Blut und Eisen ist der zweite und letzte Animationsfilm der Hellboy-Reihe, im Original Hellboy Animated: Blood and Iron. Regie führte Victor Cook, das Drehbuch schrieben Serienveteran Tad Stones und Hellboy-Erfinder Mike Mignola. Der Film lief im März 2007 auf Cartoon Network und kam in Deutschland am 19. September 2008 direkt auf DVD. Er schließt an „Hellboy Animated - Schwert der Stürme” an und spielt wie dieser zwischen den beiden Kinofilmen von Guillermo del Toro.
Handlung
Ein publicitysüchtiger Milliardär hat ein altes Herrenhaus nach Amerika verschiffen lassen und lädt die Behörde für paranormale Forschung und Verteidigung ein, den angeblichen Spuk darin zu entlarven. Professor Trevor Bruttenholm sagt sofort zu – und das macht Hellboy misstrauisch, denn der Professor nimmt solche Einladungen sonst nicht an. Gemeinsam mit Liz Sherman und Abe Sapien reist das Team an.
Was Bruttenholm verschweigt: Er kennt das Haus. 1939 hatte er als junger Mann gegen dessen Herrin gekämpft, die Vampirin Erzsebet Ondrushko, die im Blut junger Frauen badete, um nicht zu altern. Bruttenholm glaubte damals, sie endgültig vernichtet zu haben. In Rückblenden erzählt der Film diese Vorgeschichte parallel zur Gegenwart – und macht schnell klar, dass der Professor sich geirrt hat.
Während im Haus die Vorbereitungen für Erzsebets Rückkehr laufen, bekommt es das Team mit Harpyien, Höllenhunden und einem Werwolf zu tun. Hinter allem steht Hekate, die Göttin der Hexen, der die Vampirin einst ihre Seele verkauft hat – und die auch an Hellboy selbst ein Interesse hat.
Besetzung
Die Sprecher sind dieselben wie in den Realfilmen und im ersten Animationsfilm: Ron Perlman spricht Hellboy, Selma Blair die Pyrokinetikerin Liz Sherman, Doug Jones den Fischmenschen Abe Sapien und John Hurt Professor Trevor Bruttenholm – alle vier in ihren Rollen aus „Hellboy”. Dazu kommen Peri Gilpin als Professorin Kate Corrigan, Kath Soucie als Vampirin Erzsebet Ondrushko und Cree Summer als Hexengöttin Hekate. In Nebenrollen sind mit Jim Cummings als Tom Manning und Rob Paulsen als Sydney Leach zwei der bekanntesten US-Synchronsprecher zu hören.
Einordnung in die Reihe
Die beiden Animationsfilme sind ein eigener Zweig der Reihe. Sie entstanden parallel zu „Hellboy” und „Hellboy - Die goldene Armee”, teilen deren Besetzung und Tonfall, sind für die Handlung der Kinofilme aber nicht nötig. Wer sie auslässt, verpasst nichts, was später vorausgesetzt wird – wer die Perlman-Ära mag, bekommt hier die einzige Erweiterung, die es davon gibt.
Innerhalb dieses Zweigs ist Blut und Eisen der zweite Teil, sollte also nach „Hellboy Animated - Schwert der Stürme” laufen. Zwingend ist das nicht, beide Filme erzählen eine abgeschlossene Geschichte. Der Unterschied liegt im Ton: Der erste Film ist eine Abenteuergeschichte mit japanischen Dämonen, dieser hier ein Gothic-Horror-Stück, das dichter an Mignolas Comics liegt. Wo der Film in die Gesamtreihe gehört, steht in unserer Übersicht zur Reihenfolge der Hellboy-Filme.
Erzählerisch ist er außerdem der einzige Hellboy-Film, der Professor Bruttenholm ins Zentrum stellt. In den Realfilmen ist er Ziehvater und Stichwortgeber; hier bekommt er eine eigene Vorgeschichte und eine Schuld, die er nie aufgearbeitet hat.
Wie es weiterging
Ein dritter Animationsfilm war geplant und wurde nie produziert: Hellboy Animated: The Phantom Claw kam über die Vorbereitung nicht hinaus. Damit blieb Blut und Eisen das Ende dieses Zweigs. Auch der geplante dritte Realfilm mit Ron Perlman kam nicht zustande – Guillermo del Toro erklärte 2017, dass „Hellboy 3” nicht mehr stattfindet.
Die Reihe lief stattdessen mit zwei Neustarts weiter, die weder Besetzung noch Tonfall der Animationsfilme fortsetzen: „Hellboy - Call of Darkness” 2019 mit David Harbour und „Hellboy: The Crooked Man” 2024 mit Jack Kesy. Ein weiterer Hellboy-Film ist derzeit nicht angekündigt.
Die BPRD untersucht ein Herrenhaus, in dem es spuken soll – und stößt auf den Plan, die Vampirin Erzsebet Ondrushko wiederzuerwecken. Professor Bruttenholm hatte sie 1939 bekämpft und für vernichtet gehalten. Hinter der Rückkehr steht die Hexengöttin Hekate.
Ron Perlman als Hellboy, Selma Blair als Liz Sherman, Doug Jones als Abe Sapien und John Hurt als Professor Bruttenholm – dieselbe Besetzung wie in den Realfilmen. Dazu Peri Gilpin als Kate Corrigan, Kath Soucie als Erzsebet Ondrushko und Cree Summer als Hekate.
Nein. Beide Animationsfilme erzählen eine abgeschlossene Geschichte. Die Reihenfolge ist nur eine Frage des Erscheinens – Schwert der Stürme kam 2006, Blut und Eisen 2007.
Zwei: Schwert der Stürme (2006) und Blut und Eisen (2007). Ein dritter Teil mit dem Titel The Phantom Claw war geplant, wurde aber nie produziert.
In Deutschland ist der Film in keinem Abo enthalten. Er lässt sich bei Amazon Video leihen oder kaufen; dazu gibt es die DVD von 2008. Streaming-Angebote ändern sich – ein Blick auf die aktuellen Anbieter lohnt sich vor dem Kauf.