Sci-Fi / Dune

Robert Pattinson wollte in „Dune: Part Three“ wie ein Alien aussehen

Robert Pattinson spielt in „Dune: Part Three“ den Attentäter Scytale – und wünschte sich ein fremdartiges Aussehen. Villeneuve lehnte erst ab, dann kam eine E-Mail. Dazu: was der Regisseur über das Finale verrät.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·Aktualisiert ·5 Min. Lesezeit
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Robert Pattinson wollte in „Dune: Part Three“ wie ein Alien aussehen
Skydance

Robert Pattinson hatte für „Dune: Part Three” einen klaren Wunsch: „Ich will aussehen wie ein Alien.” Das erzählt der Schauspieler in der Titelgeschichte der Dezemberausgabe von Empire, die am 22. Oktober in den Handel kommt. Pattinson spielt im Finale von Denis Villeneuves Wüstenplanet-Saga den gestaltwandelnden Attentäter Scytale – und bekam seinen fremdartigen Look am Ende doch, wenn auch erst im zweiten Anlauf. Der Film startet am 17. Dezember 2026 in den deutschen Kinos.

Auf einen Blick

Wen spielt Robert Pattinson? Den Attentäter Scytale, einen gestaltwandelnden Gesichtstänzer der Bene Tleilax – mit gebleichten Haaren und ohne Augenbrauen.

Was sagt Villeneuve über Teil drei? Der Film habe dieselbe DNA, sei aber „ein ganz anderer Film” mit einem anderen Tempo.

Worauf basiert der Film? Auf Frank Herberts zweitem Roman „Der Herr des Wüstenplaneten” (Dune Messiah).

Wann startet er? Am 17. Dezember 2026 in Deutschland, einen Tag später in den USA.

Gebleichte Haare, keine Augenbrauen: So entstand Scytale

Scytale gehört zu den Bene Tleilax, einem Volk, das mit Genetik experimentiert, und ist ein sogenannter Gesichtstänzer: ein Attentäter, der seine Gestalt wechseln kann. Für Pattinson war das die Einladung zu einem ungewöhnlichen Auftritt. „Ich bin mit der Haltung reingegangen: Ich will aussehen wie ein Alien”, sagt er gegenüber Empire. Villeneuve sah das zunächst anders. Scytale müsse sich in die übrigen Figuren einfügen, habe der Regisseur gesagt, „ich glaube, er sieht einfach aus wie du. Er ist normal.” Er sei „ein bisschen enttäuscht” gewesen, gibt Pattinson zu.

Kurz vor Drehbeginn kam die Wende. „Es war gar nicht lange, bevor ich mit dem Dreh angefangen habe, da schickte er mir eine E-Mail: Ich hatte eine Idee für einen Look”, erinnert sich Pattinson. Heraus kam eine unheimliche Leere im Gesicht, mit gebleichten Haaren und ohne Augenbrauen. „Es ist, als wäre er in einem Labor gezüchtet worden”, beschreibt Pattinson seine Figur. „Er hat ein bisschen was von einem Baby an sich, das hat mir wirklich gefallen.”

Für Pattinson ist es ein volles Jahr. Neben „Dune: Part Three” war er 2026 bereits in „Die Odyssee” zu sehen, und bei „The Batman: Part II” steckt er mitten im Dreh, den inzwischen Steven Soderbergh für Matt Reeves zu Ende führt. In der Empire-Titelgeschichte kommen neben ihm auch Villeneuve, Timothée Chalamet, Zendaya, Anya Taylor-Joy, Jason Momoa und Florence Pugh zu Wort.

„Die Welt hat sich komplett verändert”

„Die Idee war, einen Film zu machen, der dieselbe DNA hat – es ist ein Dune-Film –, aber es ist ein ganz anderer Film”, sagt Villeneuve gegenüber Empire. „Er hat ein anderes Tempo.” Der Grund liegt in der Geschichte selbst: Laut Empire setzt der Film 17 Jahre nach dem zweiten Teil ein. Paul Atreides hat den Imperator gestürzt, sitzt selbst auf dem Thron und hat in dieser Zeit die Galaxis mit seiner Macht umgeformt.

„Wir sind mit denselben Figuren zurück, aber diesmal hat sich die Welt komplett verändert”, so Villeneuve. „Ihre Psyche, ihr Blick auf die Wirklichkeit hat sich völlig verändert, und Paul lebt mit der Last dessen, was er erschaffen hat, und sucht einen Weg aus dieser Spirale der Gewalt.” Timothée Chalamet beschreibt seinen Paul als Figur, die nicht auf Erlösung angelegt ist. Der dritte Teil sei „ein eigenes Biest”, mit eigener Geschichte, eigener Belagerung und einem „Hagel paranoider Isolation”.

Warum Villeneuve jetzt Schluss macht

Bemerkenswert offen spricht Villeneuve darüber, warum er die Reihe mit diesem Film beendet. Er sei nicht aus Nostalgie zu dem Stoff zurückgekehrt, „sondern aus dem Gegenteil – ich bin es leid”. Gerade deshalb habe er sich vorgenommen, streng mit dem Material umzugehen und nicht selbstgefällig zu werden. Nach drei Filmen auf Arrakis sei es für ihn an der Zeit gewesen, die Geschichte zu Ende zu bringen.

Was danach kommt, stand für ihn ebenfalls früh fest. „Ich dachte: Wenn das vorbei ist, brauche ich eine sehr starke Rakete, die mich von Arrakis wegzieht”, erzählt er. Als die Anfrage für den nächsten James-Bond-Film kam, habe er gewusst, dass er sie gefunden hat. Dass Villeneuve die Dune-Reihe nicht über Teil drei hinaus inszeniert, hatte er schon zuvor angedeutet – mit dem Zusatz, er lasse bewusst Türen für mögliche Nachfolger offen.

Alte Bekannte und neue Gegenspieler

Neben Chalamet und Zendaya als Chani kommen im Heft auch Anya Taylor-Joy, Robert Pattinson, Florence Pugh und Jason Momoa zu Wort. Taylor-Joy spielt Pauls Schwester Alia, Pattinson den gestaltwandelnden Attentäter Scytale, Pugh kehrt als Prinzessin Irulan zurück. Momoa ist trotz des Todes von Duncan Idaho im ersten Teil wieder dabei: Auf einem der beiden Sammelcover steht er als geheimnisvoller Hayt neben Paul und Alia. Wer Herberts Vorlage kennt, ahnt, was hinter dem Namen steckt.

Zendaya beschreibt in der Titelgeschichte einen persönlichen Verrat, mit dem Chani ringt – im zweiten Teil hatte sie sich bereits gegen Pauls Machtergreifung gestellt. Wie die drei Filme zusammenhängen und welches Buch zu welchem Teil gehört, zeigt unsere Übersicht zur Dune-Reihenfolge. In den Kinos trifft der Abschluss der Trilogie auf starke Konkurrenz: Nur einen Tag vorher startet „Avengers: Doomsday”.

Am 17. Dezember 2026. In den USA kommt der Film am 18. Dezember in die Kinos.

Robert Pattinson spielt Scytale, einen gestaltwandelnden Attentäter der Bene Tleilax. Für die Rolle trägt er gebleichte Haare und keine Augenbrauen – eine Idee, die Denis Villeneuve kurz vor Drehbeginn hatte.

Den zweiten Roman von Frank Herbert, „Der Herr des Wüstenplaneten” (Dune Messiah). Laut Empire spielt der Film 17 Jahre nach dem zweiten Teil.

Nein. Villeneuve beendet seine Reihe mit dem dritten Teil und dreht danach den nächsten James-Bond-Film.

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