„Tanz der Teufel” ist der Film, mit dem 1981 alles anfing: Sam Raimi drehte ihn mit 21 Jahren, einem zusammengeliehenen Budget und Freunden vor der Kamera. Aus dem Ergebnis wurde ein Klassiker des Hüttenhorrors und der Startpunkt einer Reihe, die bis heute läuft. In Deutschland ist er zugleich der bekannteste Zensurfall des Genres.
Handlung
Fünf Studenten fahren übers Wochenende in eine abgelegene Hütte im Wald von Tennessee. Im Keller finden sie die Hinterlassenschaften des Vormieters: ein in Menschenhaut gebundenes Buch und ein Tonband, auf dem ein Archäologe Passagen daraus vorliest. Sie spielen es ab – und wecken damit etwas, das im Wald auf sie wartet.
Einer nach dem anderen wird von den geweckten Kräften übernommen. Ash Williams, der eigentlich nur seine Freundin ins Wochenende ausführen wollte, bleibt am Ende allein mit dem Problem zurück, dass die Besessenen aussehen wie seine Freunde. Der Film verlässt die Hütte praktisch nie und zieht seine Wirkung genau daraus.
Besetzung
Bruce Campbell spielt Ash Williams, die Rolle, die ihn für den Rest seiner Karriere begleiten sollte. Ellen Sandweiss ist seine Schwester Cheryl, Richard DeManincor spielt Scott, Betsy Baker Ashs Freundin Linda und Theresa Tilly die fünfte im Bunde, Shelly. Regie und Drehbuch stammen von Sam Raimi, produziert hat sein langjähriger Partner Robert Tapert.
Einordnung in die Reihe
„Tanz der Teufel” ist Teil eins der Ash-Trilogie und der einzige Film der Reihe, der ohne jedes Augenzwinkern auskommt. Der Humor, für den Evil Dead später bekannt wurde, taucht hier höchstens in der entfesselten Kamera auf, nicht in den Figuren. Wer die Reihe chronologisch schauen will, fängt hier an – zwingend ist das aber nur für die ersten drei Teile, alles ab 2013 spielt in eigenen Welten.
Eine Besonderheit macht den Einstieg trotzdem verhandelbar: Der zweite Teil erzählt die Hüttennacht noch einmal neu und funktioniert deshalb selbst als Einstieg. Wer nur einen der beiden sehen will, bekommt mit „Tanz der Teufel 2” die rundere Fassung – und mit diesem hier das rohere Original.
Die deutsche Zensurgeschichte
Kein anderer Teil der Reihe hat hierzulande eine so eigene Akte. Der Film kam am 10. Februar 1984 in die westdeutschen Kinos und war wenige Monate später praktisch verschwunden: Am 27. April 1984 indizierte die Bundesprüfstelle die Videofassung, am 12. Juli 1984 wurden auf Antrag des Frankfurter Jugendamts sämtliche Kopien beschlagnahmt. Anfang 1985 befand ein Gericht, der Film verherrliche Gewalt.
Erst 2016 endete das: Im Juli erklärte das Amtsgericht Tiergarten die Beschlagnahmebeschlüsse für gegenstandslos, im Oktober strich die Bundesprüfstelle den Film nach 32 Jahren von der Liste. Seither ist „Tanz der Teufel” in Deutschland ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben. Praktisch heißt das: Wer den Film vor 2016 gesehen hat, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine geschnittene Fassung gesehen.
Wie es weiterging
1987 folgte „Tanz der Teufel 2 - Jetzt wird noch mehr getanzt”, 1992 schloss „Armee der Finsternis” die Trilogie ab. 2013 startete Fede Alvarez die Reihe mit „Evil Dead” neu, ohne Ash; darauf folgten „Evil Dead Rise” (2023) und „Evil Dead Burn” (2026). Ein siebter Film, „Evil Dead Wrath”, ist abgedreht und startet in den USA am 7. April 2028. Ashs Geschichte selbst wurde im Fernsehen fortgesetzt: Die Serie „Ash vs Evil Dead” lief von 2015 bis 2018 über drei Staffeln.
Fünf Studenten verbringen ein Wochenende in einer Waldhütte, finden dort ein Tonband mit Beschwörungsformeln aus dem Buch der Toten und spielen es ab. Damit wecken sie Dämonen, die die Gruppe einen nach dem anderen übernehmen.
Bruce Campbell als Ash Williams, Ellen Sandweiss als Cheryl, Richard DeManincor als Scott, Betsy Baker als Linda und Theresa Tilly als Shelly. Regie führte Sam Raimi.
Die Videofassung wurde 1984 indiziert, im Juli 1984 wurden alle Kopien beschlagnahmt, und 1985 stufte ein Gericht den Film als gewaltverherrlichend ein. Erst 2016 hoben das Amtsgericht Tiergarten und die Bundesprüfstelle die Maßnahmen auf.
Nein. Seit Oktober 2016 steht der Film nicht mehr auf der Liste und ist in Deutschland ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben.
Nein. Nur die ersten drei Filme erzählen zusammenhängend Ashs Geschichte. „Evil Dead” (2013), „Evil Dead Rise” und „Evil Dead Burn” spielen in eigenen Welten und setzen kein Vorwissen voraus.