Star Trek / Charaktere

Jean-Luc Picard: Captain der Enterprise, Patrick Stewart und alle Auftritte

Jean-Luc Picard: Captain der Enterprise-D, Borg-Opfer Locutus, Admiral im Ruhestand. Alles zur Figur von Patrick Stewart, von der Stargazer bis zum Finale von Star Trek: Picard.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·5 Min. Lesezeit
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Jean-Luc Picard: Captain der Enterprise, Patrick Stewart und alle Auftritte
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Jean-Luc Picard ist der Captain der Enterprise-D und neben James T. Kirk die prägendste Figur des Star-Trek-Universums: Diplomat statt Draufgänger, Archäologe aus Leidenschaft, Shakespeare-Leser und ein Kommandant, der lieber verhandelt als schießt. Gespielt hat ihn fast vier Jahrzehnte lang Patrick Stewart, in „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert”, vier Kinofilmen und der Serie „Star Trek: Picard”.

Patrick Stewart ist am 28. Oktober 2026 im Alter von 86 Jahren gestorben. Die Rolle des Picard nannte er in seinem letzten Interview „ohne Frage die bedeutendste Rolle meiner Karriere”. Diese Seite erzählt, wer Picard ist, wie aus dem Captain ein Borg und später ein Admiral im Ruhestand wurde, und was von der Figur bleibt.

Auf einen Blick

Wer ist Jean-Luc Picard? Ein Sternenflotten-Offizier aus Frankreich, Captain der USS Stargazer und der Enterprise-D und -E, später Admiral.

Wer spielt Picard? Patrick Stewart, von 1987 bis 2023 in Serie und Film. Er starb am 28. Oktober 2026.

Wann ist Picard geboren? Im Jahr 2305 in La Barre, Frankreich, auf dem Weingut seiner Familie.

Hat Picard Kinder? Ja, einen Sohn: Jack Crusher, das Kind von Picard und Dr. Beverly Crusher, eingeführt in der dritten Staffel von „Star Trek: Picard”.

Wird es Picard Staffel 4 geben? Nein. Die Serie endete 2023 nach drei Staffeln.

Picards Weg: von der Stargazer zur Enterprise

Picard wächst auf dem Weingut Château Picard in La Barre auf, sein älterer Bruder Robert soll den Betrieb übernehmen, Jean-Luc will zu den Sternen. Auf der Sternenflotten-Akademie gilt er als Musterschüler, kurz nach dem Abschluss wird er bei einer Schlägerei mit Nausicaanern niedergestochen und trägt seitdem ein künstliches Herz.

Sein erstes Kommando ist die USS Stargazer, die er rund zwei Jahrzehnte lang führt. Aus dieser Zeit stammt das nach ihm benannte Picard-Manöver, ein Warp-Sprung, der den Gegner für einen Moment zwei Schiffe sehen lässt. 2355 verliert er die Stargazer in einem Gefecht. Neun Jahre später übernimmt er die Enterprise-D, das Flaggschiff der Föderation, mit dem die Serie „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert” 1987 beginnt.

Über die Stargazer-Jahre gibt es bis heute keine Serie. Genau dort wollte James McAvoy ansetzen, der den jungen Charles Xavier schon in den X-Men-Prequels von Patrick Stewart übernommen hatte: Er hat Paramount eine Staffel über Picards erstes Kommando vorgeschlagen, die nach eigener Aussage fast entstanden wäre. Mehr dazu in unserer Meldung zum Stargazer-Pitch.

Captain der Enterprise-D: Locutus, Kamin und vier Lichter

Sieben Staffeln lang ist Picard das moralische Zentrum der Serie. Berühmt sind seine Kommandos „Machen Sie es so!” und „Energie!”, seine Earl-Grey-Bestellung am Replikator und seine Neigung, Konflikte mit Diplomatie statt Phasern zu lösen. Gerade deshalb treffen ihn die Folgen am härtesten, in denen er die Kontrolle verliert.

Im Zweiteiler, der mit „In den Händen der Borg” beginnt, wird Picard von den Borg assimiliert und als Locutus zum Sprachrohr des Kollektivs, das die Föderation angreift. Das Trauma begleitet ihn bis in die Kinofilme und kehrt in der letzten Staffel von „Star Trek: Picard” zurück. In „Das zweite Leben” erlebt er in wenigen Minuten ein ganzes Leben auf einem fremden Planeten, die Flöte, die er dort spielt, behält er. Und unter der Folter des Cardassianers Gul Madred weigert er sich, vier Lichter als fünf zu sehen – eine der meistzitierten Szenen der Serie.

