Horror / Der Exorzist

Erster Trailer zu „The Exorcist: Martyrs“: Scarlett Johansson jagt einen satanischen Serienmörder

Universal zeigt den ersten Trailer zu Mike Flanagans „The Exorcist: Martyrs“: Scarlett Johansson jagt als NYPD-Ermittlerin einen Killer, der sich auf den Teufel beruft. Flanagan nennt ihn sein gruseligstes Werk. US-Start ist am 12. März 2027.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · 07.10.2026 ·Aktualisiert 10.10.2026 ·5 Min. Lesezeit
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Erster Trailer zu „The Exorcist: Martyrs“: Scarlett Johansson jagt einen satanischen Serienmörder
Universal

Universal hat den ersten richtigen Trailer zu Mike Flanagans „The Exorcist: Martyrs” veröffentlicht – und damit auch verraten, worum es in dem neuen „Exorzist”-Film geht. Scarlett Johansson spielt die New Yorker Mordermittlerin Julie Miller, die 13 Jahre nach ihrem größten Fall wieder in die Dunkelheit gezogen wird: Ihr Name steht im Blut eines ermordeten Messdieners an der Wand einer Kirchengruft. Der Horrorfilm startet am 12. März 2027 in den US-Kinos, ein deutscher Kinostart steht noch nicht fest.

Gezeigt wurde der Trailer am Freitag zunächst auf der New York Comic Con, wo Flanagan und Chiwetel Ejiofor ihn vorstellten. Kurz darauf ging er online. Wichtig für alle, die nach „The Exorcist: Believer” abgewunken haben: Flanagans Film hat mit dem Versuch von 2023 nichts zu tun. Er setzt die damals geplante Trilogie nicht fort, sondern erzählt eine eigenständige Geschichte im Universum des Klassikers von William Friedkin.

Der Trailer: Ein Serienmörder, der sich auf den Teufel beruft

Der Trailer zeigt eine Serie grausamer Morde in einer Kirche. Johanssons Figur muss sich fragen, ob an den Behauptungen früherer Täter, sie seien vom Satan besessen gewesen, nicht doch etwas dran ist. Dazu passt die offizielle Inhaltsangabe, die Universal zum Trailer veröffentlicht hat: Miller wurde bekannt, weil sie den satanischen Serienmörder „Father Sunday” zur Strecke brachte. 13 Jahre später ist sie alleinerziehende Mutter ihres Sohnes Max, als ein neuer Täter auftaucht, der offenbar gezielt für sie Tatorte hinterlässt.

Unterstützung bekommt sie von Father William, einem früheren Gefängnisseelsorger, der Father Sundays letzte Beichte gehört hat, und von der jungen Ermittlerin Gina Restrepo. Gemeinsam stoßen sie auf eine Verbindung, die sich durch eine ganze Ahnenreihe von Serienmördern zieht – von H. H. Holmes bis zum Zodiac-Killer – und auf ein Böses, das weit über das Menschliche hinausgeht.

Wer wen spielt

Mit dem Trailer sind auch die Rollen klar. Scarlett Johansson spielt Detective Julie Miller, Jacobi Jupe aus „Hamnet” ihren Sohn Max. John Leguizamo ist der Serienmörder Father Sunday, den Miller gleich zu Beginn der Geschichte fasst und dessen Hinrichtung laut Flanagan „nicht ganz so verläuft, wie alle erwarten”. Chiwetel Ejiofor spielt Father William, Sasha Calle, die in „The Flash” Supergirl war, die Ermittlerin Gina Restrepo.

Laurence Fishburne spielt einen Priester „mit ganz besonderen Fähigkeiten, der aus einem sehr bestimmten Grund hinzugerufen wird”, wie Flanagan im Gespräch mit Empire andeutet. Ob er der titelgebende Exorzist ist, lässt der Regisseur offen. Außerdem stehen Diane Lane, Scoot McNairy und Gil Bellows auf der Besetzungsliste, dazu fast das komplette Stammensemble des Regisseurs: Rahul Kohli, Hamish Linklater, Carl Lumbly, Robert Longstreet, Matt Biedel, Samantha Sloyan, Kate Siegel, John Gallagher Jr., Benjamin Pajak und Carla Gugino. Viele von ihnen standen schon in Midnight Mass und Der Untergang des Hauses Usher vor seiner Kamera.

