Strange New Worlds Staffel 4, Folge 7: Sybok und Trelane kehren zurück
Im Teaser zur siebten Folge tauchen Sybok und Trelane auf – und Spock braucht ein Transplantat, um zu überleben. Verpackt ist das in eine Seifenoper. Termin, Rückblick und was belegt ist.
Die siebte Folge der vierten Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds” bringt zwei Figuren zurück, auf die Fans lange gewartet haben: Im offiziellen Teaser zu Like Chronitons Through the Hourglass tauchen Sybok, Spocks Halbbruder, und der kosmische Störenfried Trelane auf – und Spocks Leben hängt an einem Transplantat. Verpackt ist das ausgerechnet in eine Seifenoper.
Schon der Titel ist ein Insiderwitz: „Like sands through the hourglass, so are the days of our lives” – so beginnt seit Jahrzehnten jede Folge der US-Seifenoper Days of Our Lives. Aus dem Sand werden hier Chronitonen, jene Zeitteilchen, mit denen sich Star Trek seit den Neunzigern jede temporale Anomalie erklärt.
Wann und wo läuft Folge 7?
Like Chronitons Through the Hourglass erscheint am Donnerstag, 3. September 2026, bei Paramount+ – in Deutschland zeitgleich mit den USA und in der Regel um 9:00 Uhr MESZ. Einen deutschen Episodentitel gibt es bislang nicht: Eingedeutscht wurden bisher die Folgen 1 bis 6, zuletzt Schichtende.
Staffel 4 umfasst zehn Folgen und läuft wöchentlich donnerstags weiter. Nach Folge 7 stehen noch Orders of Magnitude am 10. September und Once La’an a Time am 17. September an, bevor am 24. September das Staffelfinale Tomorrow’s Enterprise erscheint – ein Titel, der mit seiner Anspielung auf die TNG-Klassikerfolge Die alte Enterprise ohnehin schon für Spekulationen sorgt.
Star Trek: Strange New Worlds – Vorschau auf Folge 7
Sybok, Trelane und ein Spock in Lebensgefahr
Die offizielle Beschreibung von Paramount+ ist knapp: Eine temporale Anomalie sperre die Crew in eine Seifenopern-Realität, während Pike einem Leben begegnet, das er verloren hat. Eine etwas ausführlichere Fassung, die bei Streaming-Anbietern und in Programmdatenbanken läuft, nennt den Verursacher immerhin der Gattung nach – einen kosmischen Trickser. In der Beschreibung ihres eigenen Clips spricht Paramount von einem „kosmischen Schurken”, der all das über die Crew gebracht habe, verrät aber nicht, wer gemeint ist.
Der Teaser zur Folge beantwortet die Frage: Zu sehen ist Trelane, jener allmächtige Unruhestifter, der schon in der Originalserie die Enterprise-Crew als Spielzeug behandelte und zuletzt in Staffel 3 auftrat. Daneben taucht Sybok auf, Spocks Halbbruder aus Star Trek V – eine Figur, die die Serie seit ihrer ersten Staffel andeutet, ohne sie einzulösen. Und die Lage von Spock ist ernst: Er braucht dem Teaser zufolge ein Transplantat, um zu überleben, während Pike bei einem Shuttle-Unfall verletzt wird.
Wer nur die Bilder ansieht, kommt zum selben Schluss. Eines der sechs Szenenfotos, die Paramount+ zur Folge veröffentlicht hat, zeigt Christine Chapel und Doktor M’Benga in Operationskleidung über einem Patienten – Handschuhe, Tücher und Kittel sind grün getränkt. Grünes Blut ist in Star Trek seit der Originalserie das Erkennungszeichen vulkanischer Physiologie. Auf dem OP-Tisch liegt also ein Vulkanier, und die Auswahl an Vulkaniern an Bord der Enterprise ist überschaubar.
Ein Vorbehalt gehört trotzdem dazu. Diese Details stammen aus Teaser und Fotos, nicht aus einer Textmitteilung von Paramount – und ein sterbenskranker Held, ein Unfall und ein zerbrochenes Paar sind genau die Zutaten, aus denen Seifenopern gemacht sind. Ob Spocks Zustand die Rahmenhandlung betrifft oder nur die Soap-Realität, in der die Crew festsitzt, ist damit offen. Bei Trelane liegt die Vermutung ohnehin nahe, dass er am Ende alles wieder einrenkt; das ist seine Art von Auftritt.
Das Drehbuch stammt von Dana Horgan und Bill Wolkoff, die Regie führt Anna Dozoka. Wolkoff hat bereits die Vorwoche verantwortet und für die Serie unter anderem Ad Astra per Aspera geschrieben. Besonders aufgeladen ist der Aufhänger für Pike: Sein Schicksal steht seit der Originalserie fest, und die Serie hat ihn diese Zukunft bereits sehen lassen. Ein Leben, das er verloren hat, ist bei dieser Figur keine beiläufige Formulierung.
Rückblick: Was in Folge 6 geschah
Achtung, ab hier Spoiler zu Folge 6. Schichtende lief am 27. August und erzählte in Echtzeit: Auf dem Weg zur Sternenbasis 7 gerät die Enterprise in den Sog eines Wurmlochs, das das Schiff auseinanderzureißen droht. Den Auftakt macht ausgerechnet ein Streit in der Krankenstation – Doktor M’Benga erwägt, das Schiff zu verlassen, und wirft Christine Chapel vor, sich nie fest an die Enterprise gebunden zu haben. Kurz darauf wird er von einem Labortisch zerquetscht und tödlich verletzt. Chapel gibt ihn nicht auf und rettet ihn mit einer waghalsigen Theorie über Neutrinos – und lässt dabei einen erfrorenen Finger auf dem Labortisch zurück.
Der Rest der Crew kommt kaum besser davon. Una zieht sich beim Abschalten der defekten Schwerkraftplatten einen offenen Bruch zu, Spock und La’an steigen für einen Außenbordeinsatz aus dem Schiff, wobei Spocks Gesicht von Strahlung verbrannt wird, und Pike riskiert sich selbst, um die Schilde rechtzeitig hochzufahren. Seine Schlüsselszene bekommt aber Scotty: Pelia bringt ihm bei, dass ein Raumschiff zu Wundern fähig ist, wenn man ihm zuhört – der Moment, in dem aus dem Ingenieur der spätere Wundertäter wird. Für Fans der Originalserie hielt die Folge zwei Geschenke bereit: Doktor Boyce kehrt erstmals seit dem Pilotfilm Der Käfig zurück, gespielt von Brian Markinson, und die Ionenkapsel aus Kriegsgericht taucht wieder auf.
Wie es mit der Serie weitergeht
Viel Zeit bleibt der Enterprise nicht mehr. Paramount+ hat eine fünfte und zugleich finale Staffel bestellt, die nur noch sechs Folgen umfasst. Abgedreht ist sie längst – die Dreharbeiten endeten im Dezember 2025, seither läuft die Postproduktion. Ein Starttermin steht bislang nicht fest, erwartet wird die letzte Staffel 2027.
Bis dahin bleibt der Eindruck, dass diese vierte Staffel jedes Format ausprobiert, das ihr noch einfällt: Urzeit-Abenteuer, Film noir in Schwarz-Weiß, Puppenspiel, Katastrophenfilm in Echtzeit – und jetzt eine Seifenoper. Wenn Sybok darin seinen Auftritt bekommt, wäre das allerdings mehr als ein weiteres Genre-Experiment.
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