Nach dem Serienende 1994 führt Picard die Crew durch vier Kinofilme. In „Star Trek - Treffen der Generationen” trifft er Captain Kirk, in „Star Trek - Der erste Kontakt” stellt er sich auf der neuen Enterprise-E den Borg und zieht die berühmte Linie: bis hierher und nicht weiter. Mit „Star Trek: Nemesis” endet 2002 die Kinoreihe der Next-Generation-Crew.

Jahr Film Picards Schiff
1994 Star Trek - Treffen der Generationen Enterprise-D
1996 Star Trek - Der erste Kontakt Enterprise-E
1998 Star Trek - Der Aufstand Enterprise-E
2002 Star Trek: Nemesis Enterprise-E

Admiral im Ruhestand: Picard in „Star Trek: Picard”

Fast zwei Jahrzehnte nach „Nemesis” kehrt die Figur zurück. „Star Trek: Picard” beginnt 2399: Picard hat die Sternenflotte als Admiral verlassen, nachdem sie die Rettung der Romulaner vor ihrer explodierenden Sonne abgebrochen hatte, und lebt zurückgezogen auf seinem Weingut. Was die Serie über drei Staffeln erzählt, steht ausführlich auf der Serienseite; für die Figur sind drei Wendungen entscheidend.

Am Ende der ersten Staffel stirbt Picard an einer Gehirnerkrankung, sein Bewusstsein wird in einen künstlichen, menschlich gebauten Körper übertragen. In der zweiten Staffel schickt ihn Q in eine veränderte Zeitlinie und zurück ins Jahr 2024. Die dritte Staffel bringt 2023 die alte Brückencrew zurück, enthüllt mit Jack Crusher seinen Sohn und endet wie einst das Finale von „Das nächste Jahrhundert” mit einer Pokerrunde. Eine vierte Staffel gab es nicht; warum, und wie es um Pläne für die Crew stand, zeigt unser Bericht zum Serienende.

Patrick Stewart und Picard

Dass Stewart die Rolle überhaupt bekam, war nicht ausgemacht: Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry wollte sich zunächst keinen kahlköpfigen Briten als Captain vorstellen, Produzent Robert Justman setzte ihn durch. Stewart kam von der Royal Shakespeare Company und brachte die Bühnenschule mit auf die Brücke, sein Picard zitiert Shakespeare nicht als Pose, sondern als Teil seines Denkens.

Neben Picard spielte Stewart über zwei Jahrzehnte Professor Charles Xavier, zu sehen auf unserer Seite zu Professor X. Beide Figuren habe er, so Stewart, für ihre Moral, ihre Güte und ihr Mitgefühl bewundert. Wie Hollywood und die Star-Trek-Familie sich von ihm verabschiedet haben, steht in unserem Nachruf auf Patrick Stewart. Alle Filme und Serien des Franchise in der richtigen Reihenfolge findest du in unserer Star-Trek-Reihenfolge.

Patrick Stewart. Er spielte Picard von 1987 bis 1994 in „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert”, in vier Kinofilmen von 1994 bis 2002 und von 2020 bis 2023 in „Star Trek: Picard”. Stewart starb am 28. Oktober 2026 mit 86 Jahren.

Ja. In der dritten Staffel von „Star Trek: Picard” erfährt Picard, dass Dr. Beverly Crusher einen gemeinsamen Sohn vor ihm verborgen hat: Jack Crusher, gespielt von Ed Speleers.

Am Ende der ersten Staffel von „Star Trek: Picard” stirbt Picard an einer Gehirnerkrankung. Sein Bewusstsein wird in einen künstlichen Körper übertragen, der einem menschlichen nachgebildet ist, und er lebt darin weiter.

Picard wurde 2305 geboren. In der dritten Staffel von „Star Trek: Picard”, die im Jahr 2401 spielt, ist er also Mitte neunzig.

Seine bekanntesten Sätze sind „Machen Sie es so!” (im Original „Make it so”) und „Energie!” („Engage”), mit dem er die Enterprise auf Warp schickt. Dazu kommt seine Bestellung am Replikator: „Tee, Earl Grey, heiß.”

Nein. „Star Trek: Picard” endete 2023 mit der dritten Staffel. Pläne für eine Nachfolgeserie mit Seven of Nine als Captain der Enterprise-G wurden nicht umgesetzt.

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