„Evil Dead” von 2013 startet die Reihe neu – ohne Ash Williams, ohne Humor und mit deutlich mehr Blut. Der Uruguayer Fede Alvarez inszenierte den Film als sein Kinodebüt, Sam Raimi und Bruce Campbell produzierten mit. Kommerziell ging die Rechnung auf: rund 97,5 Millionen Dollar weltweit und der Beweis, dass das Franchise seinen Hauptdarsteller nicht braucht.
Handlung
Mia will von den Drogen loskommen und zieht sich dafür in die abgelegene Waldhütte ihrer Familie zurück. Ihr Bruder David, dessen Freundin Natalie sowie die Freunde Eric und Olivia begleiten sie, um den kalten Entzug zu überwachen. Im Keller stolpern sie über Spuren eines Rituals – und über ein in Stacheldraht gewickeltes Buch.
Eric liest daraus vor. Kurz darauf beginnt Mia, Dinge zu sehen und sich zu verändern. Genau hier liegt der Kniff des Films: Weil Mia auf Entzug ist, halten die anderen ihre Symptome für Nebenwirkungen und ignorieren jede Warnung. Bis niemand mehr leugnen kann, was in der Hütte los ist, ist es zu spät.
Besetzung
Jane Levy spielt Mia Allen und trägt den Film in einer Doppelrolle – als Entzugspatientin und als das, was aus ihr wird. Shiloh Fernandez ist ihr Bruder David, Lou Taylor Pucci spielt Eric, Jessica Lucas Olivia und Elizabeth Blackmore Natalie. Regie führte Fede Alvarez, der das Drehbuch mit Rodo Sayagues schrieb. Wer bis nach dem Abspann sitzen bleibt, bekommt einen sehr kurzen Auftritt von Bruce Campbell.
Einordnung in die Reihe
Chronologisch ist „Evil Dead” der vierte Film der Marke, inhaltlich aber ein kompletter Neuanfang. Er knüpft an keine der drei Raimi-Filme an, übernimmt weder Figuren noch Handlung und setzt kein Vorwissen voraus – gemeinsam ist ihm mit ihnen nur der Schauplatz Hütte und das Necronomicon. Der Campbell-Auftritt nach dem Abspann ist ein Gruß an Fans, kein Handlungsfaden.
Mit diesem Film beginnt die Phase, in der Evil Dead faktisch als Anthologie läuft: „Evil Dead Rise” (2023) und „Evil Dead Burn” (2026) folgen demselben Prinzip – neue Figuren, neuer Ort, dasselbe Buch. Wer heute in die Reihe einsteigt, kann bei jedem der drei anfangen.
FSK und deutsche Fassung
Die Kinofassung lief in Deutschland ungekürzt mit FSK 18. Für die Heimkino-Auswertung wurde der Film dann trotzdem um rund eine Minute gekürzt – bei identischer Altersfreigabe. Wer die vollständige Fassung sehen will, achtet beim Kauf oder Stream also auf die Laufzeit.
Wie es weiterging
Eine direkte Fortsetzung mit denselben Figuren kam nie zustande. Stattdessen führte Lee Cronin die Marke 2023 mit „Evil Dead Rise” weiter, dem bislang erfolgreichsten Teil der Reihe, gefolgt von „Evil Dead Burn” im Juli 2026. Der nächste Film, „Evil Dead Wrath”, ist abgedreht und startet in den USA am 7. April 2028. Fede Alvarez selbst drehte danach unter anderem „Don't Breathe” und „Alien: Romulus”.
Mia zieht sich für einen kalten Drogenentzug in eine Waldhütte zurück, begleitet von ihrem Bruder und drei Freunden. Im Keller finden sie das Buch der Toten; als daraus vorgelesen wird, beginnt Mias Besessenheit – die die anderen für Entzugserscheinungen halten.
Jane Levy als Mia Allen, Shiloh Fernandez als David, Lou Taylor Pucci als Eric, Jessica Lucas als Olivia und Elizabeth Blackmore als Natalie. Regie führte Fede Alvarez.
Eher ein Neustart als ein Remake. Der Film übernimmt Schauplatz und Necronomicon, erzählt aber eine eigene Geschichte mit neuen Figuren und ohne Ash Williams.
Nur ganz kurz, in einer Szene nach dem Abspann. In der eigentlichen Handlung taucht er nicht auf; produziert hat er den Film aber mit.
Nein. „Evil Dead” setzt kein Vorwissen voraus und knüpft an keinen der drei Raimi-Filme an.