Avengers: Doomsday: Russos nennen Doom „Ehrgeiz und Angst“ – Besetzung noch nicht komplett

Avengers: Doomsday: Russos nennen Doom „Ehrgeiz und Angst“ – Besetzung noch nicht komplett Disney
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Die Russo-Brüder beschreiben Doctor Doom als tragische Figur aus Ehrgeiz und Angst. Beim Encore-Q&A verrät Anthony Russo, dass längst nicht alle Darsteller von Avengers: Doomsday verkündet sind.

Knapp drei Monate vor dem deutschen Kinostart am 16. Dezember 2026 legen die Russo-Brüder nach: In einem Vorwort zu Jonathan Hickmans Comic-Saga „Avengers: Time Runs Out” beschreiben Joe und Anthony Russo, wie sie Doctor Doom lesen – als „Ehrgeiz und Angst, ineinander verwoben”. Und bei einem Publikumsgespräch nach einer Vorführung von „Avengers: Endgame Encore” verriet Anthony Russo, dass die Besetzung von „Avengers: Doomsday” noch längst nicht vollständig bekannt ist.

Die neuen Aussagen ergänzen die Ankündigung vom Wochenende, dass Thor in „Avengers: Doomsday” als Krieger aus „Avengers: Infinity War” zurückkehrt. Zusammen ergeben sie ein ziemlich klares Bild davon, wie die Regisseure an den Film herangehen: mit viel Respekt vor der Vorgeschichte der Figuren, aber mit dem erklärten Anspruch, sie weiterzuentwickeln.

Doom als „Ehrgeiz und Angst”: das Vorwort der Russos

Das Vorwort erschien im August in Marvels Neuauflage von Hickmans „Avengers: Time Runs Out” in der Premier Collection – jener Geschichte um den Zusammenbruch des Multiversums, die direkt in „Secret Wars” mündet. Die Russos schreiben dort: „Doom ist nicht einfach ein Gegner. Er ist Ehrgeiz und Angst, ineinander verwoben. In ‚Secret Wars‘ versucht er, die Wirklichkeit durch bloßen Willen zusammenzuhalten. Er glaubt, er könne alles retten, wenn er nur genug davon kontrolliert.” Hickman lege die Zerbrechlichkeit unter der Rüstung offen – selbst jemand, der die Existenz umformen könne, entkomme den eigenen Gefühlen nicht.

Sie hätten sich schon immer zu Figuren hingezogen gefühlt, die etwas Edles anstreben und sich dabei verlieren, schreiben die Brüder weiter. Zerstörung komme manchmal nicht als einzelner Schlag, sondern durch Entscheidungen in Unsicherheit und durch Brüche zwischen Menschen, die eigentlich dasselbe wollen. Für Robert Downey Jr.s Doom, der in „Avengers: Doomsday” gegen die versammelten Helden antritt, ist das eine deutliche Ansage: kein bloßer Superschurke, sondern eine tragische Figur, die glaubt, das Richtige zu tun.

„Wir müssen uns selbst überraschen”: Russo beim Encore-Q&A

Beim Publikumsgespräch nach der Encore-Vorführung sprach Anthony Russo darüber, wie schwierig es sei, bekannte Figuren weiterzuentwickeln. Man verlasse sich letztlich auf das eigene Gespür, weil man die Figuren und ihre Geschichte genauso liebe wie viele Fans. Doch das Fandom spreche nicht mit einer Stimme: Jeder hänge an einer anderen Version einer Figur. „Wir müssen uns selbst überraschen, was diese Figuren sind, wohin sie gehen und was sie tun können – und damit hoffentlich auch das Publikum.”

Nebenbei bestätigte Russo, dass längst nicht alle Darsteller offiziell verkündet sind. „Die Besetzung ist so groß – manche haben wir angekündigt, manche nicht”, sagte er. „Ich komme selbst durcheinander, wen wir schon verkündet haben und wen nicht.” Bestätigt sind bislang unter anderem Chris Hemsworth, Robert Downey Jr., Chris Evans, Paul Rudd, Simu Liu und Tom Hiddleston. Wer noch dazukommt, dürfte die Marketingkampagne bis Dezember bestimmen.

