Jetzt bestätigt: Sandra Hüller hat einen Cameo in „Avengers: Doomsday“
Sandra Hüller spielt in „Avengers: Doomsday“ mit: Der Hollywood Reporter bestätigt einen Cameo der Oscar-nominierten Deutschen. Ihre Rolle bleibt geheim, Marvel schweigt. Ist sie eine von Dooms Hexen?
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Jetzt ist es bestätigt: Sandra Hüller spielt in „Avengers: Doomsday” mit. Das hat der Hollywood Reporter am Freitagabend gemeldet. Die Rolle der Oscar-nominierten deutschen Schauspielerin wird als Cameo beschrieben und bleibt ansonsten streng geheim. Marvel Studios wollte die Besetzung nicht kommentieren.
Damit erhärtet sich, was Anfang Oktober nur ein Indiz war. Damals war Hüllers Name im British Stunt Register aufgetaucht, im Profil einer Stuntfrau, die in „Avengers: Doomsday” gedoubelt hat. Welche Figur Hüller spielt, ist weiter offen – auch, ob sie tatsächlich eine der maskierten Latverian Witches an der Seite von Doctor Doom ist.
Was der Hollywood Reporter bestätigt
Bestätigt ist zweierlei: Hüller gehört zur Besetzung des Films, und ihr Auftritt ist ein Cameo, also eine kleine Rolle. Mehr gibt der Bericht nicht her. In der Gerüchteküche wird Hüller laut Hollywood Reporter wahlweise als Dooms Mutter, als Hexe oder als Mitglied der Latverian Witches gehandelt, jener Gruppe verhüllter Zauberinnen, deren farbcodierte Roben Marvel im Sommer auf der San Diego Comic-Con ausgestellt hat.
Dass ein Name ihres Kalibers nur für einen Kurzauftritt kommt, heizt die Spekulation zusätzlich an. Ein Cameo in einem Avengers-Film kann eine Überraschung sein, die erst später größer wird: Direkt auf „Avengers: Doomsday” folgt ein Jahr später „Avengers: Secret Wars”. Ob Hüller dort eine größere Rolle bekommt, ist allerdings reine Vermutung.
Wie das Gerücht entstand
Das British Stunt Register ist die Berufskartei der britischen Stuntbranche, in der Stuntleute ihre Engagements selbst eintragen. Im Registerprofil der Stuntfrau Stevie Parker stehen in der Rubrik „Stunt Double” unter „Avengers: Doomsday” vier Namen: Hayley Atwell, Sandra Hüller (dort ohne Umlaut geschrieben), Katya Hazel Boirand und Josie Pocock. Dass Parker im selben Film für Hayley Atwell gedoubelt hat, war schon vorher bekannt.
Ein solcher Eintrag ist keine Studiomitteilung, aber auch kein anonymer Forenpost: Er stammt von einer Beteiligten selbst, unter ihrem Namen. Ein älterer, anonymer Beitrag in einem Leak-Forum hatte Hüller schon im Sommer mit einer der Hexen in Verbindung gebracht. Die Teilnahme am Film ist jetzt belegt, die Rolle dagegen nicht.
Drei Namen für drei Hexen?
Die Rechnung, die US-Portale seit dem Registereintrag aufmachen, ist einfach: drei bislang unbekannte Darstellerinnen, ein Double, ein Film mit genau drei maskierten Hexen. Katya Hazel Boirand kennt man aus der Prime-Video-Serie Citadel, Josie Pocock hatte kleinere Rollen in „Barbie” und „The Running Man”. Hüller ist mit Abstand der bekannteste Name des Trios.
Belegt ist die Zuordnung zu den Hexen allerdings nicht. Der Registereintrag nennt Namen und Film, keine Rolle, und auch der Hollywood Reporter nennt die Hexen nur als eine von mehreren Möglichkeiten. Es könnte sich genauso um eine ganz andere Figur handeln.
Was Marvel von den Hexen bislang gezeigt hat
Die Latverian Witches tauchten erstmals im Juli auf der San Diego Comic-Con auf, als Kostüme im Stand von Marvel Studios, nacheinander in Grün, Orange und Lila. Im ScreenX-Trailer von Ende September knien sie vor Doctor Doom, und auf dem internationalen Poster zur Comic-Con Málaga stehen drei von ihnen hinter Robert Downey Jr. auf der Treppe. Ihre Gesichter hat Marvel nie gezeigt.
Entsprechend wild wird spekuliert, wer unter den Masken steckt, von Clea über Sylvie bis zur Scarlet Witch. Alle Kandidatinnen, Leaks und den Stand der Dinge haben wir auf unserer Seite zur Latverian Witch gesammelt. Sollte Hüller tatsächlich eine der Hexen spielen, spräche das eher für neue Figuren als für Rückkehrerinnen aus früheren MCU-Filmen.
Sandra Hüllers Weg nach Hollywood
Für Hüller ist es der bislang größte Blockbuster ihrer Karriere. International bekannt wurde sie mit „Toni Erdmann”, für „Anatomie eines Falls” war sie für den Oscar nominiert, und mit „The Zone of Interest” stand sie im selben Jahr in einem weiteren Oscar-Film. In diesem Jahr war sie bereits an der Seite von Ryan Gosling in „Der Astronaut – Project Hail Mary” zu sehen, dazu in „Rose” und als Schwester von Tom Cruise in „Digger”.
Eine Rolle im Marvel-Universum ist für eine Schauspielerin, die vor allem mit Autorenkino verbunden wird, ein ungewöhnlicher Schritt, aber kein beispielloser: Das MCU besetzt Nebenfiguren seit Jahren gern mit Arthouse-Namen. „Avengers: Doomsday” startet am 16. Dezember 2026 in den deutschen Kinos. Spätestens dann wird sich zeigen, wen Hüller spielt.
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