Mit „Das Ende der Sterne” verfilmt Ridley Scott den 2012 erschienenen Roman „The Dog Stars” von Peter Heller, der auf Deutsch unter dem Titel „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte” vorliegt. Herausgekommen ist ein ungewöhnlich ruhiges Endzeitdrama: Statt auf Spektakel setzt der Film auf Landschaft, Stille und die Frage, was von der Menschlichkeit übrig bleibt, wenn fast keine Menschen mehr da sind. In Deutschland läuft er ab dem 27. August 2026 über 20th Century Studios.
Die Handlung spielt im Jahr 2035. Ein Virus hat den Großteil der Weltbevölkerung ausgelöscht, die letzten Impfstoffe sind seit Jahren aufgebraucht, übrig sind versprengte Einzelkämpfer und kleine Gemeinschaften. Hig (Jacob Elordi) war früher Mechaniker und hat in der Pandemie seine schwangere Frau verloren. Geblieben sind ihm eine kleine Cessna, ein verlassener Flugplatz in Colorado und sein Hund Jasper, der auf dem Kopilotensitz mitfliegt.
Seinen Stützpunkt teilt Hig mit dem ehemaligen Militär Bangley (Josh Brolin), der das genaue Gegenteil von ihm ist: schwer bewaffnet, misstrauisch und überzeugt, dass jenseits der Bergkette niemand Gutes mehr lebt. Als Hig eine rätselhafte Funkübertragung auffängt, bricht er trotzdem auf. Unterwegs trifft er auf Pops (Guy Pearce) und dessen Tochter Cima (Margaret Qualley), die ihn nach anfänglichem Misstrauen begleiten – Ziel ist ein Ort namens Grand Junction.
Besetzung und Stab
Jacob Elordi trägt den Film als Hig durch fast jede Szene. An seiner Seite spielen Josh Brolin als Bangley, Margaret Qualley als Cima, Guy Pearce als Pops sowie Allison Janney und Benedict Wong in tragenden Nebenrollen. Den Hund Jasper verkörpern drei verschiedene Tiere. Regie führt Ridley Scott, der zum Kinostart 88 Jahre alt ist.
Das Drehbuch schrieb Mark L. Smith, der mit „The Revenant” und „The Midnight Sky” bereits zweimal karge, menschenleere Schauplätze bespielt hat. Die Kamera übernahm Erik Messerschmidt, den Score steuerte Harry Gregson-Williams bei. Gedreht wurde nicht in Colorado, sondern in Italien, dessen Landschaften den amerikanischen Westen doubeln. Als Produzenten fungierten Scott selbst, Michael Pruss, Mark L. Smith und Cliff Roberts.
Kinostart, Freigabe und Einordnung
Der deutsche Kinostart ist der 27. August 2026, einen Tag vor dem US-Start am 28. August 2026. Die FSK gab den Film ab 16 Jahren frei, die Laufzeit beträgt rund 118 Minuten. In den USA läuft er mit einem R-Rating – eine Einstufung, die sich nicht eins zu eins in eine deutsche Freigabe ab 18 übersetzt.
Erzählerisch steht „Das Ende der Sterne” näher an Stoffen wie „The Road”, „Station Eleven” oder „The Last of Us” als am klassischen Endzeit-Actionkino. Es geht um Trauer, um Misstrauen zwischen Überlebenden und um die Frage, ob man nach der Katastrophe nur weiterexistiert oder wieder etwas aufbaut. Zwei größere Actionsequenzen setzt Scott trotzdem, die stärkste davon ein Start unter Beschuss. Die Kritiken fallen überwiegend wohlwollend aus und loben vor allem Kameraarbeit, Musik und das Zusammenspiel von Elordi und Brolin.