„Der Infinity-War-Thor”: Was die Russos ankündigen

Schon vor wenigen Tagen hatten sich die Russo-Brüder festgelegt: In „Avengers: Doomsday” kehrt Thor nicht als trauernder Held aus „Avengers: Endgame” und nicht als Komödienfigur aus „Thor: Love and Thunder” zurück, sondern als der Krieger aus „Avengers: Infinity War”. Für Chris Hemsworth ist „Avengers: Doomsday” der zehnte Auftritt als Donnergott in 15 Jahren – er ist der Avenger, der die längste Strecke des MCU mitgegangen ist.

Joe Russo nannte Hemsworths Spiel in „Avengers: Endgame” die Darstellung, in der Thor „am verletzlichsten, am unsichersten” gewesen sei, Anthony Russo sprach von einer „bemerkenswerten” Leistung. Für „Avengers: Doomsday” ziehen sie daraus aber eine klare Konsequenz: „Es ist faszinierend, wie wandelbar er in dieser Rolle ist und welche Bandbreite er hat. Viele Regisseure mit ganz unterschiedlichem Geschmack und Ton haben die Figur interpretiert. Wir haben einen bestimmten Blick auf diese Figur, und den tragen wir weiter: den Thor aus ‚Infinity War‘.”

Wie dieser Thor aussieht, beschreibt Joe Russo ebenfalls: eine „Kriegerversion” der Figur, ein Krieger, „der alles verloren hat und im Kampf nach einem Sinn sucht”. Und dieser Kampf führt ihn gegen „den größten Gegner, dem er je begegnet ist” – gemeint ist Robert Downey Jr.s Doctor Doom. Welche Rolle Thors Adoptivtochter Love dabei spielt, die er am Ende von „Thor: Love and Thunder” aufgenommen hatte, haben die Regisseure nicht näher ausgeführt.

Die Ansage ist mehr als eine Stilfrage. In „Avengers: Infinity War” verlor Thor Bruder und Freund, schmiedete auf Nidavellir die Axt Stormbreaker und kam Thanos näher als jeder andere Avenger. Danach wurde die Figur zweimal gegen den Strich gebürstet: als gebrochener Held in „Avengers: Endgame” und als Komödienfigur bei Taika Waititi. Mit „Doomsday” kehren die Russos zu dem Thor zurück, den sie selbst geprägt haben – gesehen hat ihn bislang noch niemand, bis zum Kinostart bleibt es eine Ankündigung. Alle Auftritte der Figur in der richtigen Reihenfolge stehen in unserer Übersicht der Thor-Filme.

Vom Fremdling zum kosmischen Herzstück

Erinnerst Du Dich noch an „Thor”? Vor 15 Jahren öffnete Regisseur Kenneth Branagh das bis dahin sehr bodenständige MCU für völlig neue, kosmische Dimensionen. Während Iron Man und Hulk in der realen Welt verankert waren, brachte der Donnergott galaktische Konflikte und magische Bedrohungen mit sich – allen voran den von Tom Hiddleston gespielten Loki, der auch in „Avengers: Doomsday” wieder dabei ist.

Thors Reise war seitdem vor allem von dramatischen Verlusten geprägt. Beginnend mit dem Tod seiner Mutter Frigga in „Thor - The Dark Kingdom” musste der eigentlich übermächtige Held bitter lernen, dass auch er Grenzen hat. Diese emotionale Last entlud sich eindrucksvoll in „Avengers: Infinity War” und „Avengers: Endgame”, wo er das kosmische Ausmaß seines Versagens verarbeiten musste.

Die wichtigste Waffe gegen Doctor Doom

Warum also ist Thor die wahre Geheimwaffe des kommenden Blockbusters? Er ist der Avenger mit der längsten ununterbrochenen Präsenz in der aktuellen Timeline. Da Edward Nortons Hulk in Phase 1 ausgetauscht wurde und Robert Downey Jr. nicht mehr Tony Stark spielt, trägt Thor mittlerweile das Erbe des gesamten Franchise auf seinen Schultern. Mehr zur Figur findest Du in unserem Porträt von Thor im MCU.

Er repräsentiert den direkten Übergang in eine neue Ära, was sich besonders in der Adoption seiner Tochter Love in „Thor: Love and Thunder” zeigt. Gleichzeitig trägt er die emotionale Historie aller vergangenen Kämpfe in sich. Wenn es in „Avengers: Doomsday” darum geht, sich Doctor Doom entgegenzustellen, wird er nicht nur physisch der stärkste Avenger sein – nach dem Willen der Russos ist er genau der Krieger, der dafür gebraucht wird.

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