Krypto der Superhund: Supermans Hund im DCU und in den Comics
Fliegender Hund mit rotem Umhang, Comicfigur seit 1955 und heimlicher Star von James Gunns DC-Universum: Wer Krypto ist, was er kann und wem er eigentlich gehört.
Krypto ist der einzige Superheld im DC-Universum, der nicht weiß, dass er einer ist. Der weiße Hund mit dem roten Umhang stammt wie Superman von Krypton, kann fliegen, sieht durch Wände und hat keinerlei Interesse daran, sich an Regeln zu halten. Seit „Superman” ist er die vermutlich meistdiskutierte Nebenfigur des neuen DC-Universums — und in „Supergirl” wurde aus dem Running Gag ein Handlungsmotor.
Wichtig zur Einordnung: Krypto ist kein Kunstgriff der Filmemacher, sondern eine Comicfigur von 1955. Die Verwechslung mit der animierten Kinderserie aus den 2000ern hält sich hartnäckig — die gibt es auch, sie ist aber nur eine von vielen Fassungen der Figur.
Auf einen Blick
Wer ist Krypto? Supermans kryptonischer Hund. Er besitzt dieselben Kräfte wie sein Herrchen, weil auch er unter einer gelben Sonne steht.
Erster Comic-Auftritt: Adventure Comics #210 vom März 1955, erschaffen von Otto Binder und Curt Swan.
DCU-Debüt: „Superman” von James Gunn — vollständig als CGI-Figur umgesetzt, nach dem Vorbild von Gunns eigenem Hund Ozu.
Kräfte: Flug, übermenschliche Stärke, Röntgen- und Hitzeblick, Superatem, nahezu unverwundbar. Anfällig für Kryptonit wie jeder Kryptonier.
Wem gehört er im DCU? Supergirl. Superman passt in „Superman” nur auf ihn auf.
Nächster Auftritt: offen. Für „Man of Tomorrow” (Kinostart 8. Juli 2027) ist eine Rückkehr nicht offiziell bestätigt.
Krypto im DC Universe: vom Gag zur Figur
In „Superman” taucht Krypto in der ersten Szene auf und schleift den schwer verletzten Superman durch den Schnee. Das setzt den Ton: Dieser Hund ist keine treue Assistenzfigur, sondern ungezogen, unberechenbar und regelmäßig eine Belastung. Er zerlegt die Festung der Einsamkeit, ignoriert jeden Befehl und rettet dann doch im entscheidenden Moment. James Gunn hat die Figur bewusst gegen das Klischee vom perfekt trainierten Heldenhund gebaut.
Die Pointe kommt spät: Krypto gehört gar nicht Superman. Er gehört Kara Zor-El, und Clark Kent hütet ihn nur. Damit ist die Figur die direkte Brücke zwischen „Superman” und „Supergirl”, wo Krypto vom Running Gag zum Einsatz wird — Karas Frage, ob sie ihn retten kann, trägt einen erheblichen Teil des Films. Wer die Reihenfolge im neuen DC-Universum verstehen will, findet sie in unserer Übersicht zur Reihenfolge der DCU-Filme.
Technisch ist Krypto vollständig am Computer entstanden. Als Vorlage diente Gunns eigener Hund Ozu, ein Fundhund aus einer Sammelhaltung mit rund 60 Tieren, der beim Einzug erst einmal die Wohnung des Regisseurs auseinandernahm. Genau dieses Verhalten wanderte in die Figur. Nach dem Kinostart 2025 stiegen die Suchanfragen nach Hundeadoptionen in den USA sprunghaft an — ein Effekt, den kaum eine Nebenfigur je ausgelöst hat.
Kräfte und Schwächen
Krypto hat dieselbe Kraftquelle wie Superman: Unter dem Licht einer gelben Sonne verwandelt sich seine kryptonische Physiologie in ein Arsenal. Er fliegt, ist praktisch unverwundbar, verfügt über übermenschliche Stärke, Röntgenblick, Hitzeblick, Superatem und einen Geruchssinn, der auch im Weltraum funktioniert. Im Nahkampf ist er dadurch jedem menschlichen Gegner hoffnungslos überlegen.
