Blood Cruise: Schwedische Vampirserie startet im Oktober in der ARD
Ein Vampir im Koffer, eine Ostseefähre über Nacht: Die schwedische Horrorserie Blood Cruise – Vampire an Bord steht ab dem 23. Oktober in der ARD Mediathek, eine Woche später läuft sie im Ersten.
Die ARD holt sich Blutsauger an Bord: Die schwedische Horrorserie „Blood Cruise – Vampire an Bord” feiert im Oktober ihre Deutschlandpremiere. Sechs Folgen, eine Ostseefähre und ein Vampir, der als blinder Passagier im Koffer an Bord kommt – der Termin für den Sechsteiler steht fest.
Wann „Blood Cruise” in Deutschland startet
Die Serie ist ab Freitag, dem 23. Oktober 2026, in der ARD Mediathek abrufbar und bleibt dort drei Monate lang verfügbar. Wer lieber linear schaut, muss sich eine Woche länger gedulden: Im Ersten beginnt die Überfahrt am Freitag, dem 30. Oktober 2026, um 23.55 Uhr – Halloween-Wochenende, was bei einer Vampirgeschichte kaum ein Zufall sein dürfte.
Insgesamt umfasst die Serie sechs Folgen von jeweils rund 55 Minuten. Neu ist der Stoff nicht: In Schweden lief er bereits im September 2025 beim öffentlich-rechtlichen Sender SVT unter dem Originaltitel „Färjan”. Entstanden ist die Produktion 2025 im Auftrag der ARD Degeto Film in Zusammenarbeit mit dem Nordisk Film und TV Fond – die ARD war also von Anfang an beteiligt, holt ihre Koproduktion aber erst jetzt nach Deutschland.
Ein Vampir im Koffer
Schauplatz ist die Fähre Baltic Charisma, die über Nacht von Stockholm nach Helsinki fährt. Für die meisten Passagiere ist das ein gewöhnlicher Kurztrip mit Bordprogramm: eine Show mit der Sängerin Nadja, ein Karaoke-Abend mit dem abgehalfterten Entertainer Dan. Sicherheitsoffizierin Pia Hautaranta rechnet mit einer ruhigen Nacht.
Was sie nicht weiß: Eine Passagierin namens Edith hat ihren betäubten Sohn Walter in einem Koffer an Bord geschmuggelt. Walter ist ein Vampir, und sein Biss versetzt die Gebissenen in einen Blutrausch. Als er aus der Kabine ausbricht, verschwinden die ersten Reisenden spurlos. Der junge Albin und seine Cousine Lo begreifen als Erste, was auf dem Schiff vor sich geht – bis Pia begreift, dass sie die Kontrolle über die Fähre zu verlieren droht, sind die Gebissenen längst in der Überzahl.
Das Grundprinzip ist so alt wie effektiv: ein geschlossener Raum, aus dem niemand herauskommt, und eine Bedrohung, die sich mit jeder Stunde vervielfacht. Auf offener See fällt der Fluchtweg weg, den ein Haus oder eine Stadt noch bieten würde.
Besetzung, Vorlage und ein prominenter Produzent
Die Hauptrollen spielen Jessica Grabowsky als Sicherheitsoffizierin Pia Hautaranta, Tuppence Middleton als Edith und Kolbjörn Skarsgård als deren Sohn Walter. Dazu kommen Phoenix Jackson Mendoza als Popstar Nadja, Björn Bengtsson als Entertainer Dan, Orlando Wahlsteen als Albin und Lissa Edil als Lo. Zum weiteren Ensemble gehören unter anderem Marika Lagercrantz, Arvin Kananian, Sabina Khamoshi, Thomas Hanzon, Scott Arthur und Christopher Wagelin.
Die Vorlage stammt von Mats Strandberg, dessen Roman auf Deutsch als „Die Überfahrt” erschienen ist. Strandberg hat die Serienfassung gemeinsam mit Chris Andrews entwickelt. Als einer der ausführenden Produzenten ist Andy Serkis an Bord – bekannt als Gollum aus der Herr-der-Ringe-Trilogie und als Ulysses Klaue im Marvel-Universum, zuletzt aber vor allem als Regisseur und Produzent tätig.
Die ARD entdeckt das Genre
Auffällig ist, wie regelmäßig im Ersten inzwischen Genre-Stoffe laufen. Zuletzt hatte die Mysteryserie „Oderbruch” gezeigt, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender auch harte Stoffe ins Programm nehmen kann, ohne sie im Nachtprogramm zu verstecken. „Blood Cruise” landet zwar wieder auf einem späten Sendeplatz, in der Mediathek steht die Serie aber eine volle Woche vorher und ohne Uhrzeit-Beschränkung bereit.
Für Horrorfans ist das eine gute Nachricht: Skandinavische Genre-Produktionen schaffen es selten ins deutsche Fernsehen, und wenn, dann meist mit Jahren Verzögerung. Ein Jahr nach der schwedischen Erstausstrahlung ist vergleichsweise flott. Ob die Serie den Vergleich mit den großen Vampirstoffen der vergangenen Jahre besteht, lässt sich ab dem 23. Oktober prüfen.
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