„Jennifer’s Body“-Regisseurin Karyn Kusama verfilmt das Weltraum-Horrorspiel „Mouthwashing“ für Sony
Sony hat sich die Filmrechte am gefeierten Horrorspiel „Mouthwashing“ gesichert. Karyn Kusama führt Regie, Scott Derrickson produziert. Die Vorlage schickt fünf Crewmitglieder auf einem gestrandeten Raumfrachter in die Paranoia.
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Das nächste Horrorspiel geht ins Kino: Sony Pictures hat sich die Filmrechte an „Mouthwashing” gesichert, wie The Hollywood Reporter exklusiv berichtet. Regie führt Karyn Kusama, bekannt für „Jennifer’s Body”, „The Invitation” und die Pilotfolge von „Yellowjackets”. Das Drehbuch schreiben Matt Manfredi und Phil Hay, mit denen Kusama schon bei „The Invitation” und „Destroyer” zusammengearbeitet hat.
Produziert wird der Film von Scott Derrickson, C. Robert Cargill und Vince Cheng über ihre Firma Crooked Highway, die einen Vertrag mit Sonys Genrelabel Screen Gems hat. Derrickson und Cargill stehen hinter „Sinister” und „The Black Phone” – das Projekt liegt also bei einem Team, das im Horrorkino seit Jahren verlässlich abliefert. Einen Starttermin oder einen Drehbeginn gibt es noch nicht.
Darum geht es in Mouthwashing
Das Spiel des schwedischen Studios Wrong Organ erschien 2024 für den PC und spielt im Weltraum: Fünf Besatzungsmitglieder des Frachters Tulpar stranden nach einer Bruchlandung auf einem Asteroiden. Die Vorräte gehen zur Neige, die Isolation zehrt an den Nerven, und mit wachsender Paranoia brechen die Konflikte innerhalb der Crew auf. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive und nicht chronologisch, mit surrealen Bildern und Fragen nach Schuld, Verdrängung und Machtmissbrauch.
Wie viel der Film von dieser Vorlage übernimmt, ist offen; Details zur Handlung hält Sony unter Verschluss. Die Ausgangslage – eine Handvoll Menschen, eingeschlossen in einem havarierten Raumschiff, weit weg von jeder Hilfe – erinnert an die Tradition des Weltraumhorrors von „Alien” bis „Event Horizon”. Psychologischen Horror um eine Gruppe unter Druck kennt Kusama bestens aus „Yellowjackets”.
Ein Indie-Hit mit großer Reichweite
Mouthwashing kam bei Kritik und Publikum gleichermaßen gut an: Das Spiel steht bei 88 Punkten auf Metacritic, gewann bei den Horror Game Awards die Kategorien für die beste Erzählung und den Publikumspreis und verkaufte sich auf dem PC knapp eine Million Mal. Laut Studio haben Videos rund um das Spiel 63 Millionen Aufrufe auf YouTube und fast eine Milliarde auf TikTok erreicht. Am 29. Oktober erschien es zudem für PlayStation, Xbox und Nintendo Switch.
Für Sony passt der Stoff in eine Strategie, die sich zuletzt ausgezahlt hat: Zach Creggers „Resident Evil” hat das Franchise neu gestartet und bis heute weltweit rund 385 Millionen Dollar eingespielt. Mit „Mouthwashing” setzt das Studio nun auf eine deutlich kleinere Marke, die ihre Fans vor allem über soziale Netzwerke gefunden hat – und auf Filmemacher, die mit überschaubaren Budgets große Horrorerfolge erzielt haben.
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