der Stürme | 0.00 US Dollar |
| 2008 | Hellboy Animated - Blut & Eisen | 0.00 US Dollar |
335.09 Millionen US Dollar
29. September 2026
Box Office Mojo
Hellboy: Die richtige Reihenfolge der Filme
Alle sechs Adaptionen in der Reihenfolge ihres Erscheinens: „Hellboy”, Hellboy Animated – Schwert der Stürme (2006), Hellboy Animated – Blut und Eisen (2007), „Hellboy - Die goldene Armee” (2008), „Hellboy - Call of Darkness” (2019) und „Hellboy: The Crooked Man” (2024, in Deutschland erst 2025). In Deutschland kamen beide Animationsfilme erst 2008 auf DVD – deshalb stehen sie in der Übersicht oben unter diesem Jahr, obwohl die Originalfassungen 2006 und 2007 liefen.
Praktisch reicht für die meisten eine kürzere Liste. Nur „Hellboy” und „Hellboy - Die goldene Armee” erzählen eine zusammenhängende Geschichte: gleiche Besetzung, gleicher Regisseur, direkte Fortsetzung. Diese beiden gehören in dieser Reihenfolge gesehen. „Hellboy - Call of Darkness” und „Hellboy: The Crooked Man” sind komplette Neustarts mit neuem Hauptdarsteller, neuem Studio und eigener Vorgeschichte – du kannst sie in beliebiger Reihenfolge davor oder danach schauen, ohne etwas zu verpassen.
Die beiden Animationsfilme sind der Sonderfall. Sie entstanden 2006 und 2007 parallel zu del Toros Kinofilmen, Ron Perlman und Selma Blair sprachen dort ihre eigenen Rollen, und inhaltlich liegen sie zwischen den beiden Realfilmen. Für die Handlung sind sie nicht nötig, für Fans der Perlman-Ära aber die einzige Erweiterung, die es gibt.
Die del-Toro-Ära: Perlman als Hellboy
Hellboy ist einer der beliebtesten Comic-Charaktere von Mike Mignola unter dem Label der Dark Horse Comics, und Geschichten um ihn wurden seit den frühen 2000er-Jahren immer wieder verfilmt. Die bekanntesten Filme mit dem Superhelden waren bisher die, in denen Ron Perlman und Selma Blair („Eiskalte Engel”) in den Hauptrollen auftraten. Unter dem Strich sind „Hellboy” mit 99,3 Millionen US-Dollar und die Fortsetzung „Hellboy - Die goldene Armee” mit 168,3 Millionen US-Dollar bis heute auch die erfolgreichsten Hellboy-Filme – wobei die goldene Armee bei 85 Millionen Dollar Produktionskosten damit gerade so eine schwarze Null schrieb.
Ursprünglich sollte es noch einen dritten Film mit Perlman geben. Der geplante dritte Hellboy-Film wurde aufgrund verschiedener Hindernisse aber nie realisiert. Obwohl Guillermo del Toro Interesse an einem weiteren Teil zeigte, verzögerten sich die Arbeiten immer wieder, unter anderem wegen seiner Verpflichtungen bei anderen Projekten wie „Der Hobbit” und „Pacific Rim”. Trotz wiederholter Versuche, ein Studio für die Finanzierung des Films zu finden, scheiterten alle Versuche, da die bisherigen Filme zwar profitabel waren, aber im Kino nicht genügend Gewinn einbrachten. Vor allem die Unsicherheit auf dem DVD-Markt ließ die Studios zögern.
Darüber hinaus gab es Überlegungen für Spin-offs wie „Hellboy: Silverlance”, die sich auf Nebencharaktere konzentrieren sollten. Doch auch diese Pläne wurden wieder verworfen, entweder weil ein dritter Teil noch in der Pipeline war oder weil der Hellboy-Reboot 2019 diese Pläne endgültig zunichte machte. Schließlich bestätigte del Toro 2017, dass „Hellboy 3” definitiv nicht realisiert werden würde, und trotz späterer Äußerungen von Ron Perlman, das Projekt wieder aufleben zu lassen, blieb es bei dieser Entscheidung.
