Sean Gunn gibt Rocket Raccoon auf: „Ich bin zu alt dafür“

Sean Gunn gibt Rocket Raccoon auf: „Ich bin zu alt dafür“ Disney
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Sean Gunn lieferte zwölf Jahre lang die Bewegungsvorlage für Rocket Raccoon. Jetzt erklärt er, dass er die Rolle nicht mehr übernehmen wird – und warum nicht die Knie schuld sind, sondern die Knöchel.

Bradley Cooper leiht Rocket Raccoon die Stimme, aber die Bewegungen des Waschbären kamen aus einem anderen Körper: Sean Gunn kauerte für jede Szene am Set und lieferte die Motion Reference, an der sich die Animatoren orientierten. Damit ist jetzt Schluss. „Ich bin im Ruhestand, was Rocket angeht”, sagt Gunn – und nennt auch den Grund.

„Ich glaube, ich bin zu alt dafür”

Gunn sprach im Video-Podcast Main Character von Brandon Davis über seine Zeit im Marvel Cinematic Universe, kurz vor dem US-Start seines neuen Films Appofeniacs am 2. Oktober. „Seit ich vor ein paar Jahren 50 geworden bin, bin ich im Ruhestand, was Rocket angeht”, sagte er. „Nicht dass sie angerufen hätten. Aber wenn sie es täten – ich glaube nicht, dass ich die Motion Reference für Rocket noch hinbekäme. Ich glaube, ich bin zu alt dafür.”

Schuld sind dabei nicht die Knie, wie er ausdrücklich klarstellt. „Alle denken, es liegt an meinen Knien, aber es waren die Füße und die Knöchel”, erklärte Gunn. Für Rocket habe er dauerhaft in einer Catcher-Hocke gearbeitet und dabei ständig auf den Auflagepunkten gedreht. Über die Jahre habe das seine Physiologie verändert. Sein Rat an Marvel: „Gebt einem jüngeren Schauspieler eine Chance.”

Zwei Rollen in einem Film

Gunn war in der Guardians-Trilogie seines Bruders James Gunn doppelt beschäftigt. Vor der Kamera spielte er den Ravager Kraglin, der nach dem Tod von Michael Rookers Yondu dessen Platz einnimmt und am Ende von „Guardians of the Galaxy Vol. 3” bei den Ravagers bleibt. Parallel dazu übernahm er die körperliche Vorlage für Rocket – eine Arbeit, die im fertigen Film unsichtbar bleibt und trotzdem jede Bewegung der Figur prägt.

Wo Kraglin in der Reihenfolge der Filme auftaucht, steht in unserer Übersicht zur Guardians-Reihe. Für Rocket selbst heißt Gunns Rückzug nicht, dass die Figur verschwindet – die Stimme kommt weiterhin von Cooper, nur die Motion Reference wäre neu zu besetzen.

Was das für die Guardians bedeutet

Offen ist ohnehin, wann Rocket im MCU wieder auftaucht. James Gunn hat seine Trilogie mit „Guardians of the Galaxy Vol. 3” abgeschlossen und arbeitet inzwischen als Co-Chef der DC Studios am DCU. Geblieben ist aus dem Abspann des dritten Teils allein das Versprechen, dass Star-Lord zurückkehren wird. Für Rocket, Groot und den Rest der Truppe gibt es bislang keinen angekündigten Auftritt.

Sean Gunn selbst ist seinem Bruder ins DCU gefolgt. Nach Weasel in „The Suicide Squad” spricht er dort G.I. Robot in „Creature Commandos” und spielt seit „Superman” den Justice-Gang-Geldgeber Maxwell Lord, den er in der zweiten Staffel von „Peacemaker” erneut verkörpert hat. Ob er überhaupt noch einmal ins MCU zurückkehrt, ist offen – nur eben nicht als der Waschbär, der ihn zwölf Jahre lang in die Hocke gezwungen hat.

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