Flanagan: „Das Gruseligste, was ich je gemacht habe”

Im Interview mit Empire, in dem Flanagan den Trailer Szene für Szene erklärt, verspricht er einen deutlich härteren Film als seine letzten Arbeiten: „Es ist das Gruseligste, was ich je gemacht habe. Es ist düster. Es ist stellenweise brutal.” Nach „Carrie” und „The Life of Chuck”, die von Empathie getragen waren, sei das eine bewusste Abkehr. Als Vorbild nennt er „Der Exorzist III”, den er für „wild unterschätzt” hält, und David Finchers „Sieben”: New York solle sich anfühlen, als würde sich die Stadt um die Figuren schließen.

Auf der Comic Con legte Flanagan nach: Der Film sei „anders als jeder andere ‚Exorzist‘-Film, der je gemacht wurde”, berichtet Variety. Man habe die Reihe von Anfang an in eine völlig neue Richtung lenken wollen, und er müsse „bis auf die Knochen gruselig” sein. Eine Anekdote zu seiner Hauptdarstellerin lieferte er gleich mit: Johansson möge eigentlich gar keine Horrorfilme. Zum Drehbuch habe sie gesagt: „Ich weiß nicht, ob ich ihn mir je ansehen werde, aber ich kann es kaum erwarten, darin mitzuspielen.”

Der erste Teaser vom Mittwoch

Zwei Tage vor dem Trailer hatte Universal zusammen mit dem Titel einen ersten, kurzen Teaser vorgelegt. Er zeigte noch keine Szenen aus der Geschichte, sondern war ein erstes Stimmungsbild aus dem Film, der in New York gedreht wurde.

Einen deutschen Starttermin hat Universal bislang nicht genannt. Kinostarts liegen hierzulande in der Regel auf dem Donnerstag; nach diesem Rhythmus käme der Film am 11. März 2027 in die deutschen Kinos. Offiziell bestätigt ist dieser Termin aber noch nicht.

Neustart nach dem Flop von „The Exorcist: Believer”

Universal hatte sich die Rechte an der Reihe 2021 für rund 400 Millionen Dollar gesichert. „The Exorcist: Believer” sollte der Auftakt einer Trilogie werden, mit Ellen Burstyn aus dem Original von 1973 als Bindeglied. Der Film spielte weltweit aber nur 137 Millionen Dollar ein und kam bei der Kritik schlecht weg. Die Trilogie wurde daraufhin gestrichen, 2024 holte das Studio Flanagan für einen Neuanfang.

Flanagan schreibt das Drehbuch, führt Regie und produziert gemeinsam mit Jason Blum und David Robinson, dem langjährigen Produzenten der Reihe. Produziert wird von Blumhouse Atomic Monster und Morgan Creek Entertainment in Zusammenarbeit mit Red Room Pictures. Der Original-„Exorzist” gilt inflationsbereinigt bis heute als erfolgreichster Horrorfilm aller Zeiten, entsprechend hoch hängt die Latte.

Flanagans voller Herbst

Für Flanagan ist der neue Film nur eines von mehreren Projekten. Er hat das Drehbuch zum DCU-Horrorfilm „Clayface” geschrieben, der am 22. Oktober 2026 in den deutschen Kinos startet. Außerdem ist er Showrunner der Stephen-King-Serie „Carrie”, die seit dem 7. Oktober bei Prime Video läuft.

Bekannt geworden ist Flanagan mit den Netflix-Serien Spuk in Hill House und Midnight Mass. Mit der „Exorzist”-Reihe übernimmt er nun eine der wichtigsten Marken des Genres. Alle bisherigen Filme findest du in unserer Übersicht zur „Exorzist”-Reihenfolge.

Darum geht's

scifiscene bei Google folgen

Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.

Als bevorzugte Quelle