Hellboy: Die Reboots
Der schon angesprochene Reboot „Hellboy - Call of Darkness” war ein finanzieller Misserfolg. Nachdem das Franchise von Universal Pictures zu Lionsgate wechselte, wurden damit auch die Pläne für den dritten Film mit Perlman begraben. Die Neubesetzung mit David Harbour (Red Guardian) spielte an den Kinokassen gerade einmal 55,1 Millionen US-Dollar ein, bei Produktionskosten von 50 Millionen US-Dollar. Auch Milla Jovovich und Ian McShane konnten dem Film nicht genug Popularität verschaffen.
Durch die ohnehin schon angespannte Suche nach einem Studio – und nach zwei renommierten Filmstudios mit Universal Pictures und Lionsgate – dürfte Dark Horse Comics beim zweiten Reboot mit „Hellboy: The Crooked Man” vor vielen verschlossenen Türen gestanden haben. So ist es auch kein Wunder, dass der Film über den vergleichsweise kleinen Verleih Ketchup Entertainment vertrieben wurde. Die Story mit Jack Kesy in der Hauptrolle ist deutlich düsterer als die der Vorgänger und zielt eher auf Fans des Horror-Genres als auf Comic-Leser.
Wirtschaftlich war das der Tiefpunkt der Reihe. In den USA lief „Hellboy: The Crooked Man” am 8. Oktober 2024 direkt als Video-on-Demand an, ein regulärer Kinostart blieb aus; weltweit kam der Film auf rund 2,1 Millionen US-Dollar. In Deutschland gab es gar keinen Kinostart: Hierzulande erschien der Film erst ein Jahr später, am 9. Oktober 2025 digital und am 23. Oktober 2025 auf DVD und Blu-ray. Wer also auf einen deutschen Kinotermin gewartet hat – den hat es nie gegeben.
Wie geht es mit Hellboy weiter?
Ein fünfter Realfilm ist derzeit nicht angekündigt, und nach zwei gescheiterten Neustarts in fünf Jahren dürfte die Schwelle für einen dritten hoch liegen. Weitergehen soll es dafür dort, wo Hellboy hergekommen ist: Mike Mignola kehrt 2026 mit gleich zwei neuen Serien zu Dark Horse zurück. „Hellboy in Hell: Nothing But Blood” erscheint am 7. Oktober 2026, das zweiteilige Ereignis „Hellboy in Hell: Parade of Horrors” folgt ab dem 16. Dezember 2026.
Für die Filmreihe heißt das vorerst: Die vier Realfilme und die beiden Animationsfilme sind der komplette Bestand. Wer die Reihe nachholen will, fängt am besten mit den beiden del-Toro-Filmen an – sie sind nicht nur die erfolgreichsten, sondern auch die einzigen, die als zusammenhängende Geschichte funktionieren.
Es gibt sechs Hellboy-Filme: die vier Realfilme „Hellboy”, „Hellboy - Die goldene Armee” (2008), „Hellboy - Call of Darkness” (2019) und „Hellboy: The Crooked Man” (2024) sowie die beiden Animationsfilme Schwert der Stürme (2006) und Blut und Eisen (2007).
Nach Erscheinungsdatum. Zwingend zusammen gehören nur „Hellboy” und „Hellboy - Die goldene Armee” – das ist eine direkte Fortsetzung. Die beiden Reboots von 2019 und 2024 erzählen jeweils eine eigene Geschichte und lassen sich unabhängig davon schauen.
Weder noch. Mike Mignola schuf Hellboy 1993 für Dark Horse Comics, wo die Figur bis heute erscheint. Mignola hat zwar auch für Marvel und DC gezeichnet, Hellboy selbst gehört aber keinem der beiden großen Superhelden-Verlage.
Drei Schauspieler: Ron Perlman in „Hellboy” und „Hellboy - Die goldene Armee” (2008), David Harbour in „Hellboy - Call of Darkness” (2019) und Jack Kesy in „Hellboy: The Crooked Man” (2024).
Nein. Guillermo del Toro erklärte bereits 2017, dass sein geplanter dritter Teil nicht mehr zustande kommt. Ron Perlman hat sich später mehrfach für eine Wiederaufnahme ausgesprochen, ein Studio hat das Projekt aber nie wieder aufgegriffen.
