Lanterns Folge 4: Der Manhunter ist enttarnt
Folge 4 „The Weenie“ ist gelaufen – und beantwortet die Frage, die seit Folge 2 über Rushville hängt. Wer der Manhunter ist, was Sinestro über Manhunter-Leichen verrät und welches Angebot John Stewart von den Guardians bekommt.
„Lanterns” hat mit Folge 4 die Halbzeit der ersten Staffel erreicht – und die Episode „The Weenie” löst ausgerechnet den Faden auf, der seit Folge 2 über Rushville hängt. HBO Max hatte die Folge mit einem einzigen Satz beworben: „There can only be one Green Lantern.” Gemeint war damit etwas anderes, als die meisten erwartet hatten.
Die Folge lief in den USA am Sonntag, dem 6. September 2026, in Deutschland ist sie seit Montag, dem 7. September, bei HBO Max abrufbar. Hier steht, was passiert ist, was Thaal Sinestro seinem früheren Schüler verrät und welches Angebot John Stewart am Ende auf dem Tisch liegen hat.
Der Manhunter trägt ein bekanntes Gesicht
Achtung, ab hier stehen Spoiler zu Folge 4. Der synthetische Manhunter, den Antaan und seine als Menschen getarnten Leute in Rushville suchen, ist Zoe Macon – gespielt von Poorna Jagannathan. Die Enthüllung kommt nicht als Überraschungscoup daher, im Gegenteil: Die Folge lässt keinen Zweifel daran, dass John Stewart es zumindest geahnt hat, und zwar länger, als er zugegeben hat.
Zum Ende der Episode fährt ein roter Strahl aus dem Orbit herunter und scheint Zoe auszulöschen. Wer den Schuss abgegeben hat und ob eine synthetische Lebensform damit tatsächlich erledigt ist, lässt die Folge offen. Für die Serie ist das ein doppelter Einschnitt: Die 48-Stunden-Frist aus Folge 2 ist damit formal abgelaufen, und die Frage, wem John in Rushville eigentlich noch trauen kann, stellt sich neu.
Was Sinestro über Manhunter verrät
Die Folge beginnt dort, wo Folge 2 aufgehört hat: im Gefängnis außerhalb der Erde, in dem Thaal Sinestro einsitzt. Hal Jordan sucht seinen früheren Mentor auf, um zu erfahren, was der über Manhunter weiß – eine Szene, die in Aufbau und Tonfall unverhohlen bei „Das Schweigen der Lämmer” anleiht. Die Auskunft, die Hal bekommt, ist ein Detail mit Sprengkraft: Manhunter-Herzen kristallisieren, wenn sie sterben.
Damit hat die Serie John Stewart ein Prüfmittel in die Hand gegeben, ohne es auszusprechen. Denn die Leiche, die John in der Pilotfolge auf der Stadiontribüne findet, soll Hal Jordan sein – zehn Jahre nach der Ebene, auf der die Serie gerade spielt, und ohne Ring am Finger. Ob dort wirklich Hal liegt oder etwas, das nur aussieht wie er, ist die große offene Frage der Staffel. Diese Frage haben wir zu Folge 2 sortiert; Folge 4 beantwortet sie nicht, sie liefert nur das Werkzeug.
Sinestro seinerseits fragt zurück – und zwar nach John Stewart. Beiden Männern ist klar, dass Johns Rolle als Reserve-Lantern eine Beschönigung ist und die Guardians ihn längst als Hals Nachfolger aufbauen. Sinestro-Darsteller Ulrich Thomsen sagte gegenüber TheWrap, er wolle die Figur gern weiterspielen: „Ich bin bereit, mich da reinzugraben. Es gibt so viel mehr zu erkunden.” Für den Look saß er nach eigener Aussage drei bis vier Stunden in der Maske, bis der Farbton der pinken Haut saß.
John Stewart bekommt ein Angebot
Der zweite große Strang der Folge führt John zu der Guardian Lianna, gespielt von Laura Linney – das Vorstellungsgespräch, auf das Folge 3 zugelaufen war. Es fällt nicht freundlich aus: Lianna hält dem ehemaligen Marine erst einmal vor, woran er scheitert. Dann macht sie ihm eine Zusage, die alles ändert. Wenn John das nächste Mal den Ring trägt, soll er den Green-Lantern-Eid sprechen – dann gehört der Ring ihm.
Nach der Vorgeschichte, die Folge 3 erzählt hat, ist das mehr als eine Beförderung. Der Ring hatte vor Hal Jordan bereits Johns Vater aufgesucht, ihn nach seiner Angst gefragt und war weitergezogen; die Familie durfte den Sohn danach unter Aufsicht der Guardians zur Furchtlosigkeit erziehen. Was Lianna anbietet, ist der Abschluss dieses Programms – und die Erklärung dafür, warum HBO Max die Folge mit dem Satz beworben hat, es könne nur einen Green Lantern geben.
Und wer trägt den Ring zehn Jahre später?
Eine Antwort darauf hat die Serie außerhalb der Serie gegeben. Autor Tom King stellte im offiziellen DC-Studios-Podcast zu „Lanterns” klar: Nach Hal Jordans Tod hat Guy Gardner den Ring – und ist damit der Green Lantern von Sektor 2814. King beschreibt die Serie im selben Gespräch als eine Erzählung über Vermächtnis und darüber, Dinge weiterzugeben.
Das passt nur auf den ersten Blick nicht zu Liannas Zusage. Die Serienhandlung spielt zehn Jahre vor dem Fund der Leiche; was in dieser Zeit mit Johns Ring geschieht, ist der Raum, den sich die Staffel offenhält. Dass John Stewart im DC Universe weitergeht, steht ohnehin fest: Aaron Pierre spielt die Figur auch in „Man of Tomorrow”, dessen Hauptdreharbeiten seit Ende August abgeschlossen sind. Wer die Figuren einordnen will, findet den Werdegang von Hal Jordan und einen Überblick zu den Green Lanterns auf eigenen Seiten.
Wie es nach Folge 4 weitergeht
Nach der Halbzeit bleiben vier Folgen. Sie laufen in den USA am 13., 20. und 27. September sowie am 4. Oktober 2026, in Deutschland jeweils einen Tag später. Damit endet die erste Staffel am 5. Oktober – gut sieben Wochen nach dem Start am 17. August. Die Laufzeit von „The Weenie” lag bei 56 Minuten, Regie führte erneut Stephen Williams, das Buch stammt von Co-Schöpfer Damon Lindelof und Justin Britt-Gibson.
Eine zweite Staffel ist weiterhin nicht bestellt, trotz der Rekordzahlen von Folge 3, die weltweit zehn Millionen Zuschauer in drei Tagen erreicht hat – die Zahlen und die Einordnung der Macher haben wir bei Folge 3 aufgeschrieben. Showrunner Chris Mundy entwickelt nach Informationen von The Hollywood Reporter mit Christopher Cantwell bereits vorläufig Stoff für eine Fortsetzung, die Entscheidung von Studio und Sender steht aus.
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