Die Schwächen sind ebenfalls dieselben: Kryptonit schwächt ihn, unter einer roten Sonne verliert er seine Fähigkeiten, und Magie wirkt gegen ihn wie gegen jeden Kryptonier. Dazu kommt eine Schwäche, die kein anderer Kryptonier hat — er ist ein Hund. Er versteht keine Strategie, folgt Impulsen und lässt sich ablenken. In den Comics wurde das lange als Komik verwendet; im DCU ist es der eigentliche Charakterzug.
Krypto in den Comics
Krypto debütierte im März 1955 in Adventure Comics #210 unter dem Titel „The Super-Dog from Krypton!”. Otto Binder und Curt Swan gaben ihm eine Herkunft, die die von Superman spiegelt: Jor-El schickte den Hund in einer Experimentalrakete ins All, das Fahrzeug wurde von einem Meteor aus der Bahn geworfen und erreichte die Erde Jahre später — weshalb der erwachsene Superboy auf seinen eigenen Welpen aus Kindertagen trifft.
Gedacht war die Figur als einmaliger Einfall. Die Leserresonanz war so stark, dass Krypto vier Ausgaben später zurückkehrte und zum festen Bestandteil des Superboy-Umfelds wurde. Später bekam er mit der Legion of Super-Pets sogar ein eigenes Team, dem unter anderem Streaky die Superkatze und Comet das Superpferd angehörten. Diese Ebene der DC-Comics wird bis heute regelmäßig neu aufgelegt.
Alle Auftritte von Krypto im Film und Fernsehen
| Jahr | Film | Form |
|---|---|---|
| 2005 | Krypto der Superhund | Animationsserie für ein junges Publikum |
| 2022 | DC League of Super-Pets | Animationsfilm, im Original gesprochen von Dwayne Johnson |
| 2025 | Superman | Erster Live-Action-Kinoauftritt, komplett als CGI |
| 2026 | Supergirl | Zweiter DCU-Auftritt, diesmal handlungstragend |
Dazu kommen zahlreiche Gastauftritte in Zeichentrickserien sowie die Smallville-Folge „Krypto” aus der vierten Staffel, in der ein Hund mit Superkräften auftaucht — allerdings ohne kryptonische Herkunft.
Verwandte Figuren
Krypto steht im Zentrum eines kleinen Netzes von DC-Figuren, zu denen wir eigene Seiten führen: Supergirl als seine eigentliche Besitzerin im DCU und Lex Luthor als der Gegenspieler, dem er in „Superman” am direktesten in die Quere kommt. Eine Übersicht aller Kinoauftritte des Mannes aus Stahl steht in unserer Reihenfolge der Superman-Filme.
Krypto ist ein kryptonischer Hund aus den DC-Comics und Supermans tierischer Begleiter. Er besitzt unter einer gelben Sonne dieselben Kräfte wie Superman: Flug, übermenschliche Stärke, Röntgen- und Hitzeblick. Seinen ersten Auftritt hatte er 1955 in Adventure Comics #210.
Ja, und zwar in der ersten Szene. In „Superman~2025“ von James Gunn ist Krypto eine vollständig computeranimierte Figur, deren Verhalten James Gunns eigenem Fundhund Ozu nachempfunden ist. Krypto rettet Superman mehrfach und richtet dabei erheblichen Schaden an.
Supergirl. Im Film „Superman~2025“ stellt sich heraus, dass Clark Kent den Hund nur für Kara Zor-El hütet. In „Supergirl~2026“ wird diese Verbindung zum zentralen Handlungsstrang.
Dieselben wie jeder Kryptonier unter einer gelben Sonne: Flug, nahezu vollständige Unverwundbarkeit, übermenschliche Stärke, Röntgenblick, Hitzeblick und Superatem. Kryptonit, eine rote Sonne und Magie schwächen ihn ebenso wie Superman.
Im Kino ist Krypto komplett computeranimiert. Als Bewegungs- und Verhaltensvorlage diente allerdings ein echter Hund: Ozu, der Fundhund von Regisseur James Gunn, wurde dafür von mehreren Kameras gleichzeitig aufgenommen.
Offiziell bestätigt ist das nicht. „Man of Tomorrow“ startet am 8. Juli 2027 in den deutschen Kinos; James Gunn hat die Besetzung bislang nur teilweise öffentlich gemacht.