Nein. In den USA lief der Film ab dem 8. Oktober 2024 direkt als Video-on-Demand. In Deutschland erschien er ohne Kinoauswertung am 9. Oktober 2025 digital und am 23. Oktober 2025 auf DVD und Blu-ray.
Hellboy: Alle Filme nach Kinostart sortiert
Hellboy strandet in den 1950ern zusammen mit Bobbie Jo Song, der neuen Agentin des Bureau for Paranormal Research and Defense, in den Appalachen, wo das Duo über eine abgelegene Siedlung stolpert. Dort treiben Hexen ihr Unwesen, angeführt vom Crooked Man, den Hellboy noch gut aus seiner eigenen Vergangenheit kennt.
Im Kampf gegen das Böse kann es nur einen geben: Halbdämon Hellboy (David Harbour)! Mit geschärftem Schwert, glutroten Hörnern und legendärer Eisenfaust hat er diesmal eine ganz besonders apokalyptische Mission: Er muss die mächtige Hexe Nimue (Milla Jovovich) und das Monster Gruagach stoppen, die zusammen mit einer Reihe weiterer mythischer Wesen, Tod und Zerstörung unter die Menschen bringen wollen. Doch dafür brauchen sie Hellboy.
Weil die Menschheit die Natur und damit die darin lebenden Fabelwesen zerstört, kündigt Elfenprinz Nuada den seit Ewigkeiten herrschenden Frieden und will die unbesiegbare Goldene Armee in die Schlacht führen. Hellboy und seine Kollegen vom Institut für paranormale Forschung und Verteidigung sind gefordert! Mit Freundin Liz und Fischmensch Abe legt er los. Doch sein Gegner ist unsterblich.
Blut und Eisen ist der zweite und letzte Animationsfilm der Hellboy-Reihe, im Original Hellboy Animated: Blood and Iron. Regie führte Victor Cook, das Drehbuch schrieben Serienveteran Tad Stones und Hellboy-Erfinder Mike Mignola. Der Film lief im März 2007 auf Cartoon Network und kam in Deutschland am 19. September 2008 direkt auf DVD. Er schließt an „Hellboy Animated - Schwert der Stürme” an und spielt wie dieser zwischen den beiden Kinofilmen von Guillermo del Toro.
Im ersten animierten Spielfilm um Hellboy gerät ein ahnungsloser Volkskundeprofessor unter den Einfluss der uralten japanischen Dämonen des Donners und des Blitzes. Als jedoch die “Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen” ein Agententeam auf den Fall ansetzt, landet Hellboy dank eines verwunschenen Samuraischwerts in einer anderen Dimension, die von Geistern, Monstern und wildem Chaos beherrscht wird. Während die pyrokinetisch veranlagte Liz Sherman und der Fischmann Abe Sapien gegen einen reichlich übellaunigen Drachen antreten, muss der verirrte und ziemlich angenervte Hellboy allein den Weg nach Hause finden. Doch selbst wenn er die gefährliche Reise überlebt – was soll er sich noch alles von den beiden rachsüchtigsten und grimmigsten Gestalten der japanischen Sagenwelt gefallen lassen?
Im zweiten Weltkrieg versuchen Nazi-Wissenschaftler auf dem Gebiet des Okkulten mit Hilfe des bösen Rasputin ein Tor zur Hölle zu öffnen und sieben Götter des Chaos zu ihren Gunsten auf die Erde loszulassen. Eine amerikanische Geheimorganisation unter der Leitung von Professor "Broom" Bruttenholm kann dies verhindern, doch durch das unfertige Tor fällt ihnen ein noch junger Dämon, genannt "Hellboy" in die Hände. Broom erzieht ihn zum Kampf gegen das Böse und in unserer Zeit hat er es sich auf der guten Seite recht gemütlich gemacht, ist sogar heimlich verliebt in die pyrokinetische Liz. Als Rasputin jedoch sich anschickt, seinen Plan zu vollenden, mobilisiert die Organisation alle Kräfte und Hellboy ist mittendrin.