Dune / Hinter den Kulissen

55 Tonnen für den Auftakt: „Dune: Part Three“ beginnt mit einem vergrabenen Raumschiff

Für den Auftakt von „Dune: Part Three“ ließ Szenenbildner Patrice Vermette ein 55 Tonnen schweres Raumschiff bauen und vergraben. Villeneuves Vorgabe: keine Sets wiederholen. Kinostart in Deutschland ist der 17. Dezember.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·3 Min. Lesezeit
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55 Tonnen für den Auftakt: „Dune: Part Three“ beginnt mit einem vergrabenen Raumschiff
Skydance

„Dune: Part Three” soll mit einem Knall beginnen – und dafür wurde wörtlich schweres Gerät aufgefahren. Szenenbildner Patrice Vermette hat für die Eröffnungssequenz von Denis Villeneuves Trilogie-Finale ein Raumschiff mit einem Gewicht von 55 Tonnen bauen lassen. Das erzählte er im Gespräch mit Variety beim SCAD Savannah Film Festival, wo er in diesem Jahr den Creative Impact Award des Branchenblatts erhielt. In Deutschland startet der Film am 17. Dezember 2026 im Kino.

Viel verraten durfte Vermette nicht, ein Versprechen gab er trotzdem ab: Der dritte Teil werde „ein großes Spektakel”. Er vergleicht ihn mit einem Feuerwerk, bei dem am Ende noch einmal alles gezündet wird, was übrig ist.

Ein Schiff, vergraben im schwarzen Sand

Die Idee für den Auftakt beschreibt Vermette selbst als „verrückt”. Seine Entwürfe zeigten eine weite Fläche aus schwarzem Sand, über der Schiffe einen Planeten angreifen. Gebaut wurde am Ende nur ein einziges Schiff, das dafür von innen und außen vollständig, also rundum aus jedem Winkel, gefilmt werden konnte. Weil es im Bild halb im Boden stecken sollte, wurde der 55-Tonnen-Koloss tatsächlich unter die Erde gebracht.

Leicht machte es die Szene niemandem. Während der gesamten Sequenz regnet es, und es wird eine große Schlacht geschlagen. Alle zwei Tage kam deshalb ein Kran, um das Schiff anzuheben, und ein Pumpensystem musste das Wasser wieder herausholen. Das Ergebnis sei den Aufwand wert gewesen, sagt Vermette.

Villeneuves einzige Vorgabe: keine Sets wiederholen

Von Villeneuve hatte Vermette für den dritten Teil vor allem eine Anweisung: keine Kulissen wiederholen. Daran habe er sich gehalten. Beide hätten ein gemeinsames Motto, auch wenn sie in derselben Welt bleiben: sich gegenseitig herausfordern und es jedes Mal anders machen. Für die ersten beiden Filme hatte Vermette unter anderem die düstere Harkonnen-Welt Giedi Prime, die Burg der Atreides und das Imperiale Labor auf Arrakis entworfen; als Vorbild für Giedi Prime dienten ihm industrielle Klärbehälter.

Die Zusammenarbeit der beiden reicht weit zurück. Vermette und Villeneuve drehten Anfang der 2000er-Jahre gemeinsam Werbefilme, ihr erster Spielfilm war 2013 „Enemy”. Dass es dazu kam, lag an einer Verschiebung: Vermette sollte eigentlich „Dallas Buyers Club” ausstatten, der Film rutschte aber um ein Jahr. Als Villeneuve davon hörte, schrieb er ihm eine Nachricht. „Diese Textnachricht hat mein Leben verändert”, sagt Vermette.

Der letzte Dune-Film von Villeneuve

„Dune: Part Three” basiert auf Frank Herberts Roman „Der Herr des Wüstenplaneten” und setzt 17 Jahre nach den Ereignissen von „Dune: Part Two” ein. Timothée Chalamet spielt erneut Paul Atreides, der inzwischen als Imperator herrscht und mit den Folgen seiner Macht ringt. Der finale Trailer hat Ende Oktober erstmals Pauls Kinder Leto II. und Ghanima gezeigt, Jason Momoa kehrt als Ghola Hayt zurück.

Für Villeneuve ist es der Abschluss seiner Arbeit an der Reihe. Die Erwartungen sind hoch: „Dune: Part Two” hat bis heute weltweit rund 715 Millionen Dollar eingespielt. Welche Filme und Serien sonst zum Franchise gehören, zeigt unsere Dune-Reihenfolge.

Bildquelle: Warner Bros.

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